RWE-Tochter Innogy vor Börsengang

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Die RWE-Tochter Innogy geht diesen Freitag an die Börse. Lesen Sie jetzt alles Wichtige zu diesem Thema. (Foto: Tobias Steinert / shutterstock.com)

Der deutsche Aktienmarkt startete heute schwach, konnte die Verluste im Tagesverlauf aber weitgehend wieder aufholen. Am Ende verlor der DAX nur 0,3% und erreichte 10.585 Punkte.

Größere Schwankungen – auch bei den Einzelwerten – sind in der 2. Wochenhälfte zu erwarten.

Am Freitag dieser Woche ist es soweit: Die RWE-Netzwerk-Tochter Innogy wird an diesem Tag ihr Börse-Ddebüt geben. Es könnte der größte deutsche Börsengang seit 16 Jahren werden.

Innogy agiert schon jetzt vollkommen unabhängig vom Mutterkonzern RWE. Und in dieser Woche geht das Unternehmen an die Börse.

Der Börsengang von Innogy steht unter komplett anderen Vorzeichen als der kürzlich erfolgte Börsengang der E.ON-Tochter Uniper. Dazu erfahren Sie in einer Fortsetzung des heutigen Artikels mehr.

Heute will ich mich zunächst mit Innogy beschäftigen, bevor ich dann in der Fortsetzung auf die Unterschiede der Börsengänge von Uniper und Innogy eingehe.

Geschätzter Börsenwert von Innogy liegt bei bis zu 25 Mrd. €

Innogy wird mit einem Ausgabepreis von 32 – 36 € je Aktie an die Börse gehen. Das gab das Unternehmen vor wenigen Tagen bekannt.

Es werden im Rahmen des Börsengangs jedoch nur rund 20% des Konzerns verkauft. Die restlichen Anteile bleiben im Besitz von RWE. Damit bleibt RWE Mehrheits-Eigentümer von Innogy.

Der Anteil von Innogy, der im Zuge des Börsengangs verkauft wird, entspricht voraussichtlich rund 139 Mio. Aktien.

Etwa 56 Mio. neue Aktien sollen im Rahmen einer Kapital-Erhöhung von Innogy platziert werden. 45,5 Mio. Aktien kommen aus dem Bestand der Innogy-Mutter RWE hinzu.

Bei einer großen Nachfrage, die sich bereits klar abzeichnet, werden außerdem bis zu 37,9 Mio. weitere Innogy-Aktien ausgegeben.

Der sich daraus ergebende Börsenwert von Innogy würde sich auf 23 bis 25 Mrd. € belaufen. Insgesamt könnten RWE und Innogy im Rahmen dieses Börsengangs etwa 5 Mrd. € einsammeln.

Damit wäre der Börsengang von Innogy der größte in Deutschland seit dem IPO der Deutschen Post im Jahr 2000. Nach dem Sprung auf das Börsen-Parkett winkt der RWE-Tochter Innogy zudem ein schneller Aufstieg in den MDax.

Das passiert mit dem Erlös aus dem Innogy-Börsengang

Vom Verkaufs-Erlös der neuen Innogy-Aktien (also aus der Kaptal-Erhöhung) gehen 1,8 – 2 Mrd. € an Innogy.

Dort soll das Geld in das Geschäft mit den Netzen, dem Vertrieb und der Ökostrom-Erzeugung investiert werden. Der übrige Erlös für die Aktien aus dem Bestand der Innogy-Mutter RWE geht an den Mutterkonzern.

Es handelt sich hier um eine Summe von 1,5 – 3 Mrd. €. Bei RWE wird das Geld dringend benötigt, um die teuren Verpflichtungen aus der Zwischen- und Endlagerung des Atommülls zu erfüllen.

Fazit

Wie fast immer im Zusammenhang mit Neuemissionen (Börsengängen) rate ich auch hier zumindest in der Startphase vom Kauf der Innogy-Aktie ab.

Der Grund: Ich empfehle in den meisten Fällen, sich nicht an Börsengängen zu beteiligen bzw. Aktien unmittelbar nach einem Börsengang zu erwerben.

Stattdessen sollten Sie die Aktie ggf. etwas später kaufen, wenn erste Quartals-Berichte vorliegen und das Geschäft nach Beendigung der Börsengang-Werbemaßnahmen besser beurteilt werden kann.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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