Silber: Langfristig weiter aussichtsreich

2017 war ein schwaches Jahr für Silber. 2018 könnte sich das langsam ändern und auf Sicht der nächsten Jahre sieht es sehr gut aus. (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Der Silbermarkt stand zuletzt klar unter Druck. Das gesamte Jahr 2017 hat sich bei diesem Metall nur sehr wenig getan. Und eins ist auch klar: Bei Preisen im Bereich um 17 Dollar pro Unze macht Silber nur wenig Spaß.

Viele Minenfirmen haben beispielsweise Produktionskosten auf diesem Niveau. Aus diesem Grund ist auch die Ertragskraft vielen Silberminen derzeit nicht besonders groß. Die jetzt laufende Berichtssaison wird auf jeden Fall zeigen, wie die Silberminen das schwierige Preisumfeld im vergangenen Jahr überstanden haben.

Dabei gibt es sie noch, die Optimisten für den Silberpreis. Dazu gehören beispielsweise die Experten der CPM Group aus den USA. Sie bleiben weiterhin bei der langfristigen Preisprognose für Silber von 30 Dollar pro Unze. Zunächst erwarten eine eher weiterhin moderate Entwicklung im 1. Halbjahr 2008. Aber ab den Jahren 2019 und 2020 sollte der Silberpreis nach Ansicht der Experten wieder deutlich anziehen.

Besonders stark sehen die Experten die Entwicklung des Silberpreises für den Fall einer weiteren Finanzkrise. Vor allen Dingen das Feld der ausufernden Schulden sorgt hier für das notwendige Krisenpotenzial.

In der nächsten Finanzkrise hat Silber massives Potenzial

Doch derzeit erwartet die CPM Group für die kommenden Jahre erst einmal noch eine ruhige Entwicklung an den Finanzmärkten. „Eine massive Krise an den Finanzmärkten kann sich sehr gut in den Jahren 2023 oder 2024 entfalten“, so lautet die aktuelle Einschätzung der Experten.

Und dann ist beim Silberpreis ein Bereich von 35 Dollar gut möglich. Tatsächlich haben wir als Reaktion auf die vergangene Finanzkrise massiv steigende Preise gesehen. In der Spitze kletterte der Preis für die Feinunze Silber dann im Jahr 2011 bis auf knapp 50 Dollar nach oben.

Allerdings zeigt sich dann auch, dass sich der Silberpreis nach Überwindung der Finanzkrise schnell wieder den Produktionskosten angepasst hat. Ein wichtiger Faktor für die Weiterentwicklung des Preises ist sicherlich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Durch die schwierigen Jahre seit 2011 sind viele neue Projekte im Silberbereich gar nicht mehr angestoßen worden. Nun erwarten einige Experten auf Sicht der kommenden 2-3 Jahre ein klares Angebotsdefizit. Und sollte sich das tatsächlich entwickeln, wäre das auf jeden Fall positiv für die Preise.

Doch eins müssen Sie immer bedenken: Wenn sie in Deutschland Silber kaufen, passiert das in Euro. Hier hatte Silberpreis auf Jahressicht durch den schwachen Dollar zuletzt rund 12 % an Wert verloren. Auf Eurobasis notiert der Silberpreis nahezu unverändert im Vergleich zum Preis von vor einem Jahr.

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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