Siemens mit attraktiver Dividendenrendite

Vergangene Woche hatte ich Ihnen die Allianz als Dividenden-Dauerläufer vorgestellt. Mit Siemens stelle ich Ihnen heute einen weiteren wahren Dividendenritter vor. (Foto: wallix / Shutterstock.com)

Vergangene Woche hatte ich Ihnen die Allianz als Dividenden-Dauerläufer vorgestellt. Mit Siemens stelle ich Ihnen heute einen weiteren wahren Dividendenritter vor, der seit 1952 ununterbrochen Dividenden ausschüttet und beim Dividendenwachstum der vergangenen 6 Jahre mit 37% zu den Spitzenreitern unter den Dauer-Zahlern zählt.

Ein starkes Geschäftsjahr

„Wir verwirklichen, worauf es ankommt“, mit diesen Worten will Siemens in die Zukunft, sprich Richtung 2020, schreiten. Den Aktionären kommt es aber mehr auf die Zahlen an, als auf schöne Worte. Und diese Zahlen hat Siemens offenbar verwirklicht. Das Geschäftsjahr 2017 war eines der stärksten in der Geschichte von Siemens, ohne Berücksichtigung von Beteiligungsverkäufen sogar das Beste. Der Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser hatte versprochen, dass sich der radikale Konzernumbau im Geschäftsjahr 2017 positiv in den Zahlen niederschlagen wird. Er hat Wort gehalten.

Siemens enteilt der Konkurrenz

In Sachen Wachstum will sich Siemens besser schlagen als die Konkurrenz. Leicht wird das nicht, das Umfeld ist unsicher: Nicht nur in China schwächen sich die Wachstumsraten ab; zudem leidet auch Siemens als Ausrüster der Förderer unter dem relativ niedrigen Ölpreis. Diese Effekte konnte Siemens in den vergangenen Monaten zumindest gut kompensieren. Erneut präsentierte der Konzern ein Rekordergebnis.

Vor allem bei der Digitalisierung von Fabriken enteilt Siemens der Konkurrenz. Der Umsatz legte um 4,3% auf über 83 Mrd. € zu. Von Power and Gas sowie Process Industries and Drives abgesehen, trugen alle industriellen Geschäfte zum Umsatzanstieg bei. Angeführt wurde die Umsatzsteigerung durch starkes Wachstum bei SGRE, vorwiegend aufgrund des zusätzlichen Volumens aus dem Zusammenschluss mit Gamesa; danach folgte Digital Factory.

Gewinn steigt um 12%

Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäften vor Steuern stieg um 12%. Darin enthalten waren auch höhere Aufwendungen für Vertrieb und Forschung und Entwicklung (FuE), vor allem bei Digital Factory. In diesen Bereich wurde gezielt investiert, um organisches Volumenwachstum zu erreichen und die Innovationsfähigkeit zu stärken, wie zum Beispiel mit MindSphere bei Digital Factory.

Im September unterzeichneten Siemens und Alstom eine Absichtserklärung über die Zusammenlegung des Mobilitätsgeschäfts von Siemens, einschließlich des in der Division Process Industries and Drives enthaltenen Bereichs Bahnantriebe, mit Alstom. Die beiden Geschäfte ergänzen sich weitgehend im Hinblick auf ihre Aktivitäten und geografischen Standorte.

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Die Medizintechnik geht an die Börse

Siemens bringt sein Medizintechnikgeschäft an die Börse und setzt damit den stetigen Konzernumbau fort. Die einstige Sorgensparte mauserte sich in den vergangenen Jahren zum rentabelsten Geschäft. Die Medizintechnik firmiert unter dem Namen Healthineers – einer Wortschöpfung aus den englischen Begriffen für Gesundheit und Ingenieure – und ist mit einem Jahresumsatz von über 13 Mrd. € Euro der zweitgrößte Umsatzbringer nach dem Kraftwerksgeschäft.

Weltweit arbeiten 45.000 Menschen in der Sparte. Mit dem Schritt will Siemens die Healthineers für Umbrüche im Markt mit medizinischer Technik rüsten. Seit dem 6. März können Interessierte das Papier in der Spanne 26 bis 31 € zeichnen.

Attraktiver Dividendentitel

Herrscht Unsicherheit auf den Märkten, dann sind nicht zwingend die Unternehmen an der Börse gefragt, die große Wachstumsfantasien versprechen. Dann sind die Aktien jener Unternehmen interessant, die an den Märkten etabliert sind und solide Dividenden ausschütten.

Und so verwundert es auch nicht, dass Siemens unter den deutschen Technologie- und IT- Konzernen das Unternehmen ist, das die höchste Dividende ausschüttet.


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© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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