Shell-Aktie: 7% Dividendenrendite erfreut Anleger

Die Achterbahnfahrt des Ölpreises hat der Shell-Aktie stark zugesetzt. Doch damit könnte bald Schluss sein. Erfahren Sie hier mehr dazu: (Foto: Bjoern Wylezich / Shutterstock.com)

Der Ölpreis war in den vergangenen 3 Jahren eine echte Herausforderung – für Verbraucher rund um den Globus, für die Industrie, v. a. aber für die Ölbranche und deren Anleger.

Shell-Aktie fährt Achterbahn

Im Sommer 2014 setzte bekanntlich ein massiver Ölpreis-Verfall ein, der den Preis je Barrel bis Anfang 2016 auf zeitweise unter 30 Dollar drückte.

Seither ging es wieder leicht aufwärts. Der Markt stabilisierte den Preis bei etwa 45 Dollar.

Eine überraschende Einigung der OPEC gemeinsam mit weiteren Drittstaaten, darunter Russland, hievte den Ölpreis zum Jahresende 2016 wieder über die 50-Dollar-Schwelle.

Dort konnte er sich bis Anfang März behaupten, der Preis pendelte halbwegs stabil um die 55-Dollar-Marke.

Doch seitdem hat eine rasante Berg-und-Tal-Fahrt eingesetzt, zuletzt rutschte der Ölpreis wieder unter die 50 Dollar – Tendenz: ungewiss.

Shell: Aktiv gegensteuern

Der britisch-niederländische Ölkonzern Shell gehört zu den Unternehmen, die unter diesen Turbulenzen in den vergangenen Jahren zu leiden hatten.

Doch anstatt tatenlos zuzusehen, hat man hier Gegenmaßnahmen ergriffen – und das ziemlich erfolgreich, wie sich zeigt.

Der wichtigste Schritt war wohl die Übernahme des Gas-Produzenten BG, der im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde.

Mit einer Stärkung des Erd- und Flüssiggas-Geschäfts will sich Shell perspektivisch unabhängiger vom Ölpreis machen.

Zudem wird gerade dem Gas eine zunehmende Bedeutung als Energieträger beigemessen, es genießt einen wesentlich besseren Ruf als das Öl.

Das ist nicht nur gut fürs Geschäft, sondern beruhigt auch die Gemüter der Anleger.

Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf Rekordfahrt: Zahlen zeigen KriseRenditefolgen für Finanzmärkte: solide investieren › mehr lesen

Sie können sich auf besser planbare Umsätze freuen – und auf eine stabile Dividendenrendite, die zuletzt bei satten 7% lag und auch künftig auf diesem Niveau verbleiben soll.

Shell-Aktie: Bei Analysten beliebter als bei Anlegern

Zwar hat die BG-Übernahme einiges an Geld gekostet, mehr als 50 Mrd. € hat Shell auf den Tisch gelegt.

Doch die Investition zahlt sich aus, und zwar nicht nur langfristig, sondern schon jetzt und damit deutlich früher als erwartet.

Damit ist der Weg frei für eine schrittweise Abtragung angehäufter Schulden – und womöglich auch für ein Aktienrückkauf-Programm zur Kurs-Pflege.

Die wäre nicht nur finanziell denkbar, sondern mit Blick auf den Kursverlauf der Shell-Aktie auch durchaus angebracht.

Zuletzt bewegte sich die Aktie auf Jahressicht nur noch minimal im Plus.

Gerade in den vergangenen Monaten ging der Trend eher abwärts; rund 24 € oder 21 britische Pfund kostete das Papier zuletzt noch.

Analysten bescheinigen dem anlegerfreundlichen Konzern und seiner Aktie jedoch Aufwärts-Potenzial, die Kursziele liegen dabei meist bei 25 Pfund und darüber.

Barclays markiert den Spitzenwert der Kursziel-Angaben mit 28 Pfund.

Die Empfehlungen der Beobachter mit Blick auf die Shell-Aktie lauten dabei einstimmig: kaufen. Die Gelegenheit ist womöglich gerade günstig.

Ein zusätzlicher Bonus sind stabilen Dividenden-Zahlungen, mit einer aktuellen Dividendenrendite von 7%.

2017-06-09 Shell


© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.