RWE legt überzeugende Zahlen vor

RWE

RWE setzt vermehrt auf grüne Energie und wird so zum Profiteur des Wasserstoff-Booms. Jüngst hat das Unternehmen starke Zahlen vorgelegt. (Foto: Gina Sanders/AdobeStock)

Das Thema Wasserstoff nimmt hier im „Schlussgong“ seit einigen Jahren eine große Rolle ein. Immer wieder berichte ich Ihnen von spannenden neuen Entwicklungen aus der Wasserstoffbranche und aus dem Bereich der Brennstoffzellentechnologie.

Darüber hinaus versorge ich Sie regelmäßig mit Informationen zu Unternehmen aus dem Bereich der regenerativen Energien, da grüner Strom eine zwingende Voraussetzung für eine CO2-freie Wasserstoffwirtschaft ist.

Heute blicken wir auf die vorläufigen Zahlen für 2020 des Energieversorgers RWE, bei dem erneuerbare Energien eine immer größere Rolle spielen und der auch Profiteur des Wasserstoff-Booms ist. Bevor wir auf die jüngsten Zahlen schauen, möchte ich Ihnen kurz noch erläutern, wie und warum RWE vom Wasserstoff-Boom profitiert.

Profiteur des Wasserstoff-Booms

RWE ist schon jetzt drittgrößter Produzent von regenerativen Energien. Und RWE will künftig 1,5 bis 2 Mrd. Euro jährlich in den Ausbau dieses Geschäfts investieren. Ziel ist es, die Produktionskapazität in den Bereichen Windkraft und Solar bis Ende 2022 auf über 13 Gigawatt auszuweiten. Ende 2019 waren es noch 8,7 Gigawatt.

Als einer der führenden Anbieter erneuerbarer Energien profitiert RWE auch vom Wasserstoff-Boom. Aus ökologischer Sicht ist „grüner Wasserstoff“ erste Wahl. Denn bei diesem stammt der eingesetzte Strom zu 100% aus erneuerbaren Quellen.

Vorläufige Zahlen über den Erwartungen

Blicken wir nun auf die jüngsten Zahlen: Nach Analyse der vorläufigen Ergebnisse während des noch laufenden Jahresabschlussprozesses wurde die Prognose für das Geschäftsjahr 2020 nach Angaben des RWE-Managements übertroffen.

Insbesondere der Energiehandel entwickelte sich gegen Jahresende deutlich besser als angenommen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) des RWE-Konzerns wird voraussichtlich bei 3,2 Mrd. Euro liegen und damit das obere Ende der prognostizierten Bandbreite von 2,7 bis 3,0 Mrd. Euro überschreiten.

Für das bereinigte EBITDA im Kerngeschäft werden 2,7 Mrd. Euro angenommen, es liegt damit über dem oberen Ende der prognostizierten Bandbreite von 2,15 bis 2,45 Mrd. Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) wird im Bereich von 1,8 Mrd. Euro erwartet gegenüber einer vorher kommunizierten Spanne von 1,2 und 1,5 Mrd. Euro.

Das bereinigte Nettoergebnis wurde zuvor in einer Bandbreite von 0,85 bis 1,15 Mrd. Euro gesehen und dürfte nun bei 1,2 Mrd. Euro herausgekommen sein. Die endgültigen Zahlen für 2020 werden Mitte März veröffentlicht. Die jetzt vorgelegten vorläufigen Zahlen konnten aber schon auf ganzer Linie überzeugen.

2,4% Dividendenrendite und ein schönes Kursverlauf

Überzeugen können auch die Dividende von 0,85 Euro je Aktie (auf Basis des aktuellen Kurses bedeutet das 2,4% Dividendenrendite) und die Kursentwicklung der vergangenen Monate. Die RWE-Aktie legte seit dem Corona-Tief im März des vergangenen Jahres in der Spitze schon wieder um über 90% zu.

Zuletzt gab der Kurs wieder etwas nach, was langfristig orientierten Anlegern aus meiner Sicht eine gute Einstiegsgelegenheit bieten könnte. Schauen wir uns zum Schluss noch den 1-Jahres-Chart der RWE-Aktie an:

Quelle: www.aktienscreener.com/rolf-morrien

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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