Sartorius blickt optimistisch in die Zukunft

Sartorius erwartet die Fortsetzung seines Wachstumskurses. Das honorieren die Anleger mit Kursgewinnen. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

In der vergangenen Woche veröffentlichte der Göttinger Pharma- und Laborzulieferer Sartorius seine Quartalszahlen. Bereits im Vorfeld jagte das Unternehmen von einem Rekordstand zum nächsten. Diese Aufwärtsbewegung setzt sich auch nach der Bilanzpublikation fort, was vor allem am positiven Ausblick liegt.

Unternehmensportrait

Der Sartorius Konzern ist ein international führender Labor- und Prozesstechnologie-Anbieter mit den Segmenten Biotechnologie und Mechatronik. Dabei umfasst das Segment Biotechnologie die Arbeitsschwerpunkte Filtration, Fluid Management, Fermentation, Purification und Labor. Im Segment Mechatronik werden insbesondere Geräte und Systeme der Wäge-, Mess- und Automationstechnik für Labor- und Industrieanwendungen hergestellt.

Die wichtigsten Kunden von Sartorius stammen aus der pharmazeutischen, chemischen sowie der Nahrungsmittelindustrie und aus zahlreichen Forschungs- und Bildungseinrichtungen des öffentlichen Sektors. Sartorius verfügt über rund 50 Standorte in mehr als 30 Ländern, davon 19 Produktionsstätten. Inklusive Vertriebsniederlassungen und Handelsvertretungen ist Sartorius in mehr als 110 Ländern vertreten – insgesamt beschäftigt der Konzern 6.900 Mitarbeiter.

Positive Entwicklung 2017

Die Ergebnisse, die jetzt publiziert wurden, waren im Vorfeld bereits halbwegs bekannt: Im vergangenen Jahr konnte Sartorius die Erlöse auf 1,4 Mrd. Euro erhöhen und dabei einen Nettogewinn von 144 Mio. Euro erzielen, was einem Plus von 8,6 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Doch die Fahrt soll sich 2018 weiter beschleunigen. So wird für das laufende Jahr mit einem Umsatzplus von 12% gerechnet.

Optimistische Prognosen bis ins Jahr 2025

Gerade die langfristigen Ziele erscheinen recht ehrgeizig und sorgen bei den Anlegern für Kauflaune: So sollen sich bis zum Jahr 2025 die Umsätze fast vervierfachen und die Marke von 4 Mrd. Euro erreichen. Zudem soll die operative Marge auf rund 28% zulegen. Dabei soll das Wachstum zu zwei Dritteln aus eigener Kraft und zu einem Drittel durch Übernahmen anderer Firmen erreicht werden. Insgesamt also sehr positive Aussichten, die für Kauflaune sorgen.

Aktie trotz hoher Bewertung interessant

Die Aktie, die bereits im Vorfeld nur eine Richtung kannte – in diesem Jahr beträgt der Kursanstieg bereits rund 30% – erreichte nach Vorlage der Zahlen weitere Rekordstände. Insgesamt wird somit eine Marktkapitalisierung von mehr als 7,5 Mrd. Euro erreicht. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp unter 50 erscheint zwar recht hoch, dennoch sind die Aussichten so gut, dass man über diese Kennzahlen einmal großzügig hinwegschauen kann.

Für langfristig orientierte Anleger erscheint ein Investment in diesem Wert aus Südniedersachsen durchaus attraktiv. Aber natürlich darf sich Sartorius bei dieser hohen Bewertung es nicht leisten, seine erfolgsverwöhnten Anleger durch schlechte Zahlen zu enttäuschen. Eine gewisse Risikobereitschaft sollten Sie also mitbringen, wenn Sie sich für die Sartorius-Aktie interessieren.

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Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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