Sartorius-Aktie entwickelt sich zum Dauerläufer

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Die Sartorius-Aktie hat einen tollen Lauf. Eine negative Überraschung darf sich das Unternehmen aber nicht leisten. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Auch in diesen Zeiten gibt es Aktien, die sich der turbulenten Börsenphase entziehen können. Der Göttinger Sartorius merkt man beispielsweise das andauernde Hin- und Her bezüglich des Handelskonfliktes kaum an – hier hat sich ein sehr intakter Aufwärtstrend entwickelt.

Unternehmensportrait

Das im südniedersächsischen Göttingen ansässige Unternehmen – mit mehr als 8.000 Mitarbeitern – ist spezialisiert auf Konzeption, Herstellung und Vertrieb von medizinischen Geräten für die Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie. Parallel dazu entwickelt der Konzern mechatronische Geräte für industrielle und Labor Anwendungen.

Erfolgreicher Geschäftsverlauf

Dabei kann sich das Unternehmen über eine unverändert starke Nachfrage nach Technologien zur Herstellung von Biopharmazeutika erfreuen. So konnte der Gewinn im 2. Quartal deutlich zulegen. Auch der Umsatz stieg bereinigt um Wechselkurseffekte um gut 15% auf 459 Mio. Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um 23% auf rund 123,6 Mio. Euro. Insgesamt gab es somit im Quartal, das Ende Juni endete, einen bereinigten Gewinn von 52,9 Mio. Euro, nach 42,6 Mio. Euro im zweiten Quartal des Vorjahres.

Prognoseanhebung

Und auch die Aussichten wurden für das laufende Jahr – anlässlich der Quartalsbilanz – angehoben. So soll der Konzernumsatz nun um etwa 10 bis 14% steigen. Bislang war Sartorius bei den Erlösen von einer Steigerung zwischen 7 und 11% ausgegangen. Vom Umsatz sollen weiterhin etwas mehr als 27 % als bereinigter operativer Gewinn beim Unternehmen hängenbleiben – im vergangenen Jahr lag dieser Wert bei 25,9%.

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Ohnehin kann sich die Performance in diesem Jahr sehen lassen: Im vergangenen Monat wurde eine Unterstützung – nach einigen Gewinnmitnahmen – bei knapp 160 Euro gebildet. Seit Jahresbeginn konnte sich die Aktie allerdings um rund 70 % verbessern und weitere Anstiege sind wahrscheinlich.

„Kriegskasse“ prall gefüllt

Zudem sind auch für die weitere Entwicklung die Grundlagen für Wachstum geschaffen: Es gab im vergangenen Monat die Nachricht, dass Sartorius für künftige Zukäufe schnell große Summen berappen kann. Parallel zu einer Fremdkapitalfinanzierung ist es möglich, zusätzlich rund 2,5 Mio. Euro aus zusätzlichen Eigenkapital einzubringen.

Aktie längst kein Schnäppchen mehr

Qualität hat an der Börse bekanntlich ihren Preis. Dies ist bei Sartorius nicht anders. Die Aktie wird mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 50 bewertet. Dies ist schon sehr ambitioniert. Enttäuschungen darf sich das Unternehmen somit nicht leisten.

Aber Sartorius besticht seit Jahren mit einem zuverlässigen Übertreffen der Prognosen. Solange dieser Trend fortgesetzt werden kann, dürfte auch die Aktie ihren Erfolgskurs weiter gehen. Wer jetzt noch einsteigt, sollte auf jeden Fall im Auge haben, ob die Erwartungen weiter geschlagen werden können- und falls nicht, lieber rechtzeitig aussteigen.


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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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