Sartorius – Ende des Höhenflugs?

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Die Sartorius-Aktie ist auch 2020 fantastisch gelaufen. Die Bewertung fällt inzwischen allerdings sehr ambitioniert aus. (Foto: Vintage Tone/Shutterstock)

So langsam gehört die Corona-Krise – zumindest an den Aktienmärkten – offensichtlich der Vergangenheit an. Inzwischen sind die Allzeithochs der weltweiten Börsen wieder ins Blickfeld geraten und die wirtschaftlichen Einbußen, die durch die Pandemie entstanden sind und auch noch entstehen, werden nicht beachtet.

Ein Unternehmen, das vom Kursverlauf ohnehin sehr gut durch die Krise kam, möchte ich Ihnen hier heute vorstellen. Die Sartorius AG. Die Aktie kletterte zwischenzeitlich auf ein neues Allzeithoch, bevor eine Korrektur einsetzte. Die Bewertung ist allerdings immer noch sehr ambitioniert.

Unternehmensportrait

Die in Göttingen ansässige Sartorius AG ist spezialisiert auf Konzeption, Herstellung und Vertrieb von medizinischen Geräten für die Pharma-, Chemie- und Lebensmittelindustrie. Parallel dazu entwickelt der Konzern mechatronische Geräte für industrielle und Labor-Anwendungen.

Für die Anleger sorgte in der Vergangenheit gerade die Sparte Laborprodukte (LPS) für Zuversicht. Und bei der Tochter Sartorius Stedim ist der anhaltende Wachstumstreiber Bioprocess Solutions (BPS) ansässig. Dabei wird die Sparte Laborprodukte höher bewertet als das Bioprozess-Geschäft mit Pharmakunden. Die Sartorius Stedim Papiere sind aus diesem Grund an der Börse günstiger zu haben als die Sartorius-Aktie selbst. Doch eigentlich müsste es genau anders sein – das Segment BPS zählt zu den eigentlichen Wachstumstreibern, verfügt über Fantasie, erforscht Mittel gegen die Corona-Pandemie und ist zudem auch noch rentabler.

Aktie mit rasanter Aufwärtsbewegung

Die Aktie von Sartorius kannte lange Zeit nur eine Richtung – nach oben. Der Coronacrash wurde schnell wieder aufgeholt. Seitdem kletterte der Kurs immer weiter nach oben. Seit Beginn des Jahres gab es einen Zuwachs von rund einem Drittel – auf Sicht der letzten 52 Wochen betrugen die Pluszeichen sogar rund 50%. Doch inzwischen scheint ein wenig Schwung aus dem Wert zu sein – so gab es in den letzten Tagen insgesamt ein Minus von knapp 20%.

Kennzahlen raten zur Zurückhaltung

Auch wenn Sartorius ohne Frage zu den Gewinnern der Krise zählt, ist der Kurs doch sehr weit nach oben gelaufen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 80 mahnt zur Vorsicht. Zudem kann auch die Dividendenrendite, die nicht einmal ein halbes Prozent beträgt, nicht gerade überzeugen. Von diesen Kennziffern aus gesehen, sollte man sich mit einem Engagement – trotz der jüngsten Kursrückgänge zurückhalten.

Umschichtung überlegenswert

Wenn Sie jedoch von den Geschäften der Sartorius AG und gerade vom Geschäft des Bioprozesses des Unternehmens überzeugt sind, sollten Sie sich einmal die Sartorius Stedim Bio näher betrachten. Mit einem KGV von rund 60 ist dieser Kennwert etwas niedriger als bei der Sartorius AG selbst – allerdings immer noch sehr hoch. Auch hier sollte in es Zukunft noch etwas günstigere Einstiegsmöglichkeiten geben.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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