SAP hat allen Grund zum Optimismus

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Nach den SAP-Zahlen nehmen die Anleger Gewinne mit. Langfristig stehen die Chancen auf weitere Höchststände aber gut. (Foto: photobyphm / Shutterstock.com)

So langsam hält auch hierzulande die Quartalsberichtssaison Einzug. Am gestrigen Tag veröffentlichte die Walldorfer SAP ihre Bücher – dabei fiel das Geschäft im letzten Quartal erfreulich aus. Auch die Prognosen für das gerade begonnene Geschäftsjahr wurden angehoben.

Neues Führungsduo

Die Zahlen, die gestern zur Veröffentlichung anstanden, wurden vom neuen Führungsduo präsentiert: Die Vorstandschefs Jennifer Morgan und Christian Klein hatten Mitte Oktober die Nachfolge des bisherigen Konzernchefs Bill McDermott angetreten – und hatten mit dieser Publikation das erste Mal die Gelegenheit, im Rampenlicht zu stehen.

Anhebung der Prognose für 2020

Für 2019 wurden die Jahresziele erreicht: Auf Grund des beschlossenen Stellenabbaus ging der Gewinn (wie erwartet) um 17% auf 3,39 Mrd. Euro zurück. Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis konnte jedoch um 15 Prozent auf 8,21 Mrd. Euro zulegen, die operative Marge stieg von 29% auf 29,7%.

Europas größter Softwarehersteller hat zugleich die Prognosen für das laufende Jahr angehoben und rechnet beim um Sondereffekte bereinigten Betriebsergebnis nun mit einem Wert zwischen 8,9 und 9,3 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz soll 2020 zwischen 29,2 und 29,7 Mrd. Euro landen – und damit ebenfalls deutlich über den bisherigen Prognosen.

Cloud-Geschäft als Wachstumstreiber

Als Wachstumstreiber erwies sich für SAP einmal mehr das Cloud-Geschäft, das um 39% auf 6,93 Mrd. Euro zulegte. Immer mehr Kunden setzen auf Programme und Dienstleistungen aus dem Netz, die auf Knopfdruck nutzbar sind.

Positive Überraschung kündigte sich bereits an

Bereits in der vergangenen Woche zeichnete sich ab, dass die Zahlen eine positive Überraschung bieten könnten. Der Grund für diesen Optimismus waren die Zahlen von IBM. Der amerikanische Technologiekonzern hatte zum Jahresende trotz anhaltender Schwächen im IT-Kerngeschäft ein ganz leichtes Umsatzplus geschafft. Dabei übertraf dieser erste Geschäftszuwachs seit sechs Quartalen die Prognosen und sorgten für eine deutliche Stimmungsaufhellung bei den Technologiewerten. Das diese begründet war, zeigen nun die Zahlen aus Deutschland.

Positive Kennziffern

Auch die Fundamentaldaten stimmen bei SAP: Mit einer Eigenkapitalquote von über 50% verbunden mit einer zweistelligen Eigenkapitalrendite gibt es ein weiteres Argument für die SAP-Anteilsscheine. Zudem kommt der Konzern auf ein im Branchenvergleich immer noch relativ moderates 2020er-KGV von 28.

Anleger nahmen Zahlen zum Anlass für Gewinnmitnahmen

Dass die Anleger sich gestern das Motto „sell on good news“ zu Herzen nahmen, sollte langfristig orientierte Anleger nicht stören. Der Cloud-Boom wird die Geschäfte von SAP in den nächsten Jahren weiter voran treiben. Auch von der Charttechnik her befindet sich die Aktie weiterhin in einem intakten Aufwärtstrend befindet.

Ich sehe gute Chancen, dass es SAP gelingen wird, seinen Status als wertvollstes deutsches Unternehmen weiter auszubauen.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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