Sartorius: Erfolgreiches Familienunternehmen

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Sartorius ist ein erfolgreiches Familienunternehmen und die Sartorius-Aktie ist seit Jahren einer der Überflieger des deutschen Kurszettels. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Die Aktie des Familienunternehmens Sartorius ist seit einigen Jahren einer der Highflyer des deutschen Kurszettels. Sartorius ist ein international führender Pharma- und Laborzulieferer mit Sitz in Göttingen.

Wer die Firmengeschichte von Sartorius ergründen will, muss tief in die Archive blicken. Das Unternehmen wurde 1870 vom Universitäts-Mechaniker Florenz Sartorius als Feinmechanische Werkstatt F. Sartorius gegründet.

Das junge Unternehmen stellte für die damalige Zeit hochmoderne Analysewaagen und Labortechnik her. 1906 beteiligte der Firmengründer seine drei Söhne am Unternehmen, das 1914 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.

Innovationen im Bereich Wäge- und Filtertechnik

1927 begann das Unternehmen unter dem Firmennamen Membranfiltergesellschaft mbH auch Membranfilter herzustellen. Damit wurde die heutige Bioprozess-Sparte von Sartorius begründet. Als im Jahre 1947 der Firmenchef Erich Sartorius verstarb, übernahm sein Sohn Horst die Geschäftsführung.

Nachdem die Kriegsschäden behoben waren, entwickelte Sartorius seine innovativen Produkte in den Bereichen Wäge- und Filtertechnik konsequent weiter. Seit den 1960er Jahren expandierte das Unternehmen durch Gründung eigener Gesellschaften bzw. Vertriebsbüros ins Ausland.

Börsengang und internationale Expansion

1990 ging die Sartorius AG an die Börse, wurde 2012 in den TecDax und 2018 zusätzlich in den MDax aufgenommen. Die 2000er Jahre waren geprägt durch eine weltweite Expansion. Diese wurde durch Übernahmen bestehender Unternehmen, z.B. der Denver Instrument Company in den USA, aber auch durch den Bau neuer Werke, z.B. in China, und die Eröffnung weiterer Vertriebsbüros vorangetrieben.

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2012 gliederte Sartorius sein operatives Geschäft in die drei Sparten Bioprocess Solutions, Lab Products & Services und Industrial Weighing auf. Die Wägetechniksparte wurde 2014 an das japanische Unternehmen Minebea verkauft.

Sartorius in Zahlen

Sartorius vertreibt seine Produkte, wie z.B. Zellkulturmedien, Fermentation und Laborinstrumente wie Pipetten und Verbrauchsmaterialien weltweit an Unternehmen aus den Bereichen Biotech-, Pharma- und Nahrungsmittel-Industrie.

Ende 2018 beschäftigte Sartorius 8.125 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von 1,566 Mrd. Euro erwirtschafteten. Die Beschäftigtenzahl hat sich im 1. Halbjahr des laufenden Jahres um 586 Personen erhöht.

Auch die kürzlich verkündeten Halbjahreszahlen des Unternehmens können überzeugen: Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr ist der Auftragseingang wechselkursbereinigt um stolze +18,7% angestiegen. Auch der Umsatz hat sich um +15,9% verbessert. Umsatztreiber sind dabei vor allem die Geschäfte in Amerika (+18,9%) und Asien/Pazifik (+19,9%).

Sartorius-Aktie im Blickpunkt

Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren operativ sehr gute Arbeit geleistet. Das zeigen auch die gerade angesprochenen aktuellen Zahlen. Aber Qualität hat meistens ihren Preis. So auch bei der Sartorius-Aktie.

Mir ist der Preis hier augenblicklich zu hoch. Wenn es jedoch größere Rücksetzer gibt, insbesondere dann, wenn sie einer allgemeinen Marktschwäche geschuldet sind, war es in der Vergangenheit stets interessant, sich die Sartorius-Aktie einmal näher anzuschauen (zuletzt erlebt im Dezember des vergangenen Jahres). Danach legte die Aktie bis heute bereits wieder deutlich zu.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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