Salzgitter AG Aktienkurs: Die Analyse unseres Experten

Die Geschichte der Salzgitter AG geht bis auf das Jahr 1858 zurück.

Der Stahlkonzern ist somit eine der ältesten Aktiengesellschaften in Deutschland.

Unternehmensportrait

Seit der Übernahme der Mannesmannröhren-Werke im Jahr 2000 ist das Unternehmen der Weltmarktführer im Bereich der Großrohre.

Der Hauptsitz der Salzgitter AG ist in der gleichnamigen Stadt in Niedersachsen angesiedelt. Das Bundesland Niedersachsen hält etwa 26 Prozent der Aktien.

Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG ist Heinz Jörg Fuhrmann und das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2010 durchschnittlich 25.124 Mitarbeiter.

Durch die breite Produktionspalette der Aktiengesellschaft konnte sich der Konzern unter den größten Stahlunternehmen Europas positionieren. Hinter der ThyssenKrupp AG nimmt Salzgitter in Deutschland den zweiten Platz in der Stahlbranche ein. Die Salzgitter AG produziert unter anderem Flachstahl, Rohre, Grobbleche und Träger.

Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise und der erheblichen Verteuerung der Rohstoffe konnte sich die Aktie der Salzgitter AG wieder nach und nach erholen.

Die kräftigen Umsatzeinbuße und Verluste des Geschäftsjahres 2009 konnte die Salzgitter AG noch nicht wieder gänzlich ausgleichen, befindet sich jedoch seit dem Geschäftsjahr 2010 mit einem Gesamtumsatz von 8,305 Milliarden Euro wieder auf einem guten Weg.

Umsatzplus im ersten Halbjahr 2011

Für das erste Halbjahr 2011 legte die Salzgitter AG sehr gute Zahlen vor. Im Vergleich zur Vorjahresperiode konnte der Umsatz um satte 18 Prozent gesteigert werden und lag bei etwa 4,77 Milliarden Euro. Auch das EBT konnte maßgeblich verbessert werden.

Der Konzern profitierte einerseits von den erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen und andererseits von der starken Nachfrage im Stahlbereich. In den vergangenen sechs Monaten boomte die Maschinenbau- und Automobilindustrie, was sich auch positiv auf die Auftragslage von Salzgitter auswirkte.

Die leichte Eintrübung der Konjunktur in Deutschland und Europa sowie die Entwicklung des Stahlpreises veranlasste die Aktiengesellschaft allerdings dazu, die Gewinnerwartungen für die kommenden Geschäftsjahre 2012 und 2013 leicht zu senken.

Deutliche Unterbewertung der Salzgitter Aktie

Für viele Analysten zählt die Salzgitter Aktie zu den Titeln, deren Wert seit Ende Juli unverhältnismäßig stark eingebrochen ist. So deuten auch die fundamentalen Kennzahlen auf eine Unterbewertung der Aktie hin.

Das KGV von knapp 9 und das PEG von 0,2 belegen diese These eindrucksvoll. Auch das Kurs-Buchwert- (0,5) sowie das Kurs-Umsatz-Verhältnis (0,2) schneiden überdurchschnittlich ab.

Neben den kursbezogenen Kennzahlen überzeugt auch die sehr solide Eigenkapitalquote von rund 44 Prozent, welche die Salzgitter AG im brancheninternen Vergleich gut dastehen lässt. Lediglich die Dividendenrendite von 1,5 Prozent ist als unterdurchschnittlich zu bewerten.

Gutes Aussichten trotz Eintrübung der Konjunktur

Bereits vor dem Kurseinbruch vor gut zwei Monaten war die Salzgitter Aktie leicht unterbewertet. Aktuell liegt der Titel bei etwa 40 Euro – Tendenz wieder steigend. Nicht nur aufgrund des  jährlichen Umsatzes von mehr als neun Milliarden Euro bei einem Marktwert von rund zwei Milliarden Euro ist weiterhin mit Erholung zu rechnen.

Gegen den Titel sprechen die offensichtliche Abkühlung der Konjunktur und gehemmte Investitionen des öffentlichen Sektors. Da das Unternehmen derzeit allerdings stark ausgelastet ist und sich daran kurzfristig nicht viel ändern dürfte, überwiegen die positiven Aspekte.

Analysten sehen nicht selten großes Potenzial für den Titel und schätzen das Kursziel auf 50 Euro und mehr.

Analyse der Salzgitter Aktie

* Bewertung nach Schulnotensystem

Die Kennzahlen und Auswertungen richten sich im Kern nach Benjamin Grahams Fundamentalanalyse: https://www.gevestor.de/shop/details/intelligent-investieren.html

30. März 2011

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Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.

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