Short Hebel bei steigenden Zinsen – Faktor-Zertifikat bringt Rendite

Wir haben in einem vorhergehenden Beitrag über die Zinsentwicklung berichtet.

Also: Die Zinsen in Deutschland werden steigen – relativ bald und v. a. massiv.

Das heißt: Wer auf steigende Zinsen setzt, wird gute Chancen auf glänzende Renditen haben und kann jetzt bereits entsprechende Hebelpapiere für sein Depot kaufen.

Beispiel: Bund Future

Diese lauten beispielsweise auch auf den Bund Future, der eine Terminmarkt-Konstruktion auf die Zinsentwicklung in Deutschland ist. Der Bund Future notiert nahe am Allzeithoch.

Aber: In den vergangenen Tagen und Wochen hat diese Konstruktion unter dem Strich bereits abgegeben. Dabei verlor der Bund Future auf etwa 140% und notiert damit unter dem 200-Tage-Durchschnitt der Kursentwicklung.

Technische Analysten sehen darin einen Wechsel in den Abwärtsmarsch. Wir schließen uns dem mit einer Hebel-Empfehlung an.

Bund Future: Mit Hebel mehr Rendite verdienen

Diese Terminmarkt-Konstruktion steht vor einer massiven Abwertung, denn die Zinsen können nur dann noch sinken, wenn in Deutschland Geld verschenkt wird.

Wenn also private Investoren ihre Anlage nicht mehr nach höheren Renditen ausrichten, sondern sogar negative Zinsen in Kauf nehmen.

Dies ist zum einen sehr unwahrscheinlich, zum anderen würde die Entwicklung nicht allzu weit führen. Wer verzichtet schließlich schon freiwillig auf 1% oder mehr Vermögen jährlich?

Deshalb ist der Anstieg des Bund Future mit hoher Sicherheit massiv nach oben gedeckelt. V. a. aber spricht die aktuelle Tendenz für eine Hebel-Investition:

  • Da inzwischen die Wetten auf steigende Zinsen zunehmen und sich dies bei Zinsen sowie im Bund Future zeigt, ist das Risiko vergleichsweise begrenzt. Wir gehen sogar davon aus, dass das Verhältnis zwischen Chance und Risiko etwa bei 5/1 liegt.
  • Hebel-Investitionen auf Short-Entwicklungen können dieses Verhältnis in eine hohe Rendite-Chance verwandeln. So bietet die Commerzbank ein sogenanntes Faktor-Zertifikat an. Hiermit wird der Gewinn um den Faktor 5 nach oben gehebelt – auf der Verlustseite würde ein entsprechendes Verhältnis stehen.
  • Faktor-Zertifikate haben eine Besonderheit: Die Entwicklung wird tagtäglich abgerechnet, womit sich eine Hebelwirkung ergibt, wenn die Kurse gleichförmig in eine Richtung laufen. Wenn etwa der Bund Future 0,5% verliert und Sie daher 2,5% gewinnen, würde dies unmittelbar abgerechnet.
  • Damit ist die Basis für die nächsten Kursentwicklungen höher, sodass ein Bund Future-Gewinn von 1% zu einem Anstieg von 5% führte – ausgehend von der höheren Basis.
  • Da diese Entwicklung auch umgekehrt gilt, sind Entwicklungen in eine Richtung besonders wichtig.

GeVestor meint

Beim Bund Future ist relativ sicher gewährleistet, dass die Entwicklung mehrheitlich in eine Richtung führt.

Das bedeutet: Der Bund Future wird deutlich nachgeben – auch wenn es an einigen Tagen wieder aufwärts geht.

Deshalb ist eine Hebel-Konstruktion mit dem Faktor-Zertifikat für diese Anlage als Rendite-Hebel richtig.

10. September 2012

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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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