Samsung und ARM profitieren vom Smartphone-Boom

Samsung blieb auch 2012 ungebremst auf Erfolgskurs und präsentierte hervorragende Zahlen.

Der Umsatz stieg um über 20%. Dabei wuchs die Digital Media-Sparte mit rund 80% am stärksten. Das Smartphone-Geschäft boomt.

Mit Premiumpreisen und sinkenden Herstellungskosten legte die Marge überproportional zu. Der Gewinn lag sogar über unseren Erwartungen und verzeichnete ein sattes Plus von 78%.

Konkurrenzkampf mit Apple verschärfte sich

Trotz verlorener Gerichtsprozesse um Patentstreitigkeiten in Deutschland, den USA und Japan ließ Samsung den Konkurrenten weit hinter sich.

Im Smartphone-Geschäft punktete zuletzt das Galaxy S-III mit hohen Umsatzzahlen. Die vorzeitige Markteinführung und das technische Know-how sorgten für steigende Marktanteile im Handymarkt.

Mit dem Nachfolgerprodukt, dem Galaxy S-IV, verspricht sich Samsung ähnliche Erfolge. Während ältere Modelle als Mittelklasseprodukte angeboten wurden, besticht das neue Smartphone mit technischen Innovationen und Leistungsfähigkeit.

Das Marketingkonzept ist aggressiver gestaltet und spricht eine breitere Kundengruppe an. Apple lässt dagegen wieder einmal auf sein neues iPhone warten.

Tablet-Absatz soll gesteigert werden

Im Tabletgeschäft erhofft sich Samsung einen vergleichbaren Zuwachs wie bei den Smartphones. Dabei soll der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr verdoppelt werden.

An der Bilanz wird die gesamte Stärke des Konzerns deutlich. Mit einer Eigenkapitalquote von 67% ist Samsung solide finanziert und bereit für neues Wachstum.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine weit überdurchschnittliche Kursentwicklung und behalten die Timing-Einstufung von 5 Sternen bei.

Unternehmensporträt

Die Samsung Electronics Co. Ltd. ist der bedeutendste Produzent von Speicher-Chips und LCD-Fernsehern weltweit und der größte südkoreanische Elektronikartikel-Hersteller.

Das Unternehmen produziert DVD-Spiele, Fernsehapparate, Videorekorder, Digitalkameras, Festplatten, PC-Monitore, Drucker und RAM-Speicherchips. Schwerpunkt sind mittlerweile Smartphones und zunehmend auch Tablets.

Der Smartphone-Boom sorgt bei ARM nach wie vor für profitables Wachstum

Im 1. Quartal stieg der Umsatz um 28,5% und der Gewinn um 38,8%. Der Konzern profitierte aber auch vom starken Dollar.

Denn ARM rechnet die Lizenzgebühren für die Chip-Designs sowie die Abgaben für jedes verkaufte Gerät, das auf der Chip-Architektur von ARM beruht, zum großen Teil in der US-Währung ab.

Die von ARM entwickelten Chips stecken mittlerweile in fast allen Smartphones, auch in denen von Apple und Samsung. Aufgrund der Dominanz in diesem Bereich laufen die Geschäfte bei den Briten besser als bei anderen Halbleiter-Herstellern.

Aber auch in Tablets, Digitalkameras, Fernsehern, Set-Top-Boxen oder Netzwerkrechnern sind Chips von ARM eingebaut. Rund ein Drittel aller Geräte sämtlicher Unterhaltungselektronik sind mit ARM-Chips bestückt.

Dennoch kann sich selbst ARM nicht vollständig von der allgemeinen Branchenschwäche abkoppeln und erwartet im 2. Quartal ein geringeres Wachstum. Wir halten 20% für realistisch.

Im Gesamtjahr will der Konzern das Marktwachstum übertreffen

Der Umsatz dürfte daher um mindestens 17% steigen. Künftig wird ARM in neue Bereiche vorstoßen und auch sogenannte Embedded Chips für Fahrzeuge und Haushaltsgeräte entwickeln. Dieser Markt soll bis 2016 um 23% auf 47,3 Mrd $ anwachsen.

ARM ist eine Ausnahme in einer Branche, die große Schwankungen gewohnt ist. Das Timing belassen wir bei 4 Sternen.

Zur Jahresmitte geht CEO Warren East in den Ruhestand. Sein Nachfolger, Simon Segars, ist aber auch schon seit 1991 im Konzern. Einen grundlegenden Strategiewechsel erwarten wir deshalb nicht.

Unternehmensporträt

Die 1990 gegründete britische ARM Holdings entwickelt Prozessoren für Mobiltelefone, Tablets, herkömmliche Computer, Server, Set-Top-Boxen, Navigationsgeräte, Spielekonsolen und Fernseher mit Internetanschluss.

ARM produziert die Prozessoren aber nicht selbst, sondern übernimmt nur das Design der Plattform, das dann an Halbleiter-Produzenten und Gerätehersteller lizenziert wird.

18. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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