Russland: Ölpreis sorgt weiterhin für viel Wirbel

Schon seit geraumer Zeit sorgt der Ölpreis für Schlagzeilen:

Über Jahre hinweg hatten wir hier uns nur an starke Steigerungen gewöhnt. Doch zuletzt ging es vornehmlich um massive Preisrückgänge.

Vordergründig wird als Auslöser für den schwachen Preis immer das massive Überangebot beim Öl als Grund angegeben.

Doch hinter dem jetzt schon länger andauernden niedrigen Ölpreis steht noch viel mehr.

Das habe ich an dieser Stelle schon im Januar 2015 thematisiert. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Text:

Russlands Wirtschaft schrumpft immer weiter

„Beim Öl wird Russland durch Beschneiden einer seiner Haupteinnahmequellen zusätzlich zu den westlichen Sanktionen in die Enge getrieben.

Ziel solcher politisch motivierter Aktionen ist es, den Druck auf Russland weiter zu erhöhen. Das führt zu einer Wirtschaftskrise in Russland.

Selbst wenn der Preis für Rohöl bei 60 Dollar pro Barrel bleiben würde, hätte das eine Reduzierung der russischen Wirtschafts-Leistung im Jahr 2015 um fast 5% zur Folge.

Sie sehen: Der Ölpreis ist also weit mehr als nur ein Barometer für die Stimmung an den Finanzmärkten. Der Ölpreis kann eben auch als politische Waffe eingesetzt werden.

Die Länder mit einer starken Abhängigkeit von der Ölproduktion leiden eben besonders unter dem Preisverfall. Besonders drastisch werden die Folgen somit auch in Russland sein.

Das erinnert mich an die Russland-Krise 1998, die zu massiven weltweiten Einbrüchen an den Aktienbörsen führte. Genau das droht jetzt auch wieder.

Russland ist als Land schon so wichtig, dass es massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hat. Daher hätte eben eine Krise dort auf jeden Fall auch massive Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.“

Soweit meine Einschätzung aus dem Januar 2015 zum niedrigen Ölpreis.

Und so ist es dann wirklich gekommen

Mittlerweile steht fest, dass die russische Wirtschaft 2015 um mindesten 3,7% geschrumpft ist. Für das laufende Jahr halten zahlreiche Experten einen weiteren Abschwung von fast 2% für möglich.

Doch von diesen Turbulenzen in Russland hört man in diesen Tagen kaum noch etwas. China wird als nahezu alleiniger Belastungs-Faktor dargestellt – doch das führt in die Irre.

Fazit

Sie sehen daran nur: Es gibt eben mehr als nur einen Krisenherd. Daher ist das Risiko für weitere Einbrüche an den Finanzmärkten extrem groß.

26. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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