Sartorius und Stratec mit hohen Wachstumsraten

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Die beiden Medizintechnik-Unternehmen Sartorius und Stratec konnten im vergangenen Jahr kräftig wachsen. Der Ausblick auf 2020 ist vielversprechend. (Foto: William Potter / Shutterstock.com)

Das Wachstum bei Sartorius ist stetig – und es scheint nicht aufzuhören. Dank guter Geschäfte in der Biotech-Sparte kletterte 2019 der Umsatz um 16,7% auf 1,83 Mrd. €. Der Zuwachs war fast ausschließlich organisch, also ohne Zukäufe, über die Bühne gegangen.

Sartorius: Alle Regionen haben zum guten Zuwachs beigetragen

Die Region EMEA erhöhte den Umsatz um 11,2% auf 733,4 Mio. €. Die Regionen Amerika und Asien/Pazifik erzielten ein Umsatzplus von 17,4% auf 629,9 Mio. € bzw. 463,7 Mio. €. Umsatztreiber war die Sparte Bioprocess Solutions, die ein breites Spektrum von Technologien für die Produktion biopharmazeutischer Medikamente anbietet. Sie wuchs wechselkursbereinigt um 18,1% auf 1,37 Mrd. €. Auf der Ergebnisseite legte Sartorius noch stärker zu. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) kletterte um gut 22% auf 495,8 Mio. €.

Sartorius hat sich im Hinblick auf Umsatz, Gewinn und Arbeitsplätze dynamisch und besser als erwartet entwickelt

Auch beim Ausbau des Portfolios und der Ergänzung weiterer Schlüsseltechnologien durch die Akquisition der Biological Industries war Sartorius erfolgreich. 2020 wird für Sartorius nicht nur aufgrund des 150-jährigen Firmenjubiläums ein besonderes Jahr. Der Konzern will weiter profitabel wachsen und beim Umsatz erstmals die Marke von 2 Mrd. € erreichen. Dabei rechnet das Management mit einem Anstieg der EBITDA-Marge von 27,1 auf 27,5%.

Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Der Auftragseingang erhöhte sich wechselkursbereinigt um 14,8% auf knapp 2Mrd €.

Unternehmensporträt

Sartorius wurde 1870 gegründet und ist heute in den beiden Segmenten Bioprocess Solutions (Einwegprodukte für die Medikamentenherstellung) und Lab Products & Services (Laborinstrumente und -verbrauchsmaterialien) tätig. Das Unternehmen verfügt in Europa, Asien und USA über eigene Produktionsstätten.

Stratec Biomedical Systems wächst kräftig

2019 steigerte Stratec Biomedical Systems den Umsatz um 18% auf 221,6 Mio. €. Währungsbereinigt entspricht dies einer Umsatzsteigerung von 15,6%. Die positive Entwicklung ist auf höhere Systemverkäufe, gestiegene Umsätze mit Entwicklungsdienstleistungen sowie Verbrauchsmaterialien zurückzuführen. Bei den Systemverkäufen wirkten sich sowohl neue Markteinführungen als auch gute Abrufzahlen von bereits etablierten Produkten positiv aus.

Der Umsatz mit Entwicklungsdienstleistungen stieg durch das Erreichen wichtiger Entwicklungsziele, während das Geschäft Verbrauchsmaterialien von einer guten Auslastung innerhalb der installierten Basis profitierte. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich von 26,2 auf 31,2 Mio. €. Hierbei wirkten sich insbesondere Skaleneffekte sowie die Maßnahmen der Initiative zur Ergebnisverbesserung positiv aus.

Auch 2020 soll das Wachstum weitergehen

2019 wurden von Stratecs Kunden zwei für das künftige Wachstum der Gruppe bedeutende Systeme in den europäischen Markt eingeführt. Die Zulassung dieser Systeme im wichtigen US-Markt wird für 2020 erwartet. Ein großer Fokus liegt daher auf dem entsprechenden Hochfahren der Serienproduktion dieser Systeme. Aufgrund der Vielzahl in den vergangenen Jahren in den Markt eingeführten Produkte sowie aktueller Bestellprognosen, erwartet Stratec 2020 steigende Umsätze mit Systemen sowie mit Verbrauchsmaterialien.

Der Umsatz mit Entwicklungs- und Dienstleistungen dürfte dagegen aufgrund des außergewöhnlich starken Vorjahreswertes niedriger ausfallen.

Unternehmensporträt

Die 1979 gegründete Stratec Biomedical Systems projektiert, entwickelt und produziert vollautomatische Systeme für Partner aus der klinischen Diagnostik und Biotechnologie. Die Partner vermarkten die Systeme weltweit als Systemlösung gemeinsam mit ihren Reagenzien an Labors und Forschungseinrichtungen. Das Unternehmen entwickelt seine Produkte mit eigener patentgeschützter Technologie.

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Sartorius mit größter Übernahme der UnternehmensgeschichteSartorius übernimmt zwei Geschäftsbereiche von Danaher und hebt die Gesamtjahresprognose erneut an. › mehr lesen


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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