Sachwerte voran: Diamanten als Anlageobjekt ab Sommer 2012

Die Geldflut in Europa wird neue Dimensionen annehmen, das heißt:

Wenn die aktuellen Zeichen aus der Politik nicht grob täuschen.

Spanien wird Geld benötigen, Frankreich und Griechenland ebenso, wie zu erfahren ist.

Vor allem wenn Griechenland aus der Eurozone ausscheidet, wie diskutiert wird, ist die Luft für den verbleibenden Euroraum langsam dünner. Denn auch danach wird die Euroregion Athen nach allen vorliegenden realistischen Modellen weiterhin stützen.

Schulden zu hoch

Schon jetzt reichen die Schätzungen alleine für unseren Bundeshaushalt in einen hohen Milliarden-Bereich. Beachten Sie zudem:

Die Bankenkrise in Spanien hat mit der Verstaatlichung der „Bankia“ – dem viertgrößten Institut des Landes – erst begonnen. Wir rechnen für die kommenden Monate mit weiteren Bank-Konkursfällen oder staatlichen Rettungsaktionen.

Wie auch immer die einzelnen Maßnahemn aussehen, sie kosten jeweils viel Geld.

EU druckt Geld

Schon jetzt ist überdeutlich, dass der Euroraum weiter Geld drucken muss. Das heißt, die EZB (europäische Zentralbank) wird Anleihen aufkaufen, die sich ansonsten – zumal für die laufenden Zinsen – nicht verkaufen lassen.

Zudem wird sie Banken Kreditmöglichkeiten bieten, wobei Kredite neue Geldmengen darstellen – laut Gelddefinition.

Dagegen können Sie sich schützen, wenn Sie in Sachwerte investieren. Dazu zählen Aktien, Immobilien oder Rohstoffe wie Edelmetalle (Gold, Silber). Allerdings werden inzwischen auch Diamanten empfohlen – dazu folgende Anmerkungen:

  • Diamanten sind seit Jahrhunderten begehrtes Tauschmittel und daher prinzipiell interessant.
  • Diamanten eignen sich seit langer Zeit auch deshalb, weil sie klein und kompakt und damit mobilisierbar sind. Auf der anderen Seite gilt dementsprechend:
  • Für „normale“ Investitionen sind Diamanten an sich gar  nicht gedacht. Dafür ist es zu schwierig, permanent faire Preise zu erfahren.
  • Alleine die Bewertungsrankings über vier verschiedene Kategorien wie Farbe, Gewicht, Schliff und Reinheit erlauben es nahezu keinem privaten Investor, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Dabei wären Sie wieder auf Juweliere angewiesen.

Deshalb scheinen Fonds die einzige Möglichkeit des soliden Investments: Diamantenfonds versammeln die Edelsteine im eigenen Portfolio und beteiligen Investoren an der Wertentwicklung.

Wenn Sie keine Ambitionen haben, sich diese ausliefern zu lassen, sind Fonds eine gute Investitionsbrücke. Allerdings gilt auch hier:

Die Wertanlage ist schwierig zu kalkulieren.

GeVestor meint: Neu ist der Fonds einer Gesellschaft namens Pretagus unter www.pretagus.de. Die Gebühren liegen bei 1,5%, sodass diese Investition gebührenseitig relativ günstig ist.

Allerdings müssen Investoren Mindesteinlagen von 5.000 Euro erbringen und die Summe zumindest ein Jahr lang stehen lassen. Das Risiko ist daher nicht unbeträchtlich. Wir meinen dazu:

Diamanten in Form von Fonds sind allenfalls als Beimischung geeignet, auch angesichts der neuen Geldflut. Sachwerte sind 2012 die Anlageklasse schlechthin. Setzen Sie daher auch auf Aktien.

15. Mai 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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