ServiceNow: Cloud-Gewinner auf Allzeithoch

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Die Aktie von ServiceNow hat sämtliche Verluste des Corona-Crashs wieder aufgeholt. Die Geschäfte laufen auch in der Krise blendend. (Foto: ESB Professional / shutterstock.com)

Cloud-Aktien schlagen sich in der Coronakrise erheblich besser als der Gesamtmarkt. Kein Wunder, schließlich kann das Virus der Bereitstellung von Software und Services über das Internet nichts anhaben. Einige Cloud-Gewinner haben sogar schon wieder ein neues Allzeithoch erreicht. Dazu zählt die Aktie von ServiceNow.

Unternehmensportrait

Der US-Konzern mit Sitz in Santa Clara, Kalifornien, bietet seinen (Unternehmens-)Kunden eine Internet-basierte einheitliche Plattform zur Steuerung, Überwachung und Optimierung ihrer IT-Infrastruktur an. Damit sind Unternehmen in der Lage, einen Großteil ihrer Routinetätigkeiten in diesem Bereich zu automatisieren und effizienter zu arbeiten. Dank umfangreicher Analysewerkzeuge werden dabei Kostensenkungspotenziale aufgedeckt. In diesem Bereich schafft es das Unternehmen sogar gegen deutlich größere Konkurrenten wie IBM, HP und SAP Marktanteile zu gewinnen.

Hervorragende Quartalszahlen

Das Unternehmen, welches übrigens seit einigen Monaten vom ehemaligen SAP-Chef Bill McDermott geleitet wird, legte wirklich hervorragende Ergebnisse für das erste Quartal auf den Tisch. ServiceNow steigerte seinen Umsatz um +33% auf 1,05 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn sprang um +63% auf 1,09 US-Dollar pro Aktie. Beide Zahlen lagen deutlich über den Analystenprognosen von 0,98 Mrd. US-Dollar Umsatz und 0,95 US-Dollar Gewinn pro Aktie.

Coronakrise kann dem Geschäft von ServiceNow nichts anhaben

ServiceNow-Chef Bill McDermott zeigte sich äußerst zufrieden mit der Geschäftsentwicklung. Seinen Angaben zufolge haben etwa 80% der ServiceNow-Kunden keinen signifikanten geschäftlichen Schaden durch die Coronakrise erlitten. Und die restlichen 20%, darunter Fluggesellschaften und Unternehmen des Gastgewerbes, investieren weiterhin in die ServiceNow-Plattform, um sich für die Zeit nach der Krise optimal aufzustellen. Das spricht dafür, dass ServiceNow auch weiterhin durch die Krise keine Einbußen erleiden wird.

Aktie klettert auf neues Allzeithoch

Der allgemeinen Verkaufspanik im März konnte sich kurzfristig auch die ServiceNow-Aktie nicht entziehen und gab knapp ein Drittel vom ihrem Höchststand ab. Doch die Anleger fassten schnell wieder Vertrauen. Mit den Quartalszahlen im Rücken schaffte die Aktie in den vergangenen Tagen das Allzeithoch aus dem Februar zu übertreffen.

Teuer, aber gut

Die hohe Wachstumsdynamik sowie die Krisenresistenz hat für Anleger ihren Preis. Auf Basis der 2020-er Prognosen wird die ServiceNow-Aktie nach dem jüngsten Kurssprung inzwischen mit mehr als dem 80-Fachen des Gewinns bewertet. Ein Schnäppchen ist die Aktie also definitiv nicht.

Aber Qualität hat bekanntlich ihren Preis. Und ServiceNow zählt für mich zu den Aktien, bei denen Sie nicht so genau auf die Bewertung, sondern in erster Linie auf die Perspektiven schauen sollte. Als spekulative Depotbeimischung bleibt der Wert langfristig attraktiv. Vielleicht kommt der Kurs kurzfristig nochmals auf das Niveau des alten Höchststandes zurück und bietet somit eine zumindest etwas günstigere Einstiegschance.

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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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