Salesforce: Kursrally des Cloud-Giganten zieht kompletten Sektor nach oben

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Nach positiven Analystenkommentaren schießt die Salesforce-Aktie auf neues Rekordhoch. Der Aufschwung des Cloud-Giganten zieht alle anderen mit nach oben. (Foto: Bjorn Bakstad / shutterstock.com)

Nach Vorlage der Zahlen des Cloud-Pioniers Salesforce zum dritten Quartal Anfang Dezember zeigten sich die Anleger noch enttäuscht und sorgten für stärkere Kursverluste. Zwar wurde der Umsatz gesteigert, dennoch musste der Konzern einen Verlust von 109 Millionen Dollar verbuchen.

Allerdings währte die Kursschwäche nicht lange. Nachdem zahlreiche Analysten der Aktie zuletzt hohes Kurspotenzial bescheinigt haben, kletterten die Papiere bis auf über 173 Dollar und erreichten damit das höchste Niveau der kompletten Firmengeschichte. Inzwischen erreicht der Börsenwert beachtliche 153 Milliarden Dollar.

Alles dreht sich um die Cloud

Die sogenannte Cloud ist wohl eines der am häufigsten verwendeten Schlagwörter der letzten Jahre. Ein nachhaltiger Trend mit hohen Wachstums-Chancen ist sie auf jeden Fall. Cloud Computing beschreibt die Bereitstellung von IT-Infrastruktur und IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungs-Software als Service über das Internet.

Dabei bieten die Dienste aus der Wolke den Nutzern zahlreiche Vorteile: Cloud Computing entbindet nämlich den Nutzer von der kostenintensiven Bereitstellung, Installation und Betreuung eigener Rechensysteme. Einer der größten Player im Cloud-Bereich ist der US-Konzern Salesforce.

Salesforce im Portrait

Salesforce gilt als Cloud-Pionier. Mit Hilfe der Lösungen lassen sich Unternehmen mit Kunden, Lieferanten und anderen Partnern über verschiedene Kanäle (bspw. Smartphone, Tablet oder Notebook) via Cloud vernetzen. Die Cloud-Lösung von Salesforce macht die Anschaffung eigener Software und Hardware für Unternehmen obsolet, Kosten und Zeitaufwand für die Implementierung und Wartung der Infrastruktur fallen zum größten Teil weg.

Wachstumsstory par excellence

Salesforce wurde 1999 von Marc Benioff gegründet mit der Vision, Customer Relationship Management (CRM) neu zu definieren. Es war das 1. Unternehmen, das Software über die Cloud anbot. Mit diesem neuen Cloud-Computing-Ansatz hat es die Art und Weise, wie Software heute bereitgestellt und genutzt wird, komplett revolutioniert und die gesamte Branche grundlegend verändert. Dabei zeigte der Technologie-Konzern ein beeindruckendes Wachstum: Immerhin kletterten die Erlöse von 51 Mio. Dollar im Jahr 2003 auf 13,28 Mrd. Dollar im vergangenen Geschäftsjahr.

Nach fünf Verlustjahren in Folge hat der Cloud-Spezialist 2017 wieder die Gewinnzone erreicht und seither seine Gewinnspanne von 3,83% auf zuletzt 8,36% steigern können.

Wachstumsdynamik weiter hoch

Auch für die Zukunft zeigt sich der Konzern ausgesprochen zuversichtlich und sieht keine nachlassende Wachstumsdynamik. In den nächsten vier Jahren will Salesforce den Unternehmensumsatz durchschnittlich jährlich um mehr als 20% organisch steigern. Das bedeutet, dass zukünftige Akquisitionen in den Prognosen noch gar nicht integriert sind.

Integration der Zukäufe eine Mammutaufgabe

In der Vergangenheit spielten bei dem US-Konzern Zukäufe eine große Rolle. So übernahm der Konzern im vergangenen Jahr für rund 15,7 Mrd. US-Dollar den Analytics-Spezialisten Tableau Software. Der Anbieter ist auf die Analyse und Visualisierung von Daten spezialisiert. Die zur Selbstbedienung ausgelegten Dienste von Tableau nutzen weltweit über 85.000 Kunden – von denen viele wie etwa Netflix, Verizon und Southwest Airlines auch Anwender der SaaS-CRM-Software von Salesforce sind.

Zudem kaufte Salesforce für 1,35 Mrd. US-Dollar das Unternehmen ClickSoftware und vor gut einem Jahr den Anbieter von Integrationslösungen Mulesoft für beachtliche 6,5 Milliarden Dollar. So strategisch sinnvoll die Zukäufe auch sind, die Integration der übernommenen Firmen dürfte alles andere als trivial sein. Die Anleger scheinen das Risiko momentan aber in den Hintergrund zu drängen und fokussieren sich voll auf die (durchaus vorhandenen) Wachstumschancen.

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Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

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