Schock für GFT-Aktionäre: Erneute Prognose-Senkung

Lesen Sie in diesem Artikel alles über die erneute Prognose-Senkung des Software-Spezialisten GFT und, wie es in Zukunft weitergehen wird. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

In diesem Jahr habe ich bereits einige Male über den auf die Finanz-Branche spezialisierten Software-Hersteller GFT berichtet und auf die möglichen Risiken hingewiesen.

Das Unternehmen sorgte in den vergangenen Monaten leider eher für Negativ-Schlagzeilen und strapazierte deutlich die Nerven der Aktionäre.

Heute folgte der nächste Schock: GFT passt erneut die eigenen Prognosen für das laufende Jahr nach unten an! Die GFT-Aktie ging daraufhin wieder einmal 2-stellig in die Knie.

Mehr zur aktuellen Prognose-Anpassung und zur GFT-Aktie lesen Sie gleich, zuvor aber noch ein kurzer Rückblick auf die Geschehnisse der zurückliegenden Monate:

Ein kurzer Blick in den Rückspiegel

Bereits im März dieses Jahres hatte GFT die eigenen Erwartungen nach unten angepasst. Die GFT-Aktie sackte in dieser Zeit von gut 20 auf nur noch knapp über 17 € ab.

Dann ging es mit dem Papier zunächst wieder aufwärts. Im Juli folgte aber eine drastische Gewinn-Warnung, welche die Aktie auf unter 15 € abstürzen ließ.

Nachdem sich die Aktie dann wieder etwas erholen konnte, sorgte die erneute Gewinn-Warnung vom heutigen Tag dafür, dass sie sogar auf bis unter 14 € fiel.

Damit verlor die Aktie von GFT in weniger als 2 Jahren unter dem Strich rund 60% an Wert!

Die neue Prognose im Überblick

Zunächst zu den Gründen für die abermalige negative Anpassung der Umsatz- und Ergebnis-Prognosen:

GFT teilte mit, dass man aufgrund der anhaltenden Volatilität des Finanz-Sektors den Branchen-Fokus auf Industrie-Kunden ausweitet und in diesem Kontext die Investitionen erhöht.

Zudem führen verstärkte Einsparungen zweier Kunden im Bereich Investment Banking im 4. Quartal zur Senkung der Umsatz- und Ergebnis-Prognose für das Geschäftsjahr 2017.

Die Umsatz-Prognose wurde daraufhin um 10 Mio. auf 415 Mio. € gesenkt. Dazu hieß es seitens des Unternehmens:

„Das Ergebnis wird durch ausbleibende Margen aus der reduzierten Umsatz-Prognose, einer niedrigeren Auslastung sowie höher als bisher erwarteten Restrukturierungs-Kosten belastet.“

GFT plant für 2017 nunmehr ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 34 Mio. € (bisher 42 Mio. €) zu erwirtschaften.

Die Prognose für den Vorsteuer-Gewinn (EBT) verringert sich von 26 auf 18 Mio. €.

Vorläufige 9-Monats-Zahlen

Nach vorläufigen Berechnungen hat GFT in den ersten 9 Monaten 2017 einen Umsatz von 316,52 Mio. € erzielt.

Damit liegt der Umsatz der ersten 3 Quartale des laufenden Jahres leicht über dem Vorjahreswert von 314,28 Mio. €.

Der Vorsteuer-Gewinn (EBT) von 16,68 Mio. € liegt dagegen sehr deutlich unter dem Vorjahreswert von 23,71 Mio. €.

Abschließend bleibt die Frage zu klären, wie es jetzt weitergeht: Aus meiner Sicht kann es fast nur besser werden.

Daher sollte die Aktie auf mittlere Sicht wieder steigen – wenn auch alte Höchststände von über 30 € dabei mehr als utopisch sind.

Das große Aber: Durch die zahlreichen Horror-Meldungen aus diesem Jahr ist bei den Anlegern sehr viel Vertrauen abhanden gekommen.

Dieses Vertrauen wieder aufzubauen, dürfte lange Zeit dauern…


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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