Scripps Networks und Discovery Communications vor Milliarden-Fusion?

Warum der Druck auf die Kabel-Konzerne stetig steigt, weiß unser Börsen-Experte Jens Gravenkötter und lässt es Sie an dieser Stelle wissen: (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Das Übernahme-Karussell dreht sich munter weiter.

Jetzt könnte es laut US-Medienberichten zu einem milliardenschweren Zusammenschluss bei den Kabel-Anbietern in den USA kommen.

Gut informierte Kreise berichten über Gespräche von Discovery Communications (Discovery Channel, OWN und Animal Planet) mit Scripps Networks Interactive (HGTV, Travel Channel und Food Network).

Den Anlegern scheint ein möglicher Zusammenschluss zu gefallen:

Nicht nur die Aktien der beiden Firmen zogen kräftig an (Scripps Network: +15%; Discovery Communications: +4%).

Sondern auch die Papiere von Viacom, einem weiteren Kabel-Anbieter, dem Interesse an einer Fusion mit Scripps nachgesagt wird, stiegen.

Fusions-Gespräche ein alter Hut

Dass es Gespräche zwischen den beiden Firmen gibt, gilt als so gut wie sicher.

Bereits in der Vergangenheit haben die beiden Konzerne über einen möglichen Zusammenschluss gesprochen.

Über Gespräche im Anfangs-Stadium sind die Kabel-Anbieter aber bei ihrem letzten Fusions-Versuch vor über 3 Jahren nicht hinausgekommen.

Netflix und Youtube sorgen für Unruhe

Dabei liegen die Gründe für die fortschreitende Konsolidierung auf der Hand:

Aufstrebende Firmen wie Netflix mit ihren flexiblen Sendeformaten sowie eigenen Produktionen und mittlerweile über 100 Mio. Abonnenten graben den Kabel-Riesen zunehmend Wasser ab.

Zusätzlich gewinnen Youtube, Amazon Prime oder Hulu bei den Kunden immer mehr an Bedeutung.

Grundsätzliches Problem nicht gelöst

Für den Zusammenschluss der beiden Firmen gibt es 2 handfeste Gründe:

  1. Zum einen sollen Synergien und Kosten-Einsparungen erzielt werden.
  2. Zum anderen dürfte Scripps durch eine Fusion seine internationale Präsenz deutlich ausbauen. Denn Discovery erzielte knapp über 40% seiner Gesamt-Erlöse außerhalb der USA. Für Sie zum Vergleich: Bei Scripps stammen nur gut 16% der Umsätze aus dem Ausland.

Die tief liegenden Probleme der Branche werden dadurch aber nicht gelöst. Denn das Fernsehen der Zukunft soll mobil und flexibel sein.

Lange haben sich die großen Kabel-Riesen gegen diesen Trend gestemmt.

Zunächst sah es auch so aus, als hätten es die Kabel-Konzerne trotz ihres als schwach geltenden Kunden-Service nicht nötig sich mit den nervigen Newcomern wie Netflix rumzuschlagen.

Sie dominierten den Markt, da es in vielen Regionen keine Alternative zu den Diensten gab. Diese Situation hat sich aber zuletzt grundlegend geändert.

Mehr als 11 Mrd. Dollar Börsenwert

Zusammen bringen es die beiden kleineren US-Kabel-Anbieter auf einen Marktwert von über 11 Mrd. Dollar (Discovery: 4,15 Mrd.; Scripps: 7,37 Mrd.).

Dabei erzielte Discovery Communications im vergangenen Jahr bei 6,49 Mrd. Dollar einen Gewinn in Höhe von 1,19 Mrd. Dollar. Das entspricht einer Gewinnmarge von 18,38%.

Für Sie zum Vergleich: Der vom Marktwert her deutlich größere Konzern Scripps Networks erreicht „nur“ einen Jahres-Umsatz von 3,4 Mrd. Dollar.

Dafür lag bei einem Gewinn von 674 Mio. Dollar die Gewinnmarge mit 19,80% etwas höher.

Familienbande und Milliardär haben Fäden in der Hand

Ob es letzten Endes wirklich zu einer Übernahme kommt, dürfte v. a. auch von den Großaktionären abhängen.

Immerhin liegen 92% der Scripps Network-Aktien in den Händen der Firmen-Erben des bereits 1878 gegründeten Traditions-Unternehmens.

Bei Discovery Communications hat der Milliardär John Malone mit einem Aktienpaket von 28% ebenfalls ein gehöriges Wörtchen mitzureden.


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Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

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