Rohstoff-Gigant Glencore hebt Ausblick für Kupfer und Zink erneut an

Eine der einflussreichsten Firmen im Rohstoff-Sektor, die Schweizer Glencore, meldete sich zuletzt mit weiteren positiven Prognosen für die wichtigen Basismetalle Kupfer und Zink zu Wort.

Glencore ist der weltgrößte Rohstoff-Händler und erwirtschafte in 2016 einen Umsatz von gewaltigen 153 Mrd. USD.

In Fachkreisen wird das Unternehmen oft als die „Krake des Rohstoffmarkts“ bezeichnet. Das liegt v. a. daran, dass Glencore fast in jedem Rohstoff-Segment seine Finger im Spiel hat.

Durch die Multi-Milliarden-Übernahme von Xstrata in 2013 ist der traditionsreiche Rohstoff-Händler auch zu einem der größten Minen-Konzerne und Rohstoff-Produzenten aufgestiegen.

Glencore sieht großes Potential bei Kupfer und Zink

Als viertgrößter Kupfer-Produzent und einer der größten Zink-Produzenten der Welt hat Glencore einen ziemlich guten Einblick in das Geschäft mit den bedeutenden Basismetallen.

Der Branchen-Gigant gab in einem neuen Statement vor kurzer Zeit bekannt, dass er besonders großes Aufwärts-Potential bei Kupfer und Zink sieht.

Dieses soll wiederum aus einer stärkeren Nachfrage und einer angespannten Angebotslage resultieren.

Zudem soll die Nachfrage Chinas, seines Zeichens weltgrößter Rohstoff-Konsument, wesentlich solider sein, als von vielen Kritikern erwartet.

Elektromobilität ist das große Zugpferd der Zukunft

Glencore sprach dabei erneut das enorm hohe Potential durch den globalen Boom bei der Elektromobilität an. So profitiert Kupfer als das wichtigste Industriemetall besonders hiervon.

Überall, wo Strom fließt und Elektrizität übertragen wird, kommt Kupfer zum Einsatz.

Der König der Basismetalle erfreut sich auch zunehmender Verwendung in der Automobil-Branche.

In dieser wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten der größte Umbruch der Geschichte stattfinden.

Hier sieht Glencore-Chef Ivan Glasenberg in der Zukunft sehr hohes Profit-Potential für seine Firma.

Sie müssen wissen, dass in herkömmlichen Automobilen mit konventionellen Verbrennungs-Motoren rund 20 kg Kupfer pro Auto verbaut werden.

Stellen Sie sich vor: In modernen Elektromobil-Fahrzeugen, die vor dem größten Boom stehen, kann die Kupfer-Verwendung schon einmal gut 80 kg pro Elektromobil betragen.

Alleine dieser Fakt zeigt Ihnen das erhebliche Nachfrage-Potential von Kupfer in dem Trendsektor auf.

Zinkmarkt überzeugt mit attraktiven Fundamentaldaten, Kobalt ist der Geheimtipp

Neben Kupfer spricht sich Glencore besonders positiv für Zink aus. Das liegt v. a. an der anspruchsvollen Angebotslage.

So kam der Betrieb in einigen großen Zinkminen in den letzten Jahren komplett zum Erliegen, u.a. weil nicht mehr genügend Ressourcen gefunden werden konnten.

Glencore schaut sich aktiv nach weiteren Akquisitionen und Geschäfts-Möglichkeiten im Zink-Sektor um.

Spannend ist außerdem, dass der Konzern auch für das Spezialmetall Kobalt eine goldene Zukunft sieht:

In diesem interessanten Rohstoff-Sektor, der ebenfalls für die Elektromobilität von Bedeutung ist (Kobalt kommt in modernen Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz), sieht Glencore ein zunehmendes Angebots-Defizit kommen.

Das liegt insbesondere daran, dass die Demokratische Republik Kongo nahezu eine Monopol-Stellung bei der Kobalt-Produktion besitzt.

Und wie Sie vielleicht wissen, gehört dieser afrikanische Staat in Investoren-Kreisen gewiss nicht gerade zu den stabilsten und sichersten.

So bemerkt Glencore außerdem, dass neuerschlossene Kobalt-Quellen in der Zukunft viel Wert sein könnten.

Der Kobalt-Preis hat auf die positiven Fundamentaldaten bereits erheblich reagiert und sich in den letzten 12 Monaten mehr als verdoppelt.


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15. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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