Rückblick: Das (Aktienmarkt-)Jahr 2014

Mit einem kurzen Rückblick auf Aktienmarkt-Entwicklungen des abgelaufenen Jahres möchte ich heute das Jahr 2014 noch einmal Revue passieren lassen.

Für (deutsche) Fußball-Fans wird das Jahr 2014 ohnehin noch lange in freudiger Erinnerung bleiben. Den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien – inklusive des denkwürdigen 7:1-Siegs gegen das brasilianische Team im Halbfinale – hatten die meisten Zuschauer wohl nicht auf der Rechnung.

Viele hatten den Gastgeber als Favoriten ausgemacht. Doch es kam bekanntlich ganz anders. Auch auf den Aktienmärkten gab es in 2014 wieder einige Überraschungen – genauso, wie einige absehbare Entwicklungen.

DAX kämpft sich mühsam ins Plus

Für deutsche Aktienanleger war das Jahr 2014 ein verlorenes. Unter großen Schwankungen schloss der DAX als Leitindex für die 30 größten deutschen börsennotierten Unternehmen zum Jahresende bei 9.805 Punkten. Damit legte der DAX in 2014 um 2,7% zu – ein unbefriedigendes Ergebnis.

Auch der MDAX, der die mittelgroßen deutschen Unternehmen umfasst, landete mit einem Plus von 2,2% nur knapp über der Null-Linie. Etwas höher fiel das Plus mit 5,9% für den Nebenwerte-Index SDAX aus.

Nach den starken Jahren 2012 und 2013 ging den kleineren und mittelgroßen Werten im SDAX und MDAX in 2014 also die Puste aus.

Vor allem die Konjunkturängste in der Eurozone und die Sorgen um eine Eskalation der Krise in Russland / Ukraine belasteten die stark exportabhängige deutsche Wirtschaft. Die schwache Aktien-Performance der deutschen Indizes hatten viele Anleger nach den guten Vorjahren nicht auf dem Zettel.

US-Aktienmarkt wieder einmal stark

Anders sah es für Aktien-Investoren in 2014 in den USA aus. Der wichtige Leitindex S&P 500, der die 500 größten US-Unternehmen umfasst, schloss zum Jahresende bei 2.058 Punkten. Damit konnte der S&P mit einem Jahresplus von 11,4% zweistellig zulegen.

Die deutlich bessere Wertentwicklung des S&P 500 gegenüber dem DAX spiegelt auch die Stärke der US-Wirtschaft wieder, die in 2014 stark gewachsen ist.

Während die offiziellen Daten für das 4. Quartal noch ausstehen, fielen vor allem die hohen Zuwachsraten im 2. Quartal (+4,6%) und 3. Quartal (+3,9%) beeindruckend aus. Dies bedeutet den stärksten Konjunkturaufschwung in einer 6-Monats-Periode seit 2003.

Die Stärke des US-Markts hat viele Privatanleger genauso überrascht wie die relative Schwäche des DAX.

Für Sie keine Überraschung: Ich habe Ihnen im Newsletter bereits seit Beginn des abgelaufenen Jahres mehrfach geschrieben, dass der US-Aktienmarkt sich gemäß meiner Analyse vor allem angesichts der besseren Konjunkturentwicklung besser entwickeln würde als der DAX.

Ich werde Sie auch im neuen Jahr regelmäßig über meine Einschätzungen zu den verschiedenen Weltregionen auf dem Laufenden halten.

5. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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