Schokolade bleibt der Deutschen Liebling – das Geschäft brummt

Das Geschäft mit Schokolade brummt.

Die gestiegenen Preise für Kakao, Mandeln und Haselnüsse konnten Hersteller wie Lindt und Nestlé an die Verbraucher weitergeben.

Denn auf Schokolade wird ungern verzichtet. Allein die Deutschen gaben im vergangenen Jahr pro Kopf 46,23 € für ihre Lieblings-Süßware aus – 5% mehr als im Jahr zuvor.

Zuletzt hat der Kakao-Preis zwar nachgegeben, ob bereits von einer Trendwende gesprochen werden kann, ist aber noch nicht sicher.

Vieles hängt von den Erntemengen ab. In Ghana waren sie 2015 niedrig. Unabhängig davon blickt die Branche optimistisch in die Zukunft.

Denn im laufenden Jahr stehen mit der Olympiade und der Fußball-EM 2 sportliche Großereignisse an, die den Schokoladen-Absatz weiter nach oben treiben sollten.

Südzucker kommt nicht zur Ruhe

Bei Südzucker keimte zuletzt wieder Hoffnung auf. Zum einen zieht der Zucker-Preis seit August 2015 wieder an, zum anderen laufen die Geschäfte mit Bioethanol gut. Doch jetzt holt den Konzern die Vergangenheit wieder ein.

Es geht um Schadensersatz-Forderungen in Höhe von mehr als 300 Mio. € gegen die Zucker-Hersteller Südzucker, Nordzucker und Pfeifer & Langen, die bereits vor 2 Jahren vom Bundeskartellamt wegen Mengen- und Preisabsprachen zu einer Gesamt-Strafe von 280 Mio. € verurteilt worden waren.

Südzucker musste davon 200 Mio € zahlen. Jetzt wollen die Kunden entschädigt werden. Allein die Joghurt-Hersteller Bauer und Ehrmann sowie der Marmeladen-Produzent Zentis fordern zusammen 118 Mio. €, Nestlé 50 Mio. € und Katjes 37 Mio. €.

Rund 30 Klagen sind an den Landgerichten anhängig. Mit schnellen Urteilen ist aber nicht zu rechnen.

Im Gegenteil: Die Klagen könnten später auch noch den BGH beschäftigen. Südzucker bestreitet, dass den Klägern ein Schaden entstanden ist und lässt sich auf keinen außergerichtlichen Vergleich ein.

Wie auch immer: Auf jeden Fall wird die Unsicherheit noch lange anhalten und wie ein Damokles-Schwert über Südzucker schweben. Die Aktie bleibt hoch spekulativ.

E-Zigaretten mit Potenzial

In vielen Ländern sinkt die Zahl der Raucher und belastet das Kerngeschäft der Tabak-Branche. Für ein bisschen Entlastung kann die E-Zigarette sorgen. Sie wirft hohe Renditen ab und soll weniger schädlich sein als die klassische Zigarette.

Das Wachstums-Potenzial ist gewaltig. Allein in Deutschland soll sich der Umsatz in den kommenden 3 bis 5 Jahren auf über 1 Mrd. € verdreifachen.

Der Weltmarkt hat inzwischen ein Volumen von rund 7 Mrd. € erreicht und soll bis 2019 auf 20 Mrd. € steigen.

Von diesem Kuchen wollen sich auch Altria, BAT und Philip Morris ein großes Stück abschneiden. Aber auch der Markt für E-Zigaretten wird immer stärker reguliert.

Nahrung und Genussmittel: Unsere Favoriten

Etwas gelassener können Anleger bleiben, die Altria, BAT, Lindt, Nestlé oder Unilever im Depot haben.

Deren Aktien entwickeln sich besser als der Vergleichs-Index, gleichzeitig überzeugen die Konzerne mit attraktiven Dividendenrenditen. Auch Hügli hat vor Kurzem ordentliche Zahlen präsentiert.

Die Aktie schlägt ebenfalls den Vergleichs-Index und ist niedriger bewertet als viele andere Nahrungsmittel-Hersteller.

1. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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