Silberpreis: So geht es weiter

Heute gilt es. Heute entscheidet die US-Notenbank Fed über die Zinsen. Eine Erhöhung scheint so möglich wie seit Jahren nicht mehr. Und selbst wenn es heute nicht zum Zinsschritt kommt, so wird der Zinsschritt bei der nächsten Fed-Sitzung immer wahrscheinlicher.

Zinsen haben immer einen großen Einfluss auf die Märkte – so lautet eine These vieler Investoren. Daher ist es aktuell auch sehr wichtig auf die Entwicklung der Edelmetalle zu schauen. Im Vorfeld der Fed-Sitzung ging es sowohl beim Gold als auch besonders beim Silber massiv nach oben.

Silber hat dabei wieder fast die Marke von 15 Dollar pro Unze erreicht. Das bedeutet den höchsten Stand seit drei Wochen. Allein am Mittwoch schoss der Silberpreis um fast 4% nach oben. Beim Gold gab es im Vergleich dazu nur einen Zuwachs von knapp 2%.

Hier sehen Sie einmal mehr: Silber ist der volatile Bruder des Goldes. Wenn es bei den Edelmetallen zu Preisbewegungen kommt, fallen diese beim Silber in der Regel deutlich größer aus. Doch zuletzt kannte der Silberpreis eben nur eine Richtung: Nach unten. Nach einem starken Tag ist es auf jeden Fall noch viel zu früh, eine Trendwende auszurufen. Doch immerhin ist der aktuelle Preisanstieg doch ein positives Signal für das zuletzt arg gebeutelte Edelmetall.

Silber aktuell so günstig wie seit 2009 nicht mehr

Wie umfassend die aktuelle Krise beim Silber ist, zeigt erst der Blick auf die langjährige Entwicklung. Mit einem Preis von nur noch 14,19 Dollar pro Unze sackte der Silberpreis Ende August auf das niedrigste Nivea seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 ab.

Auf Jahressicht steht beim Silber ein Verlust von rund 22% zu Buche. Im Laufe der vergangenen drei Jahre hat Silber sogar deutlich mehr als die Hälfte an Wert eingebüßt. Im Detail sind es 56%. Und beim Blick zurück auf die 5-Jahres-Entwicklung sind es gut 28% Minus.

Klar ist für mich: Je länger die Phase der niedrigen Preise andauert, desto schwieriger wird die Lage für die großen Produzenten. Ein dauerhaftes Preisniveau von weniger als 15 Dollar ist nur für eine kleine Gruppe von Produzenten wirklich durchzuhalten.

17. September 2015

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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