Schweizer Franken: Export-Einbruch in der Schweiz bei Schokolade

In der Welt steht die Schweiz für einige ganz besondere Produkte. Dazu gehören sicherlich die Luxus-Uhren.

Aber auch die Schweizer Schokolade hat weltweit einen guten Ruf. Doch was gerade bei der Schokolade passiert, lässt mich doch aufhorchen:

Sin sind durch den plötzlichen Anstieg des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro Anfang 2015, die aus der Schweiz ausgeführten Waren um bis zu 20% teurer und damit unattraktiver für das Ausland geworden.

Wie massiv sich das auf den Export auswirkt, sehen Sie am besten an einem Produkt, das kaum konjunkturabhängig ist, nämlich der bekannten Schweizer Schokolade.

Massiver Einbruch bei den Schokoladen-Exporten nach Deutschland

Wie der Verband der Schweizerischen Schokoladen-Fabrikanten Chocosuisse jetzt mitteilte, ist der Export von Schokolade nach Deutschland im letzten Jahr nochmals um 19% eingebrochen, nachdem er im Jahr 2015 schon um 20% zurückgegangen war.

Das ist ein eindeutiges Beispiel dafür, wie massiv sich der höhere Wechselkurs des Schweizer Frankens auf die Exporte des Landes auswirkt.

Deshalb verwundert es auch nicht, dass die Schweizer Nationalbank derzeit im Rekordmaßstab versucht eine weitere Aufwertung des Frankens zu verhindern.

Nur durch diese massiven Markt-Eingriffe kann ein weiterer Einbruch des Gesamt-Exports verhindert werden.

Doch wie es der Schweizer Nationalbank schon nicht möglich war, die von ihr 2012 willkürlich festgelegte Obergrenze des Wechselkurses zum Euro zu halten, so wird ihr auch diese erneute Marktmanipulation nicht dauerhaft gelingen.

Noch nie konnten Notenbanken für lange Zeit einen Wechselkurs gegen den Markt verteidigen. Das wird auch diesmal nicht zu erreichen sein.

Die massiven Wechselkurs-Manipulationen der Schweizer Notenbank führten z. B. erst vor Kurzem dazu, dass sie nur innerhalb 1 Woche fast 4 Mrd. Schweizer Franken aufwenden musste, um sich gegen eine Aufwertung der Schweizer Währung zu stemmen.

Das war ein Rekord-Eingriff der Notenbank in den Devisenmarkt. Und es zeigt Ihnen, dass ihr offensichtlich das Wasser sprichwörtlich bis zum Hals steht.

Früher oder später muss die Schweizer Nationalbank diese Manipulationen jedoch einstellen und dem Markt nachgeben.

Dann wird es wie im Jahr 2015 nochmals drastisch mit dem Schweizer Franken nach oben gehen.

Fremdwährungen sichern Sie in der Krise ab

Insofern ist es heute noch sehr wichtig, dass sie ihre Währung Positionen breit aufstellen und so das Risiko streuen.

Wer jetzt einseitig auf Euro und Dollar setzt, wird in der Krise große Verluste erleiden. Das hat die weltweite Finanzkrise 2008 eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Insofern gehören jetzt auch andere Währungen zum Schutz des Vermögens mit hinzu.

24. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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