Semperit: Ein Traditionsunternehmen aus Österreich

Nebenwerte-Serie: Teil 13 – Semperit (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Das traditionsreiche österreichische Unternehmen Semperit ist in der Gummi-Industrie tätig und ein ehemals bedeutender Reifen-Hersteller.

Die Semperit AG entstand 1912 durch einen Zusammenschluss verschiedener Fabriken. Die Ursprünge liegen in einem 1824 von Johann Nepomuk Reithoffer gegründeten Unternehmen.

Die jüngsten Zahlen von Semperit

Das Unternehmen erzielte in den ersten 6 Monaten des laufenden Jahres eine solide Umsatz- und Ergebnis-Entwicklung in einem schwierigen Marktumfeld. Der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorjahres-Periode um 1,6% auf 450,8 Mio. €.

Auf vergleichbarer Basis ohne Sondereffekte aus einer veränderten Konsolidierung des Thailand-Joint-Ventures und übernahmebedingten Sondereffekten, ergab sich ein organisches Umsatzwachstum von 5,0%.

Durch starke Vertriebs-Leistungen und hohe Kapazitäts-Auslastungen im Sektor Industrie konnte Semperit das aufgrund von Sondereffekten schwächere Ergebnis im Sektor Medizin kompensieren.

Der Netto-Gewinn von Semperit stieg im 1. Halbjahr 2015 um 0,3% auf 25,3 Mio. € und das Ergebnis je Aktie blieb in derselben Zeitspanne gegenüber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum unverändert bei 1,23 €.

Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich aufgrund von Sondereffekten im Sektor Medizin um 16,7% auf 53,2 Mio. €.

Der operative Gewinn (EBIT) ging um 11,4% auf 39,1 Mio. € zurück. Dementsprechend verringerte sich die EBITDA-Marge von 14,4 auf 11,8% und die EBIT-Marge von 9,9 auf 8,7%.

Diese Rückgänge resultierten einerseits aus der Änderung der Konsolidierungs-Methode des Thailand-Joint-Ventures, andererseits aus Vorlaufkosten für eine neue Handschuh-Fabrik in Malaysia sowie niedrigeren Rohstoff-Preisen.

Der Sektor Industrie hingegen konnte trotz des negativen Markt-Trends das Ergebnis weiter steigern.

So äußerte sich der Vorstand zu den Ergebnissen

„Trotz starken wirtschaftlichen Gegenwinds konnten wir im 1. Halbjahr ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Unser Industriesektor hat sich klar besser als der Gesamtmarkt entwickelt.

Dafür waren unser starker Vertrieb und der Aufbau von Produktionskapazitäten verantwortlich.

Die Profitabilität im Sektor Medizin war auch durch Vorlaufkosten für unsere neue Fabrik in Malaysia belastet, die 2016 operativ wird und ab dann einen Umsatz- und Ergebniszuwachs bringen wird“,

kommentiert der Semperit-Chef Thomas Fahnemann das Halbjahres-Ergebnis.

„Im 2. Halbjahr erwarten wir in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld positive Effekte durch neue Produktionskapazitäten, die ab September schrittweise in Betrieb gehen werden.

Hinzu kommt die Erschließung neuer Kundengruppen und Märkte“, so Fahnemann weiter.

Fazit: 2015 ist ein Übergangsjahr

Das bedeutet: Ab dem Jahr 2016 wird die neue Fabrik in Malaysia, die in diesem Jahr nur Kosten produziert, deutliche Umsatz- und Ergebnis-Beiträge leisten.

Hinzu kommt, dass die Kosten-Belastung in diesem Zusammenhang dann deutlich geringer ausfallen wird. Daher wird 2015 ein Übergangsjahr sein. Ab 2016 wird Semperit wieder voll durchstarten.

Vergessen dürfen Sie dabei aber nicht, dass Semperit selbst in einem Übergangsjahr wie diesem in der Lage ist, sich stärker als der Gesamtmarkt zu entwickeln.

Das zeigt, wie stark das Management und die Wettbewerbs-Position dieses Unternehmens sind. Zudem bietet Semperit stets attraktive Dividendenrenditen.

Abschließend lässt sich daher sagen, dass die Aktie des österreichischen Traditionsunternehmens Semperit für Sie definitiv einen Blick wert ist.

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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