„Sichere Anleihe“ bringt gut 6% Rendite: RWE

Versorger begibt nachrangige Anleihe - fast sicher (Foto: Tobias Steinert / shutterstock.com)

Risikoloses Investment mit Anleihen nicht möglich – aber:

RWE ist vergleichsweise sicher. Beachten Sie dazu diesen Hinweis von uns:

Wer bereit ist, etwas Risiko zu gehen, hat jetzt erstklassige Chancen mit Anleihen. RWE hat einen Schuldschein herausgebracht, der gut 6% Zinsen bringt. Das heißt:

Damit erzielen Sie in etwa soviel, wie die Aktien des Versorgers an Dividendenrendite erbringen.

Nachrangige Anleihe läuft bei 2015

Diese nachrangige Anleihe (WKN: A1EWR0) läuft zunächst bis 2015 (28. September) und weist einen Zins in Höhe von 4,625% aus. Da die Anleihe derzeit unter 100% gehandelt wird, ergibt sich die Rendite inklusive von Kursgewinnen (zum Laufzeitende, wenn zu 100% zurückgezahlt wird) zu einem Betrag von 6,1%.

Dies sind immerhin gut 4%-Punkte mehr als mit normalen Anleihen desselben Versorgers. Achtung: wichtig ist, dass die Nachrangigkeit bei diesem Schuldpapier nicht so stark ins Gewicht fällt wie bei anderen Schuldnern.

„Nachrangigkeit“ bedeutet: die Anleihe wird im Konkursfall später bezahlt als normale Anleihen, die einen größeren Kuchen von der Konkursmasse bekommen. Die Wahrscheinlichkeit für einen Zahlungsausfall von RWE halten wir – bezogen auf die Laufzeit – jedoch für vergleichsweise niedrig.

Deshalb ist die Anleihe attraktiv.

RWE: Nachrangigkeit lohnt sich

Zusammengefasst ergibt sich für Sie folgendes Bild:

Abfallentsorgungsunternehmen profitieren von US-KonjunkturDie US-Konjunktur springt an, davon profitieren Abfallentsorger wie Waste Management und Stericycle, aber auch der Wasserversorger wie American Water Works. › mehr lesen

  • Die Anleihe notiert rund 4%-Punkte unter dem späteren Auszahlungskurs von 100%. Bis zum Laufzeitende wird der Kurs aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr 100% erreichen. Sie vertrauen also darauf, dass RWE vollständig zurückzahlt.
  • Die Rating-Agentur S&P vergibt lediglich die Note „BBB“. Denn:
  • Ab September 2015 kann RWE die Anleihe neu verzinsen: 2,65%-Punkte plus einem „Fünf-Jahres-Zins“). Ab 2020 dann erhaltne Investoren ein Jahr lang 3,65%-Punkte sowie den Euribor-Zinssatz.

Die komplizierten Zinssätze in Folgejahren sind denn auch der wesentliche Nachteil der Papiere, den wir ausmachen können. Wer zwischenzeitlich an der Börse verkaufen möchte, hat unserer Meinung nach jedoch beste Chancen.

Daher ist diese Anleihe als eine der wenigen nachrangigen Schuldpapiere aus unserer Sicht eine Empfehlung wert.

GeVestor meint: Wer Alternativen zur nachrangigen Anleihe von RWE sucht, kann auch die Aktie mit hoher Dividendenrendite kaufen. Sicher sind aus unserer Sicht beide Papiere. Andere nachrangige Anleihen empfehlen sich aktuell jedoch nicht. Achtung:

Selbst wenn Sie Dax-Unternehmen mit nachrangigen Anleihen am Markt sehen, ist das Risiko des Zahlungsausfalls auf längere Sicht vergleichsweise groß. Daher gilt auch in diesem Fall: Sicherheit zuerst. Kaufen Sie vorzugsweise „normale“ Anleihen.

Nachrangige Anleihen müssen als solche gekennzeichnet sein, so dass die Gefahr einer „Renditefalle“ bei solchen Anleihen vergleichsweise gering ist. Sie können zudem für höhere Zinsen andere Anleiheformen erwerben, etwa Wandelanleihen, Genussscheine (von Bertelsmann) oder Fonds darauf.

Genussscheine – hier der Bertelsmann-Titel – bringen 7% Rendite.


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Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.

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