Ruhrbahn setzt auf Wasserstoff-Busse

Wasserstoff Tankstelle – AA+W ado

Die Ruhrbahn setzt auf Wasserstoff-Busse. Die Brennstoffzellen könnte Cummins liefern. Der US-Konzern eröffnet im Sommer in Herten eine große Wasserstoffanlage. (Foto: AA+W / Adobe Stock)

Die umweltfreundliche Wasserstoff-Technologie erobert immer mehr Lebensbereiche. Ein ganz aktuelles Beispiel heute hier im Schlussgong: die Ruhrbahn will ihre Busflotten in Essen und Mülheim zukünftig komplett auf Wasserstoff-Antrieb umstellen. Bis zum Jahr 2033 sollen allein für den Betrieb in Essen 212 H2-Busse (= Wasserstoff-Busse) angeschafft werden. Für Mülheim kommen 46 weitere Exemplare hinzu.

In Essen sollen die ersten 13 Wasserstoff-Busse bereits im Jahr 2024 eintreffen. Im gleichen Jahr wollen die Verkehrsbetriebe zudem die ersten beiden Wasserstoff-Tankstellen in Essen und Mühlheim in Betrieb nehmen.

Investitionsoffensive für Wasserstoff-Betrieb

Für diese Beschaffungsoffensive plant die Ruhrbahn allein für Essen ein Investitionsprogramm in Höhe von knapp 140 Mio. Euro. Zusätzlich werden Investitionen für die Errichtung von Wasserstoff-Tankstellen nötig. Prognostiziert wird hier ein Investitionsvolumen von 10,4 Mio. Euro.

Für die Werkstätten und die Planung und den Bau einer Energiezentrale werden weitere Investitionen in einem Gesamtvolumen von rund 5,7 Mio. Euro notwendig. Diese Zahlen gehen aus einer Meldung der Stadt Essen hervor.

Die Kosten für die Stadt sollen durch Förderungen deutlich gesenkt werden. Interessant ist auch, dass die Ruhrbahn den Einsatz von Batterie-elektrischen Bussen ausschließt, da diese „auf fast allen Linien teurer“ seien. Das unterstreicht meine Einschätzung, dass Wasserstoff mehr Sinn macht, wenn große Lasten über längere Strecken bewegt werden sollen.

Noch nicht klar ist, woher die Ruhrbahn den Wasserstoff beziehen will und wer die Busse und die darin enthaltenen Antriebssysteme liefert. Bei letzterem könnte ein Unternehmen helfen, das die Stammleser unter Ihnen bereits kennen und das ganz in der Nähe von Essen und Mülheim, in Herten, eine große Wasserstoffanlage baut. Die Rede ist von Cummins.

Cummins baut Wasserstoffanlage in Herten

Der US-Konzern gab bereits vor einigen Wochen bekannt, dass man im Sommer 2021 eine neue Anlage in Herten eröffnen will, die sich im ersten Schritt auf die Montage von Brennstoffzellensystemen für Alstom, den globalen Marktführer für wasserstoffbetriebene Züge, konzentrieren will.

„Die Entscheidung, diesen neuen Standort für Brennstoffzellensysteme in Deutschland zu eröffnen, ist ein Beweis für das Engagement von Cummins, unsere Wasserstoffkapazitäten zu beschleunigen. Diese Einrichtung wird uns besser in die Lage versetzen, Kunden in Europa zu unterstützen und unsere Position als Marktführer bei der Gestaltung der Wasserstoffwirtschaft von morgen strategisch zu stärken “, sagte Cummins-Managerin Amy Davis.

Matthias Müller, Bürgermeister von Herten, kommentiert das wie folgt: „Es ist fantastisch, einen Global Player wie Cummins in unseren Park aufzunehmen.“ Die neue Cummins-Anlage soll im Juli dieses Jahres eröffnet werden und in Herten neue Arbeitsplätze im Bereich der sauberen Technologie schaffen.

Laut meinen Analysen ist die Cummins-Aktie ein attraktives Wasserstoff-Investment, das nach wie vor nicht überbewertet ist. Weitere Details zu Cummins finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“. Dort finden Sie zudem weitere aussichtsreiche Wasserstoff-Empfehlungen.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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