Silber: Für 2018 sieht es sehr gut aus

Ein Metall hat Anlegern in diesem Jahr bislang nur wenig Freude gemacht: Silber.

Einmal mehr haben wir die hohen Schwankungen gesehen, und genau das macht es eben auch risikoreicher als die Anlage in Gold.

Allerdings hängt derzeit der Silberpreis dem Goldpreis doch klar hinterher.

Das ist nun wirklich nicht positiv zu bewerten, denn wenn ein Metall höherer Schwankungen aufweist und dann noch eine schlechtere Performance, ist es sicherlich nicht das Investment der Stunde!

Analyse zum Silbermarkt verdeutlicht die dramatische Lage

Aktuell bin ich auf eine neue Analyse zum Silbermarkt gestoßen, die von den Experten von Macquarie Research stammt.

In der Analyse geht es hauptsächlich um die Rolle der Privat-Investoren am Markt.

Die ist tatsächlich gerade im Investment-Bereich extrem wichtig. Silbermünzen sind beispielsweise mit die wichtigste Anlageform beim Silber.

Und hier hat es im laufenden Jahr massive Verschiebungen v. a. auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt gegeben.

So berichten die Rohstoff-Experten, dass die weltweiten Münzverkäufe beim Silber im Vergleich zum Vorjahr im 2. Quartal 2017 um 48% gefallen sind.

Auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt ging es sogar um 51% nach unten.

Der Silbermarkt ist deutlich kleiner als der Goldmarkt

Diese Zahlen hören sich dramatisch an und geben sicherlich ein klares Bild von der Stimmung auf dem Silbermarkt wieder.

Doch eine Sache müssen Sie dabei auch immer bedenken: Silber nimmt im Vergleich zum Gold – gemessen am Volumen – nur einen kleinen Anteil ein:

  • Nach Angaben des Edelmetall-Händlers Pro Aurum steht Gold für 90% der Verkäufe.
  • Danach folgt Silber mit einem Anteil von knapp 9%.
  • Den restlichen Anteil von etwas mehr als 1% teilen sich Platin und Palladium.

Diese Zahlen beziehen sich auf den deutschsprachigen Markt mit Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Es ist gut möglich, dass die Ziffern in den USA etwas anders ausfallen, aber dennoch ist hier natürlich auch Gold die bestimmende Größe.

Viel entscheidender ist hier die Frage, warum das Interesse am Silber so stark nachgelassen hat? Auch hierauf haben die Rohstoff-Experten eine Antwort:

Gerade in den USA hat die zuletzt bessere Stimmung in der Wirtschaft dazu geführt, dass weniger Investoren an eine aktive Absicherung denken.

Und genau das sind natürlich physische Silber-Bestände. Silber wird hier oft nur als Ergänzung zum Gold angesehen.

Besserung in Aussicht – Industrieller Bedarf an Silber immer noch vorhanden

Die Experten schätzen die weiteren Fundamentaldaten für den Silbermarkt eher positiv sein. Das liegt auch am weiterhin hohen industriellen Bedarf an Silber.

2 Sektoren sind hier besonders wichtig: Das sind die Halbleiter für die Computer-Industrie und die Solar Panels.

Gerade hier hatte es zuletzt eine deutlich anziehende Nachfrage aus China gegeben, was sich positiv auf die weitere Preis-Entwicklung auswirken kann.

Die Experten von Macquarie Research erwarten 2018 auf jeden Fall klar steigende Preise beim Silber.

Nach der Prognose von 17,20 USD im laufenden Jahr erwarten sie hier im kommenden Jahr einen Anstieg im Durchschnitts-Preis auf 20 USD.

2019 soll es dann auch schon auf knapp 22 USD nach oben gehen. Das ist immer noch weit weg vom Rekordhoch von knapp 50 USD im Jahr 2011, aber es gibt eine positive Richtung vor.


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23. Oktober 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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