Silver Wheaton: Massive Änderung steht bevor

So langsam neigt sich die Berichts-Saison dem Ende zu, aber sie hält noch immer einige Überraschungen bereit:

Silver Wheaton mit Überraschung

Erst kürzlich hat Silver Wheaton die aktuelle Bilanz zum abgelaufenen Geschäftsjahr vorgelegt.

Diese hatte es wieder einmal in sich – und hat v. a. eine Überraschung parat, die für alle Aktionäre und interessierten Investoren extrem wichtig ist.

Gut möglich, dass Sie den Namen Silver Wheaton noch nicht gehört haben. An dieser Stelle berichte ich regelmäßig über das kanadische Unternehmen.

Das liegt eben auch an dem besonderen Geschäftsmodell; Silver Wheaton ist ein Streaming-Unternehmen.

In der Praxis bedeutet das: Der Konzern betreibt selbst keine Minen, sondern kauft das Silber – und zuletzt auch vermehrt Gold – von Produzenten auf.

Das bietet eine klassische Win-Win-Situation.

Silver Wheaton bietet so eine gesicherte Abnahme. Denn oft es bei Silber so, dass es als sogenanntes Beiprodukt bei der Förderung anfällt.

Geschäftsmodell überzeugt weiter – und die Gewinne sprudeln wieder

So haben viele Kupfer-Minen oft auch einen hohen Silber-Anteil.

Der Betreiber der Mine fokussiert sich aber auf die Kupfer-Förderung und ist froh, wenn Silver Wheaton die anfallende Silbermenge übernimmt.

Silver Wheaton hat wiederum den Vorteil selbst keine Minen zu betreiben. Damit ist das Risiko von Produktions-Kürzungen betroffen zu sein nicht sehr groß.

Nun hat Silver Wheaton die aktuellen Zahlen für 2016 vorgelegt: Der Umsatz kletterte dabei um 37% auf knapp 900 Mio. Dollar.

Unterm Strich blieb ein Gewinn von immerhin 195 Mio. Dollar – das war eine große Verbesserung, denn im Jahr 2015 hatte es hier noch einen Verlust von 162 Mio. € gegeben.

Spannend ist mittlerweile die Aufteilung der Produktion:  So hat Silver Wheaton 2016 rund 30 Mio. Unzen Silber und knapp 354.000 Unzen Gold produziert.

Dabei ist die Goldproduktion um 46% nach oben geschossen und hat einen neuen Rekord erreicht.

Nach Angaben des Managements war der Umsatz-Anteil der beiden Edelmetalle im 2. Halbjahr ungefähr gleich groß.

Aus Silver Wheaton wird bald Wheaton Precious Metals

Aus diesem Grund hat das Management jetzt eine interessante Entscheidung getroffen: Schon bald soll die Firma in Wheaton Precious Metals umbenannt werden.

Damit möchte das Management eben dem größeren Gold-Anteil Rechnung tragen.

Schon seit einigen Jahren hat Vorstands-Chef Randy Smallwood den Gold-Anteil der Produktion stetig vergrößert.

Das hat auch zu einer geringeren Schwankungs-Breite der Aktie an der Börse geführt, denn der Goldpreis schwankt doch deutlich weniger als der Silberpreis.

Bislang zeigt der Name aber einen „reinen“ Silberwert an, doch das spiegelt die Realität nicht mehr wider.

Insofern ist die Namens-Änderung als richtig einzuschätzen, denn mit Wheaton Precious Metals wird der aktuelle Geschäftsbetrieb optimal abgebildet.

27. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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