Siltronic-Aktie: Waferhersteller nimmt nach positiver Analystenstudie Allzeithoch in Angriff

Waferhersteller reitet Erfolgswelle durch Halbleiterboom. Positiver Analystenkommentar schiebt Aktie Richtung Allzeithoch (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Nach der Abspaltung Siltronics vom ehemaligen Mutterkonzerns Wacker Chemie im Sommer 2015 brauchten die Anleger viel Geduld. In den ersten Monaten kannte die Aktie des Waferherstellers nämlich nur eine Richtung – bergab. In wenigen Monaten fielen die Papiere von über 34 Euro bis auf 12,50 Euro bevor der Abwärtstrend stoppte. Seither geht es allerdings stramm nach oben. Erhöhte Prognosen und zuletzt bullische Analystenkommentare haben der Aktie kräftigen Aufwind verliehen. Nach einem Tagesplus von über 8% am Freitag notiert die Aktie bei 138,20 Euro und damit nur noch minimal unter ihrem Allzeithoch.

Siltronic im Porträt

Siltronic gehört eigenen Angaben zufolge zu den weltweit führenden Herstellern für Wafer aus Reinstsilicium und ist Partner vieler führender Chip-Hersteller. Das Münchener Unternehmen unterhält Produktionsstätten in Europa, Asien und den USA. Siltronic entwickelt und fertigt Wafer mit einem Durchmesser von bis zu 300 mm. Für Sie zur Information: Siliciumwafer sind die Grundlage der modernen Mikro- und Nanoelektronik. Sie werden z.B. in Computern, Smartphones, Flachdisplays, Navigationssystemen, Steuer- und Kontrollsystemen für die Automobilbranche sowie in vielen anderen Anwendungen eingesetzt.

Im Jahr 2015 wurde Siltronic von der Muttergesellschaft Wacker Chemie abgespalten und notiert seither als eigenständiges Unternehmen an der Börse. Wacker Chemie hält weiterhin knapp 31% aller Aktien und ist damit der größte Einzelaktionär Siltronics.

Tal der Tränen ist durchschritten

In den Jahren 2014 und 2015 kämpfte Siltronic noch mit spürbaren Preisdruck. Trotz Umsätzen von über 800 Millionen Euro verharrte der Technologiekonzern in der Verlustzone. Seit 2016 reitet das Unternehmen erfolgreich die Halbleiter-Hausse und hat mit tiefgreifenden Sparmaßnahmen den Sprung in die Profitabilität geschafft.

Prognose nach oben geschraubt

Die Trendwende machte sich auch in der steigenden Zuversicht des Firmenchef Christoph von Plotho bemerkbar. Da die Verkaufspreise im Jahresverlauf 2017 weiter angestiegen sind, erhöhte Plotho zuletzt im Sommer die Prognosen für das Gesamtjahr. Die Wacker Chemie-Beteiligung rechnet mit einem Jahresumsatz von 1,12 Milliarden Euro (Vorjahr: 933 Millionen Euro).

Für Sie zum Vergleich: Nach der letzten Prognoseerhöhung im Frühjahr hatte der Konzern einen Umsatz von 1,06 Milliarden Euro angepeilt. Auch bei der Profitabilität zeigt sich Siltronic deutlich optimistischer. Immerhin soll die Marge vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) auf 27% nach oben klettern. Zuvor hatten die Münchener „nur“ eine EBITDA-Marge von 23% angepeilt.

Positive Analystenstudie sorgt für Kurssprung

Lange Zeit machten immer wieder Übernahmegerüchte die Runde und sorgten bei der Aktie für Rückenwind. Hätte man sich mit dem Großaktionär Wacker Chemie geeinigt, wäre ein Übernahmeangebot verhältnismäßig leicht zu platzieren gewesen. Allerdings wurden die konkreten Gespräche mit chinesischen Investoren bereits vor längerem abgebrochen.

Nun sorgte eine positive Analystenstudie der Deutschen Bank erneut für Rückenwind und schob die Aktie knapp unter ihr Allzeithoch. Der Banker sieht die Technologiefirma gut positioniert und erwartet einen weiteren Wachstumsschub. Sein Kursziel von 155 Euro liegt trotz des jüngsten Kurssprungs noch 12% über dem aktuellen Kursniveau. Seine Branchenkollegen zeigen sich hingegen etwas zurückhaltender. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten liegt momentan bei 144 Euro.

Bis Anfang März müssen sich die Anleger aber noch gedulden. Dann werden die endgültigen Jahreszahlen vorgelegt und der Ausblick erneuert. Nachdem sich der Aktienkurs mehr als verzehnfacht hat, bringt es Siltronic mittlerweile auf einen Börsenwert von 4,15 Milliarden Euro. Der Raum für zusätzliche Kurssteigerungen ist damit deutlich begrenzt.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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