Silver Wheaton: Eine der stärksten Silberaktien

In den vergangenen zwei Wochen hat der Silberpreis Goldpreis deutlich abgehängt. Kann sich vorstellen, dass die Aktie gleichzeitig auch deutliche Zuwächse erzielt haben. Wenn dann noch gute Bilanzdaten mit hinzukommen, stand der Kurs Rallye nichts im Weg.

Ein Beispiel für eine extrem starke Kursentwicklung ist aktuell Silver Wheaton. Dies ist das wichtigstes Silber Streaming Unternehmen der Welt. Wenn Sie diesen Newsletter schon länger lesen, wissen Sie dass ich ein großer Fan dieses Geschäftsmodells bin.

Nur noch einmal kurz erklärt: Streaming-Firmen betreiben selbst keine Minen. Sie haben nur feste Liefervereinbarungen mit bestehenden Minen und so erhalten diese Firmen ihre Edelmetalle. Silver Wheaton hat die vergangenen Jahre dazu genutzt, eine Vielzahl an neuen Deals abzuschließen.

Das Marktumfeld war dafür günstig. Viele angehende Minen suchten neue Wege der Finanzierung. Da kamen Liefervereinbarungen mit Silver Wheaton gerade richtig. Daher ist es dem kanadischen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 auch gelungen, die Produktionsmenge massiv zu steigern. Auf Jahressicht stieg so die Summe der Silberäquivalent Unzen um35% auf fast 48 Mio. Unzen.

Was bedeutet hier Silberäquivalent? Dabei werden alle Metalle- also auch der Goldanteil – in Silberunzen umgerechnet. Aus 30,7 Mio. Unzen Silber und immerhin auch 228.800 Unzen Gold wird dann eben die Kombination von 47,7 Mio. Unzen. Im laufenden Geschäftsjahr strebt Silver Wheaton eine weitere Produktionssteigerung von 15% an.

2016 bis jetzt schon Kursplus von mehr als 60%

Mit diesem Geschäftsmodell hat sich Silver Wheaton besser gehalten als viele Silberproduzenten und vor allem auch zuletzt wieder sehr stark erholt. Allein im Kalenderjahr 2016 hat die Aktie  bis jetzt schon mehr als 60% an Wert hinzugewonnen.

Entscheiden bei Silver Wheaton ist die Qualität  der Streaming Deals – vor allem gilt das für neue Vereinbarungen. Und hier hat das Unternehmen gleich bei verschiedenen Großprojekten mit Problemen zu kämpfen. Das hat allein im vierten Quartal zu Wertberichtigungen bei drei Projekten geführt, die sich mit immerhin 230 Mio. Dollar negativ auf die Konzernbilanz ausgewirkt haben.

Große Probleme bereitet beispielsweise das Pascua-Lama Projekt, das von Barrick Gold aufgebaut wird. Dort sind zuletzt die Kosten aus dem Ruder gelaufen und ein Starttermin der Produktion steht noch nicht fest. Wichtig ist aber auch: Bei der langfristigen Prognose der eigenen Produktion rechnet Silver Wheaton diesen Stream auch gar nicht mit herein und dennoch erwartet das Unternehmen eine durchschnittliche Jahresproduktion von 52 Mio. Unzen Silberäquivalent auf Sicht der nächsten zehn Jahre.

Das unterstreicht einmal mehr das große Ausbaupotenzial bei dieser Firma, die auch weiterhin noch attraktiv bewertet ist.

22. März 2016

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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