Siemens: Wir gehören zur Familie

Mit Siemens stelle ich Ihnen heute den 2. Wert aus der Serie der 7 (6) Dividenden-Dauerläufer vor. Der Konzern ist ein wahrer Dividenden-Ritter:

Er zählt seit 1952 ununterbrochen Dividenden ausschüttet und beim Dividenden-Wachstum der vergangenen 6 Jahre mit über 100% zu den Spitzenreitern unter den Dauer-Zahlern.

Ein starkes Geschäftsjahr

„Wir verwirklichen, worauf es ankommt“, mit diesen Worten will Siemens in die Zukunft, sprich: Richtung 2020, schreiten.

Den Aktionären kommt es aber mehr auf die Zahlen an, als auf schöne Worte. Und diese Zahlen hat Siemens offenbar verwirklicht.

Das Geschäftsjahr 2016 war eines der stärksten in der Geschichte von Siemens, ohne Berücksichtigung von Beteiligungs-Verkäufen sogar das Beste.

Der Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser hatte versprochen, dass sich der radikale Konzern-Umbau im Geschäftsjahr 2016 positiv in den Zahlen niederschlagen wird. Er hat Wort gehalten.

Umsatz steigt um 5%

In Sachen Wachstum will sich Siemens besser schlagen als die Konkurrenz. Leicht wird das nicht, das Umfeld ist unsicher:

Nicht nur in China schwächen sich die Wachstumsraten ab. Zudem leidet auch Siemens als Ausrüster der Förderer unter dem niedrigen Ölpreis.

Diese Effekte konnte der Konzern in den vergangenen Monaten zumindest gut kompensieren.

2016 setzte Siemens knapp 80 Mrd. € um, 5% mehr als vor 1 Jahr. Der Umsatz des industriellen Geschäfts ist um 13% auf 8,7 Mrd. € angestiegen.

Kräftige Zunahmen bei Power and Gas, Energy Management sowie Wind Power and Renewables und Wachstum bei anderen Bereichen überwogen einen Rückgang bei Process Industries and Drives.

Der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft stagnierte bei satten 5,4 Mrd. €.

Die Medizintechnik soll an die Börse

Siemens will sein Medizintechnik-Geschäft an die Börse bringen und setzt damit den stetigen Konzern-Umbau fort.

Die einstige Sorgen-Sparte mauserte sich in den vergangenen Jahren zum rentabelsten Geschäft.

Die Medizintechnik firmiert unter dem Namen Healthineers – einer Wortschöpfung aus den englischen Begriffen für Gesundheit und Ingenieure.

Sie ist mit einem Jahres-Umsatz von 13,5 Mrd. € der zweitgrößte Umsatz-Bringer nach dem Kraftwerks-Geschäft.

Weltweit arbeiten 45.000 Menschen in der Sparte. Mit dem Schritt will Siemens die Healthineers für Umbrüche im Markt mit medizinischer Technik rüsten.

Der Zeitplan für den Börsengang ist noch offen.

Attraktiver Dividenden-Titel

Herrscht Unsicherheit auf den Märkten, dann sind nicht zwingend die Unternehmen an der Börse gefragt, die große Wachstums-Fantasien versprechen.

Dann sind die Aktien jener Unternehmen interessant, die an den Märkten etabliert sind und solide Dividenden ausschütten.

Und so verwundert es auch nicht, dass Siemens unter den deutschen Technologie- und IT-Firmen der Konzern ist, der die höchste Dividende ausschüttet:

In den Geschäftsjahren 2007 – 2009 lag die Dividende von Siemens stets bei 1,60 € je Aktie, in 2010 stieg sie zunächst auf 2,70 €, ab 2011 weiter auf 3,30 € und für das Geschäftsjahr 2015 auf 3,50 €.

Jetzt kommen 3,60 € zur Auszahlung. Seit 14 Jahren wurde die Dividende nie gekürzt. Damit beträgt die Dividendenrendite beim aktuellen Kurs stattliche 3,2%. Was wollen Sie mehr?

30. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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