Sicher, solide, Henkel

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Basiskonsumgüter sind ein solider Grundpfeiler im Depot. Was wir von der Aktie von Henkel halten. (Foto: Piman Khrutmuang/AdobeStock)

Seien Sie mal ehrlich! Schauen Sie bei Waschmittel oder Zahnpasta auf den Preis? Oder haben Sie Ihre Favoriten, die Sie seit vielen Jahren nutzen? Wohl eher letzteres. Basiskonsumgüter sind auch aus diesem Grund eine attraktive Branche für Anleger. Die Gewinne sprudeln zwar nicht überschäumend, aber dafür stetig. Ein bekannter Vertreter der Branche ist Henkel. Wie es um das Unternehmen steht und ob die Aktie ein Selbstläufer ist, erklären wir Ihnen in unserer Analyse.

Doch zunächst ein paar Eckdaten zum Unternehmen. Henkel AG & Co. KGaA ist ein weltweit führender Konsumgüterhersteller. Auf dem traditionellen Gebiet der Waschmittel (Persil, Pril) ist Henkel in Europa genauso die Nr. 3 wie mit seiner Kosmetika-Sparte (Fa, Schwarzkopf). Bei Konsumentenklebstoffen (Patex, Pritt) ist der Konzern weltweit die Nr. 1. Im industriellen Bereich der Sparte Adhesive Technologies führt Henkel mit Konstruktionsklebstoffen und Oberflächenreinigungstechnik ebenso den Weltmarkt an.

Henkel hat die Mittel zu expandieren

Henkel hat für 2018 eher schwache Zahlen vorgelegt. Der Umsatz sank leicht auf rund 19,9 Mrd €. Unterm Strich ging der Gewinn um 8,3% auf rund 2,3 Mrd € zurück. Der freie Cashflow konnte dagegen etwas zulegen. Im 1. Quartal hat sich die überwiegend schwache Entwicklung fortgesetzt. Der Umsatz stieg zwar noch um 2,8% auf knapp 5 Mrd €, dafür wurde weniger verdient. Unterm Strich sank der Gewinn um 1,6% auf 1,23 € pro Aktie.

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Bei konstanten Wechselkursen ging der Gewinn sogar um 6,3% auf 1,34 € pro Aktie zurück. Für 2019 gab sich der Vorstand optimistisch: „Wir werden uns in Zukunft auf die weitere Stärkung unseres Geschäfts konzentrieren, in Wachstum und Digitalisierung investieren und unsere Strukturen weiter anpassen, um unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen“, sagte Hans Van Bylen.

Zu Beginn des Jahres hatte Henkel angekündigt, seine Investitionen zu erhöhen, um zusätzliche Wachstumschancen, vor allem in den Konsumentengeschäften, zu nutzen und die digitale Transformation des Unternehmens weiter zu beschleunigen. Henkel setzt außerdem eine Reihe von Maßnahmen um, mit der die Wettbewerbsfähigkeit seiner Geschäfte weiter gestärkt werden sollen. Der hohe freie Cashflow ermöglicht eine kostenintensive Expansion.

Hier macht man nichts falsch

Im Mittelpunkt der Wachstumsstrategie wird das starke Markenportfolio stehen, das mittlerweile weltweite Bekanntheit erlangt hat. Vor allem in den Schwellenländern sehen wir weiteres Wachstumspotenzial, auch wenn der Wettbewerb dort ebenfalls härter geworden ist.  Die Aktie ist für uns kein Überflieger, aber durchaus solide. Die Dividendenrendite von 2,1% ist ein weiteres Argument. Wer Interesse an Basiskonsumgütern hat, macht hier auf jeden Fall keinen Fehler.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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