Shell plant größtes Wasserstoff-Projekt in Europa

Royal Dutch Shell RED – shutterstock_518747953 Bjoern Wylezich

Neuigkeiten zum größten grünen Wasserstoff-Projekt in Europa und Hinweise dazu, wie Sie vom Zukunftstrend Wasserstoff profitieren können. (Foto: Bjoern Wylezich / Shutterstock.com)

Gestern habe ich Ihnen hier im Schlussgong bereits geschrieben, dass an den Börsen nach wie vor teils große Unsicherheit im Hinblick auf das Coronavirus und seine Auswirkungen gibt, diese Dinge aber längerfristig nicht relevant für die Aktienkurse sind.

Relevant dagegen sind große Zukunftstrends wie der neue, extrem leistungsfähige Mobilfunkstandard 5G, über den ich gestern berichtet habe, oder Wasserstoff bzw. die Brennstoffzellen-Technologie. Zum Thema Wasserstoff gab es in den vergangenen Tagen größere Neuigkeiten. Der Ölkonzern Shell plant das größte Wasserstoff-Projekt in Europa.

Shell gab Ende Februar bekannt, dass ein Konsortium aus Gasunie, Groningen Seaports und Shell Nederland das sogenannte NortH2-Projekt starten will. Dabei soll grüner Wasserstoff aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Mittels dieses Projekts könnten wichtige Ziele des niederländischen Klimaabkommens umgesetzt werden.

Die Erzeugung von grünem Wasserstoff, zunächst in Eemshaven und später möglicherweise auch offshore (also auf hoher See), werde bis 2040 voraussichtlich bei rund 0,8 Mio. Tonnen pro Jahr liegen. Das würde etwa 7 Megatonnen CO2 pro Jahr vermeiden.

Weitere Details zu dem Projekt

In einem ersten Schritt sollen Windparks in der Nordsee gebaut werden, die schrittweise auf eine Kapazität von etwa 10 Gigawatt anwachsen können. Dies würde ausreichen, um den derzeitigen Stromverbrauch von rund 12,5 Mio. Haushalten zu decken.

Die ersten Windkraftanlagen könnten, so heißt es, im Jahr 2027 fertig sein und vollständig für die Erzeugung von sogenanntem grünen Wasserstoff (also Wasserstoff, der durch erneuerbare Energien gewonnen wird) genutzt werden.

Auch soll ein großer Elektrolyseur in Eemshaven gebaut werden, der Windenergie in grünen Wasserstoff umwandeln soll. Daneben ist ein intelligentes Verteilnetz in den Niederlanden und Nordwesteuropa erforderlich, um den grünen Wasserstoff hauptsächlich an die Industrie, später aber möglicherweise auch an die Verbraucher zu liefern.

Zur Erläuterung: Als Elektrolyseur wird eine Vorrichtung bezeichnet, in der mit Hilfe elektrischen Stromes eine chemische Reaktion, also eine Stoffumwandlung, herbeigeführt wird: Es findet eine Elektrolyse statt. Bei der Wasserstoffelektrolyse findet die Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff statt.

Im Rahmen des Projekts NortH2 wird zudem die Erdgasinfrastruktur des niederländischen Gasanbieters Gasunie, die heute hauptsächlich für Erdgas und grünes Gas genutzt wird, auch für die Speicherung und den Transport von Wasserstoff genutzt.

Demnächst erhalten Sie an dieser Stelle weitere Informationen zum Projekt NortH2 und Sie werden weiterhin auch regelmäßig mit anderen spannenden Neuigkeiten aus dem Bereich Wasserstoff bzw. zur Brennstoffzellentechnologie versorgt.

Wasserstoff-Profiteure in meinen Börsendiensten

Abschließend noch ein Hinweis und eine Empfehlung: In meinem langfristig orientierten Börsendienst Der Depot-Optimierer befinden sich aktuell mehrere Aktien von Unternehmen, die vom Megatrend Wasserstoff profitieren. Darunter ist auch ein deutsches Unternehmen, das kürzlich einen lukrativen Wasserstoff-Auftrag für die dezentrale Energieversorgung gewinnen konnte.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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