SDax-Neuling Instone Real Estate mit Gewinnsprung

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Der Immobilienentwickler Instone Real Estate hat kürzlich aktuelle Zahlen vorgelegt. Schauen wir uns die Zahlen und die weiteren Perspektiven im Detail an. (Foto: Best Backgrounds / shutterstock.com)

In der vergangenen Woche hat der Immobilienentwickler Instone Real Estate seine Quartalszahlen für das 3. Quartal und die ersten 9 Monate des laufenden Jahres vorgelegt und konnte damit überzeugen.

Die 9-Monats-Zahlen im Detail

In den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres erzielte Instone Real Estate einen bereinigten Umsatz von 302,4 Mio. Euro und lag damit um 35,9% über dem Vergleichswert aus 2018. Den operativen Gewinn (EBIT) konnte das Unternehmen im Betrachtungszeitraum sogar mehr als verdoppeln.

Hatte Instone in den ersten 3 Quartalen 2018 noch ein EBIT von 20,6 Mio. Euro erwirtschaftet, so stieg dieser Wert in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres um 175% auf 56,7 Mio. Euro an. Auch das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern verbesserte sich erheblich und betrug 46,7 Mio. Euro (Vorjahr: -1,7 Mio. Euro).

Deutliche Zunahme der Entwicklungsprojekte

Durch Zukäufe und die Akquisition der S&P Stadtbau stieg im Berichtszeitraum auch die Zahl der durch Instone Real Estate ausgeführten Projekte. Zum 30. September 2019 umfasste das Projektportfolio in allen wichtigen Ballungsräumen Deutschlands sowie in prosperierenden mittelgroßen Städten insgesamt 52 Entwicklungsprojekte mit einem erwarteten Gesamtverkaufsvolumen von etwa 5,4 Mrd. Euro und mehr als 12.000 Einheiten.

Ende Juni 2019 hatte die Zahl der von Instone betriebenen Projekte noch bei 47 gelegen. Erst kürzlich konnte das Unternehmen den Start eines weiteren Großprojektes vermelden: Roharbeiten für das Projekt City Park mit 250 Wohneinheiten, ein Bürogebäude und eine KITA nahe der Stuttgarter Innenstadt konnten planmäßig begonnen werden.

Der Clou bei diesem Projekt: Alle 250 Wohneinheiten des Projektes wurden bereits vor Baubeginn von der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden erworben.

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Projektentwicklung boomt; Wohnungsbau schwächelt

Die Wohnungsknappheit in den Wachstumsregionen und Großstädten ist ein aktuelles Thema in den Medien. Davon können Immobilienentwickler wie Instone Real Estate profitieren. Im Bereich der Projektentwicklung ist der Wohnungsbau, was die entwickelte Quadratmeter-Fläche angeht, mit aktuell 17 Mio. qm immer noch der mit Abstand größte Sektor.

Allerdings verlor der Wohnungsbau im vergangenen Jahr deutlich an Boden, wie die aktuelle Projektentwicklerstudie 2019 des Unternehmens Bulwiengesa zeigt. Im Wohnsegment ging das Projektvolumen um 1,6% zurück. In diesem Bereich ist Instone sehr stark engagiert.

Ein starkes Wachstum zeigen laut Studie insbesondere die Projekte im Bereich Büroimmobilien (+23%) und Hotelprojekte (+21,7%). Wenn es Instone gelingt, auch in diesen wachstumsstärkeren Segmenten neue Projekte zu akquirieren, dürfte eine positive Zukunft des Unternehmens gesichert sein.

Meine Einschätzung

Die Bauwirtschaft floriert und Instone hat eine stattliche Anzahl von neuen Projekten in der Pipeline. Investoren sollten aber den folgenden Aspekt im Auge behalten:

Wenn sich die Prognosen der Bulwiengesa-Studie bestätigen, wird es Instone schwerfallen, das Wachstum im Bereich Wohnungsbau aufrecht zu erhalten. Das wird, wenn es denn so kommt, das Aufwärtspotenzial der Instone-Aktie begrenzen.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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