Sichern Sie sich bis zu 12% Zinsen plus die Chance auf Wechselkursgewinne

Auf einen Blick: Vor- und Nachteile von Fremdwährungskonten Vorteile: Sehr attraktive Verzinsung Zusätzliche Renditechance durch Wechselkursgewinne Absicherungskomponente gegenüber anderen Investmentformen, […] (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Auf einen Blick: Vor- und Nachteile von Fremdwährungskonten

Vorteile:

  • Sehr attraktive Verzinsung

  • Zusätzliche Renditechance durch Wechselkursgewinne

  • Absicherungskomponente gegenüber anderen Investmentformen, da unabhängig von den Aktienmärkten

  • Langfristig weniger volatil als Aktienmärkte

  • Angelegtes Geld auch kurzfristig verfügbar

Nachteile:

  • Relativ hohe Gebühren

  • Wechselkursverluste möglich

  • Bestimmte Devisen nur bei einzelnen Anbietern erhältlich, dadurch Abhängigkeit von bestimmten Banken

Devisen: Nicht nur für erfahrene Investoren

Die meisten Anleger haben wohl schon einmal darüber nachgedacht, ihr Geld ins Ausland zu schaffen. Manche wollen von günstigeren Steuern profitieren, andere schätzen die im Vergleich zu Deutschland teils deutlich höhere Verzinsung ihres Kapitals.

Sie müssen nicht mit einem Geldkoffer reisen, um gleichzeitig die Vorzüge einer attraktiven Rendite erzielen zu können. Denn: Zahlreiche Banken bieten heute Fremdwährungskonten an. Dort können Sie nahezu beliebige Beträge zu Tages- oder Festgeldkonditionen anlegen. Dabei winken Ihnen derzeit Zinsen von bis zu 12% pro Jahr.

Zweistellige Zinsen: Es geht einfacher als Sie denken

Das Prinzip ist ganz einfach: Sie überweisen einen Euro- Betrag auf ein Konto bei Ihrer Depotbank oder einem anderen Anbieter. Danach lassen Sie das Geld zum aktuellen Tageskurs in eine andere Währung tauschen. Diese sogenannte Devise wird dann wiederum auf ein spezielles Fest- oder Tagesgeldkonto umgebucht und entsprechend den jeweiligen Konditionen verzinst. Beim Auflösen des Zinskontos wird die Devise zurück in Euro getauscht.

Was auf den ersten Blick paradiesisch aussieht, hat natürlich auch einen Haken: So üppige Renditen gibt es nicht ohne Risiko. Es gilt der Grundsatz: Je höher der angebotene Zinssatz ist, desto größer ist auch die Gefahr für Ihr Geld. Vor allem in weniger hoch entwickelten Volkswirtschaften kann etwa der Wechselkurs gehörig schwanken.

Der Leitzins wirkt sich ebenfalls auf Ihre Rendite aus. Je rascher die Preise im Fremdwährungsland steigen, je höher also die Inflation ausfällt, desto stärker wird die nationale Zentralbank durch Zinssteigerungen auf die Bremse treten. Was den Verbrauchern vor Ort weh tut, wirkt sich auf Ihr Konto positiv aus, denn die Zinsen kommen zumindest mittelbar auch Ihnen zugute.

Risikostreuung mittels Fremdwährungskonten

Devisen-Investments lohnen sich auch, weil sie eine ergänzende Komponente ins Depot bringen. Sie können so vor allem mit etwas niedriger verzinsten Fremdwährungs-Anlagen das Risiko breiter streuen und fallende Aktienrenditen ausgleichen. Dennoch halten sich Privatanleger bei Deviseninvestments bisher noch zurück. Zu Unrecht, denn diese bieten Ihnen attraktive Chance/Risiko-Profile.

Übrigens: Ein Fremdwährungskonto ist ein reines Verrechnungskonto. Sie können es nicht für Überweisungen von Devisen nutzen.

Fremdwährungskonten: Die wichtigsten Angebote und worauf Sie achten müssen

Ein Fremdwährungskonto für die Geldanlage ist schnell eröffnet. Es gibt zahlreiche Anbieter, unter denen Sie wählen können. Häufig können Sie den entsprechenden Antrag auf der jeweiligen Homepage online ausfüllen.

Allerdings lohnt sich ein Vergleich. Folgende Aspekte sollten Sie beachten:

Währungsvielfalt

Das Angebot der zur Verfügung stehenden Währungen unterscheidet sich von Bank zu Bank teils erheblich. Amerikanische Dollar und Schweizer Franken sowie Britische Pfund erhalten Sie praktisch überall. Schwieriger wird es bei höher verzinsten „Exoten“ wie der Neuen Türkischen Lira, Mexikanischen Peso oder Norwegischen Kronen.

Falls Sie bereits eine bestimmte Devise im Auge haben, fällt die Wahl des passenden Anbieters leicht. Sonst sollten Sie Banken bevorzugen, die eine breitere Auswahl anbieten.

Kontoführungsgebühren

In der Regel berechnen Ihnen die Banken für das Führen des Kontos keine Gebühren. Falls doch, sollten Sie den Anbieter nicht in die engere Wahl nehmen.

Konvertierungsgebühren

Auch wenn das Konto kostenlos geführt wird, will die Bank ihren Anteil am Geschäft. Den holt sie sich über Gebühren, die bei jeder Tauschtransaktion fällig werden. Hier lohnt sich der genaue Vergleich, denn die Aufschläge liegen zwar meist bei 1%, einige Banken kassieren jedoch auch deutlich weniger.

Kursspanne

Zu den Transaktionskosten zählt auch die Kursspanne. Sie beschreibt die Spanne zwischen den Preisen, zu denen der Händler – also Ihre Bank – die Währung kaufen und verkaufen kann. Je höher diese Spanne ist, desto größer ist üblicherweise der Gewinn, den die Bank damit macht. Die Kursspanne liegt meist etwa zwischen 0,1 und 4% – je niedriger, desto besser für Sie.

Mindestanlage

Die meisten Banken verlangen einen Mindestbetrag für Deviseninvestments. Häufig liegt dieser bei 500 €, einige Institute fordern 5.000 € oder mehr.

Verzinsung

Was bekommen Sie für Ihr Geld? Diese Frage scheint die wichtigste zu sein. Schließlich unterscheiden sich die Zinssätze zum Teil erheblich.

Aber: Ohne etwa die Gebühren zu berücksichtigen, sind sie wenig aussagekräftig. Denn die Transaktionsaufschläge drücken vor allem bei kurzfristigen Investments deutlich auf die Rendite.

Anlagedauer

Nicht alle Geldinstitute bieten Festgeld mit täglicher Kündigung. Bei manchen Banken, etwa bei der DAB, müssen Sie sich zwischen Laufzeiten zwischen 30 und 360 Tagen entscheiden. Natürlich beeinflusst das auch den angebotenen Zinssatz: Je länger die Bank mit Ihrem Geld rechnen und planen kann, desto besser wird sie Ihnen die Summe verzinsen.

Diese Banken bieten Fremdwährungskonten an

Bank Internet Telefon Devisen Brokerjet www.brokerjet.com 0043/1/53689–0 Schweizer Franken, Britisches Pfund,US-Dollar Comdirect www.comdirect.de 01803/4445 Schweizer Franken,Tschechi(0,09 €/Min) sche Krone,Britisches Pfund, Ungarischer Forint,Japanischer Yen,Mexikanischer Peso,Norwegische Krone, Polnischer Zloty,Neue Türkische Lira,Südafrikanischer Rand,US-Dollar Cortal Consors www.cortalconsors.de 01803/252515 Schweizer Franken,Britisches (0,09 €/Min) Pfund,US-Dollar DAB-Bank** www.dab-bank.com 01802/254505 Schweizer Franken,Britisches (0,06 € pro Anruf) Pfund,Japanischer Yen,US- Dollar E*Trade www.etrade.de 0800/3332001 Kanadischer Dollar,Schweizer Franken,Britisches Pfund, Japanischer Yen,US-Dollar Nassauische www.naspa.de 0611/364079-28 Kanadischer Dollar,AustraliSparkasse scher Dollar,Neuseeländischer Dollar,Britisches Pfund, Schweizer Franken,Norwegische Krone,Schwedische Krone,Ungarischer Forint*, Südafrikanischer Rand Nordnet www.nordnetbank.de 01802/000211 Kanadischer Dollar,Dänische (0,06 € pro Anruf) Krone,Norwegische Krone, Schwedische Krone,US-Dollar s-broker www.sbroker.de 01803/208090 Kanadischer Dollar,Schweizer (0,09 €/Min) Franken,Britisches Pfund, Hongkong Dollar,Japanischer Yen * Mindestanlage 50.000 € ** Mindestanlage 5.000 €

Sie haben dabei die Auswahl unter einer ganzen Reihe von Anbietern. Sprechen Sie zunächst mit Ihrer Hausbank. Falls Sie dort nicht fündig werden, bieten Ihnen die folgenden Banken eine breite Devisenpalette an.

Zinsen und Kursgewinne – So profitieren Sie doppelt

Attraktiv sind Fremdwährungskonten vor allem deshalb, weil sie Ihnen eine doppelte Gewinnchance mit unterschiedlichen Risiken bieten. Damit besitzen sie gewissermaßen eine eingebaute Absicherung. Die Zinsen sind dabei der sichere Teil, der spekulative Part liegt in der Erwartung von Kursschwankungen der Fremdwährung gegenüber dem Euro.

Beachten Sie aber: Je höher der angebotene Zins auf die Devise liegt, desto größer ist die Gefahr von Kursausschlägen. Diese können unter Umständen so stark ausfallen, dass die Zinsgewinne ausgeglichen werden.

Das trifft umso mehr zu, wenn der Euro – so wie aktuell – besondere Stärke zeigt. Ein Blick auf die Entwicklung beliebter Festgeld-Devisen während der vergangenen 12 Monate macht das deutlich:

Währungsentwicklung in den vergangenen 12 Monaten

Währung Kursentwicklung Fremdwährung/EUR Britische Pfund (GBP) +1,10% Dänische Krone (DKK) +0,12% Hongkong Dollar (HKD) -9,16% Japanischer Yen (JPY) -13,64% Kanadischer Dollar (CAD) -7,39% Mexikanischer Peso (MXN) -7,30% Neue Türkische Lira (TRY) -12,54% Norwegische Krone (NKK) -4,55% Polnischer Zloty (PLN) +2,17% Schwedische Krone (SEK) +1,53% Schweizer Franken (CHF) -5,23% Südafrikanischer Rand (ZAR) -26,87% Tschechische Krone (CZK) +1,21% Ungarischer Forint (HUF) +5,95% US-Dollar (USD) -8,22%

Sie sehen: Wer vor einem Jahr auf Südafrikanische Rand gesetzt hat, wird trotz recht guter Verzinsung einen Gesamtverlust verbuchen müssen. Mit dem Kauf Ungarischer Forint dagegen haben Anleger ein Plus von fast 11% (bei 5% Zinsen und knapp 6% Wechselkursgewinn) erwirtschaftet.

Beachten Sie, dass selbst vermeintlich sichere Dollar-Investments aufgrund der Euro-Stärke deutlich ins Minus gerutscht sind, zumal Festgeld auf Dollar-Basis (Laufzeit mindestens 30 Tage) derzeit maximal 4,75% bringt.

Entscheidungshilfe: Maximaler Kursverlust

Für Sie ist es als Entscheidungshilfe für ein Devisen-Festgeld wichtig, den Kursverlust zu ermitteln, bis zu dem die höheren Zinsen die Anlage einem sicheren Euro-Investment gleichwertig oder besser machen. Dazu ein Beispiel:

Sie investieren in Neue Türkische Lira und erhalten darauf konstant 12% Zinsen. Auf Euro-Tagesgeld erhalten Sie 3,75%. Dann darf bei einer Anlagedauer von einem Jahr die Devise um maximal 8,25% gegenüber dem Euro fallen.

Vorsicht Fiskus: Was Sie in Sachen Steuern beachten müssen

Bis zur Einführung der pauschalen Abgeltungsteuer auf Kapitalerträge im Jahr 2009 – dann müssen Zinsen und Spekulationsgewinne einheitlich mit 25% versteuert werden – greift das Finanzamt auf 2 unterschiedliche Arten zu: bei Zinserträgen und Kursgewinnen.

Einerseits nämlich geht es um die Zinserträge. Ob Sie diese in Euro oder in einer ausländischen Währung erzielen, ist dem Fiskus egal. Sie müssen die Beträge in Ihrer Einkommensteuererklärung als Einkünfte aus Kapitalvermögen angeben. Bis zu dem Sparerfreibetrag (750 € für Ledige, 1.500 € für Verheiratete plus 51 € Werbungskostenpauschale pro Person) fallen keine Abgaben an, bei Beträgen über diesen Sätzen müssen Sie die Erträge mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz versteuern.

Anders sieht das bei etwaigen (Wechsel-)Kursgewinnen aus. Bei Käufen und Verkäufen innerhalb eines Jahres gilt ein Plus als Spekulationsgewinn, und der muss – sobald er die Freigrenze von 512 € übersteigt – ebenfalls versteuert werden. Wenigstens können Sie Verluste aus anderen Veräußerungsgeschäften gegenrechnen und so womöglich Ihre Steuerlast senken.

Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis in Sachen Steuern: Falls Sie innerhalb eines Jahres mehrere Tranchen einer Währung kaufen und wieder verkaufen, gilt für Sie das First-in-first-out-Prinzip. Das bedeutet: Zuerst gekaufte Devisen einer Währung gelten auch als zuerst wieder veräußert. Das mindert Ihre steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten und macht viel Mühe bei der Kontrolle der Jahresbescheinigung über Kapitalerträge und Veräußerungsgeschäfte, die Sie von Ihrer Bank erhalten. Denn gerade Fremdwährungstransaktionen werden häufig unvollständig oder nicht korrekt erfasst.

Aktueller Kommentar Juni 2007: Jetzt einsteigen – Diese Länder bieten Ihnen gute Chancen

An den Börsen geht es bergauf, der DAX hat die 7.500- Punkte-Marke durchbrochen – und allmählich wird die Frage lauter, wie lange es so weiter gehen kann. Fundamental sieht es zwar an den Märkten anders aus als in den Krisenjahren ab 2000, dennoch ist es sinnvoll, über eine Diversifikation zur Risikoabsicherung nachzudenken.

Da sich Devisen weitgehend unabhängig von den Aktienmärkten entwickeln, bietet sich Ihnen hier eine attraktive Möglichkeit zur Risikostreuung an. Die Entscheidung für eine bestimmte Währung hängt dabei – neben dem Zinsniveau – von mehreren fundamentalen Faktoren ab. Denn die Devisenmärkte sind das Abbild der jeweiligen Volkswirtschaften. Wirtschaftliches Wachstum, Preisniveau, Produktivität und Zinsniveau sind maßgebliche Kriterien. Hinzu kommen Kaufkraft, Zinsunterschiede gegenüber

anderen Ländern oder Handelsbilanzsalden. Und schließlich gibt es Faktoren wie staatliche Reglementierung, Interventionen oder auch aktuelle Nachrichten, die das Wechselkursverhältnis zumindest kurzfristig ausschlagen lassen.

Derzeit haben Sie die Auswahl unter folgenden Währungen: Britische Pfund, Dänische Kronen, Hongkong Dollar, Japanische Yen, Kanadische Dollar, Mexikanische Pesos, Neue Türkische Lira, Norwegische Kronen, Polnische Zloty, Schwedische Kronen, Schweizer Franken, Südafrikanische Rand, Tschechische Kronen, Ungarische Forint und US-Dollar.

Nicht alle Währungen und Länder sind dabei gleich attraktiv. So können Sie aktuell bei Franken und Yen – wenn überhaupt – Zinsen unterhalb des Inflationsniveaus in der Euro-Zone erwarten. Im Klartext: Sie machen zumindest so lange Verluste, bis die Zinssätze deutlich erhöht werden. Doch danach sieht es derzeit nicht aus. Eine besonders gute Verzinsung gibt es dagegen aktuell in der Türkei.

Meine Empfehlungen: 1 Währung und 1 Währungs-Zertifikat, die Ihnen gute Gewinne versprechen

Devisen stellen eine gute Ergänzung zu einem aktienorientierten Depot dar. Die Türkische Lira beschert Ihnen neben einer Verzinsung von 12% die Aussicht auf zusätzliche Kursgewinne, denn die wirtschaftlichen Fundamentaldaten des Landes stimmen.

Außerdem werde ich Ihnen ein Zertifikat präsentieren, dass eine gute Alternative zu Termingeldkonten in ausländischen Währungen darstellt, dabei aber alle Vorteile dieser Anlageform beinhaltet.

Neue Türkische Lira: 12% Zinsen plus Aufwertungspotenzial beim Wechselkurs

Krisenstimmung herrscht aktuell in der Türkei. Putschgerüchte und eine mögliche Islamisierung durch die Wahl von Außenminister Abdullah Gül zum Präsidenten sorgten vor wenigen Wochen für starken Druck auf die Neue Türkische Lira, die gegenüber dem Dollar bis zu 4% verlor.

Am Beispiel Türkei zeigt sich, dass Währungen in noch nicht ausgereiften Volkswirtschaften besonders volatil auf schlechte Nachrichten reagieren.

Kursverhältnis von Euro zu Neuer Türkischer Lira

2,15 2,10 2,05 2,00 1,95 1,90 1,85 1,80 1,75 2006 2007

So viele Türkische Lira bekommen Sie für 1 €. Trotz hoher Schwankungen zeigte sich die türkische Währung in den vergangenen Monaten robust.

Dennoch bewerte ich ein Investment in die türkische Währung positiv. Das liegt vor allem daran, dass sich das Land in einem recht stabilen wirtschaftlichen Aufwärtstrend befindet. Das Wirtschaftswachstum liegt seit nunmehr 5 Jahren bei durchschnittlich rund 7% jährlich. Gleichzeitig ist das Land bei ausländischen Investoren beliebt: 2006 flossen fast 20 Mrd. € in den Bosporusstaat, 2007 wird dieser Betrag deutlich höher liegen. Der türkische Leitzins liegt mit aktuell 17,5% auf sehr hohem Niveau.

Ökonomisch hat die Regierung Erdogan ihre Hausaufgaben gemacht: Der Staatshaushalt wurde weitgehend saniert, die Geldpolitik neu ausgerichtet und der Bankensektor reformiert.

Langfristig besitzt die Türkische Lira deutliches Aufwertungspotenzial. Einen Schwächeanfall wie vor rund einem Jahr, als die Beitrittsträume zur Europäischen Union vorerst auf Eis gelegt werden mussten, wird es in diesem Ausmaß nicht mehr geben. Zwischenzeitliche kleinere Rückschläge sind jedoch jederzeit möglich.

Warten Sie vor dem Einstieg einen Euro-Anstieg über 1,85 Türkische Lira ab

KpG-Anlagekonzept* Fremdwährungskonto auf Türkische Lira kurz- bis mittelfristige Anlage Chancen-Investment für Mehr Rendite * siehe Seite 6, K50/008 oder ab Seite K51/001

Bei Kursen über 1,85 Neuer Türkischer Lira können Sie eine Tranche der Devise kaufen und die derzeit stolzen 12% Zinsen einstreichen. Bedenken Sie dabei, dass die Währung kurzfristig relativ volatil reagieren kann.

Meine Empfehlung: Dieses Investment sollte weniger als 5% Ihres gesamten Anlagevermögens ausmachen. Außerdem sollten Sie die Entwicklung in der Türkei verfolgen, um bei Trendänderungen aussteigen zu können.

Unterm Strich setzen Sie mit der Neuen Türkischen Lira auf die Währung eines aufstrebenden Landes. Im Rahmen der Annäherung an die EU handelt es sich um eine Konvergenzspekulation, die Ihnen mittelfristig zwar sinkende Zinsen, dafür aber eine positive Wechselkursentwicklung bescheren wird. Derzeit gibt es Tagesgeldkonten auf Basis Neuer Türkischer Lira nur bei der comdirect Bank.

Lukrative Konto-Alternative: Zins-Zertifikate

Ich bin von Fremdwährungskonten überzeugt. Dennoch gibt es eine interessante Alternative, die ich ebenfalls für sehr vielversprechend halte. Es handelt sich um Zins-Zertifikate, die börsentäglich gehandelt werden können und Sie damit unabhängiger von einem Geldinstitut machen.

Die Zinsen werden Ihnen bei diesen Zertifikaten meist täglich gutgeschrieben. Das Risiko besteht – wie beim Fremdwährungskonto – in den Kursschwankungen gegenüber dem Euro. Allerdings sind die Kosten für den Kauf niedriger, wirken sich also nicht so stark auf die Rendite aus. Und schließlich orientiert sich der Zinssatz am aktuellen Geldmarktzins, wird also nicht von der Depotbank festgelegt.

Zertifikat auf Isländische Kronen aussichtsreich

Ich empfehle Ihnen ein Zins-Zertifikat auf Isländische Kronen (WKN ABN9LC). Derzeit liegt der Zinssatz bei 11,3%. Dieses attraktive Zinsniveau stützt die Währung und trägt mittelbar zu niedrigeren Preissteigerungen bei. Rezessionsängste, die im vergangenen Jahr für eine massive Abwertung der Währung gesorgt haben, sind vergessen. Seit Februar pendelt der Wechselkurs daher in einem recht stabilen Korridor zwischen 86 und 90 Isländischen Kronen für 1 €.

Zertifikat auf Isländische Kronen

EUR 112,5 110,0 107,5 105,0 102,5 100,0 06/06 08/06 10/06 12/06 02/07 04/07

Seit seiner Markteinführung hat sich das Zertifikat hervorragend entwickelt.

An diesem Verhältnis dürfte sich vorläufig wenig ändern. Erst im vierten Quartal könnte die Notenbank einen Zinssenkungszyklus starten, der den Leitzins bis zum Jahresende auf 13,25% bringt und sich auch im kommenden Jahr fortsetzen dürfte. Das dürfte den Wert der Krone etwas drücken. Die hohe Verzinsung ist dieses Risiko aber allemal wert.

KpG-Anlagekonzept* Zins-Zertifikat Isländische Kronen WKN: ABN9LC / ISIN: NL0000638633 kurz- bis mittelfristige Anlage Chancen-Investment für Mehr Rendite * siehe Seite 6, K50/008 oder ab Seite K51/001

Eine Anlage in Isländische Kronen ist derzeit ein aussichtsreiches Zinsinvestment. Der Kauf des Zertifikats lohnt sich für alle Anleger, die die Vorteile eines hochverzinslichen Deviseninvestments suchen und das Wechselkursrisiko in Grenzen halten wollen.

Meine Empfehlung: Kaufen Sie das Zertifikat bis zu einem Kurs von 117,00 € (aktueller Kurs 115,54 €).

Checkliste für die Auswahl von Fremdwährungen und Fremdwährungskonten

  • Schauen Sie sich bei der Auswahl der Währung(en) sehr genau die wirtschaftliche und politische Entwicklung im jeweiligen Staat an. Achten Sie auch auf begründete Analystenmeinungen in den Medien. Machen Sie sich ein Bild davon, wie es mit „Ihrer“ Devise weitergeht.

  • Sehen Sie sich die Kosten- und Gebührenstruktur des Anbieters an, den Sie ins Auge fassen. Welche Zinsen bietet man Ihnen? Fragen Sie ausdrücklich nach dem Wechselkurs und vergleichen Sie ihn mit dem jeweiligen Interbank-Kassakurs.

  • Fremdwährungskonto oder Zins-Zertifikat? Das ist nicht zuletzt eine Frage der gewünschten Devise. Nicht jede ausländische Währung können Sie auf ein Tagesgeld-Währungskonto legen. Die Auswahl unter den Zins-Zertifikaten ist etwas größer.

  • Halten Sie sich auf dem Laufenden, um bei geänderten Rahmenbedingungen einen raschen Ausstieg vollziehen zu können. Das gilt vor allem dann, wenn Sie Ihr Geld kurzfristig parken wollen und eine längere Schwächeperiode der Devise nicht aussitzen wollen oder können.

Ein „Geldanlage-Berater“-Beitrag von Marc Reisner. Der studierte Wirtschafts- und Organisationswissenschaftler hat als Chefredakteur für mehrere Börsenpublikationen und als leitender Redakteur für ein Immobilien-Fachmagazin gearbeitet. Heute ist er Mitinhaber eines Redaktionsbüros und arbeitet als freier Finanzautor.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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