Schloss Wachenheim – Diese Sektkellerei aus der Pfalz ist eine Analyse wert

Schloss Wachenheim stellt Sekt, Prosecco und alkoholfreie Getränke auf Wein-Basis her. Die Dividende steigt, der Kurs auch. Ein Blick in die zweite Reihe. (Foto: Monster Ztudio / shutterstock.com)

Herbst-Zeit ist Wein-Zeit. Zumindest in Deutschlands Weinregionen Pfalz, Mosel, Baden oder Franken. Ein Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, das weltweit im Bereich der Schaumwein-Produktion mitmischt, ist Schloss Wachenheim.

Die börsennotierte Sektkellerei bietet Anlegern ein regionales Investment, das ganz besonders prickelt: Künftig gibt es je Aktie eine Dividende von 0,30€. Das entspricht einer Dividendenrendite von 2,8%.

Niedrige Bewertung wirkt interessant

Im angelaufenen Geschäftsjahr kletterte der Umsatz um 4,6% auf 307 Mio €. Das Ebit stieg leicht auf 20,8 Mio €. Dass jetzt auch noch die Dividende um rund 30% angehoben wurde, löste an der Börse einen Freudentanz aus.

Die Aktie, die ohnehin schon seit Jahren stetig stieg, machte einen deutlichen Satz nach oben und notiert inzwischen im zweistelligen Bereich.

Trotz des Kursanstiegs liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis derzeit nur etwa bei 8. Das ist deutlich niedriger als beispielsweise bei Dax-Aktien.

Schloss Wachenheim ist auch in Osteuropa aktiv

Hinzu kommt, dass Schloss Wachenheim einige interessante Marken im Portfolio hat: Neben „Schloss Wachenheim“, und „Faber“ gehören zum Unternehmen auch „Feist“, „Nymphenburg Sekt“ und „Schweriner Burggarten“.

Selbst im Weinland Frankreich ist Schloss Wachenheim aktiv und verkauft Perl- und Schaumweine dort unter den Marken „Charles Volner“, „Muscador“ oder „Opéra“. Im Osten Europas ist das Unternehmen mit den Marken „Cin&Cin“ und „Dorato“ vertreten.

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Neben dem klassischen Geschäft mit Sekt setzt Schloss Wachenheim auch auf alkoholfreie Getränke auf Wein-Basis sowie Prosecco.

Damit ist das Unternehmen sowohl regional als auch anhand der Produkte diversifiziert aufgestellt.

Die jüngsten Steigerungen bei Umsatz und Gewinn zeigen, dass das Geschäft lukrativ ist und Anleger dank der Dividenden-Politik langfristig vom Geschäftsverlauf bei Schloss Wachenheim profitieren können.

Hinzu kommt unserer Einschätzung nach auch eine Prise Übernahmephantasie. Grund dafür ist die niedrige Bewertung und die zahlreichen etablierten Marken des Unternehmens.

Schauen Sie genau hin!

Ein weiterer Vorteil für Anleger ist die relative Unbekanntheit der Aktie. Hier können Anleger in Ruhe analysieren und auf den richtigen Zeitpunkt zu einem möglichen Einstieg warten.

Die Dividenden-Euphorie lässt die Aktie sowieso kurzfristig etwas überkauft erscheinen. Zum Schluss allerdings noch eine Warnung:

Auch wenn Schloss Wachenheim auf den ersten Blick interessant wirkt, sollten Anleger bedenken, dass es sich dabei um ein vergleichsweise kleines Unternehmen handelt, das besonderen Marktrisiken ausgesetzt sein kann. Eine gründliche Recherche ist daher unabdingbar.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.