Schuldenwachstum läuft aus dem Ruder – das ist gut für den Goldpreis

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Die globalen Schulden steigen immer weiter an. Das ist auf jeden Fall ein positives Signal für die langfristige Entwicklung des Goldpreises. (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Manchmal ist es wichtig, auf die fundamentale Lage zu schauen. Ganz besonders im Fokus stehen hierbei die weltweiten Schulden. Wir leben in einem Zeitalter der Schulden – und dieses Zeitalter wird erst einmal noch andauern. Doch was bedeuten diese ausufernden Schulden rund um den Globus für den Goldpreis?

Erst einmal müssen Sie eins begreifen: Seit der globalen Finanzkrise 2008/2009 sind die globalen Schulden massiv angestiegen. Dabei hat es zwischenzeitlich sogar einen Schuldenabbau als direkte Reaktion auf die Krise gegeben – doch der war auf die privaten Haushalte beschränkt und hat sich jetzt auch wieder massiv verschärft.

Nun sorgen vor allem die Unternehmen und die Staaten rund um den Globus für weiter massiv steigende Schulden. So sind die globalen Schulden außerhalb des Finanzsektors von 191% im Jahr 2001 über 210% direkt vor der Finanzkrise auf jetzt 245% angestiegen.

Bei diesen Zahlen kann einem schon schwindelig werden – immerhin ist die Bezugsgröße hier die weltweite Wirtschaftsleistung. Der Blick auf die aktuelle Lage zeigt ganz deutlich: Die Zeiten der massiven Schuldendisziplin, wie sie noch direkt nach der Finanzkrise zu finden war, ist nun nicht mehr da.

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Die lockere Geldpolitik der Notenbanken hat hier auf jeden Fall weitere Impulse geliefert. Nun läuft alles noch in ruhigen Bahnen – weil die Wirtschaft noch wächst. Doch genau hier ändert sich aktuell die Lage. Beispiel Handelsbeschränkungen zwischen EU und den USA. So haben jetzt schon etliche Firmen Gewinnwarnungen für das laufende Jahr veröffentlicht.

Bei Daimler geht es schon ganz klar darum, dass die Gewinne in diesem Jahr niedriger als erwartet ausfallen – auch ganz explizit wegen der Handelsbeschränkungen. Ich erwarte eine Fortsetzung dieser Entwicklung und so werden auch noch weitere Branchen davon betroffen sein.

Konjunktur schon angeschlagen – Krisenabsicherung mit Gold ist wichtig

Insgesamt trübt sich das Bild an den Standardaktienmärkten ein. Und genau in diesen Phasen wird Gold kurzfristig interessant. Aber mir geht es heute um das langfristige Szenario – und hier ist Gold extrem spannend. Gold ist und bleibt ein wichtiger Krisenschutz für Anleger. Gerade die aktuelle Phase mit wirtschaftlicher Stabilität und ausufernden Schulden bildet ein Szenario in dem der Goldpreis sehr gute Perspektiven hat.

Für Sie als Anleger bedeutet das: Sie sollten einen Anteil des Depots immer auch in Gold halten. Wenn es Ihnen dabei um den Krisenschutz geht, ist physisches Gold die erste Wahl. Wenn Sie aber in einem kommenden Boommarkt beim Gold größere Zuwächse erzielen wollen, sind auch Minenaktien wichtig. Und genau über diese Anlageklasse informiere ich Sie hier regelmäßig.


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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.