Sinner-&-Schrader-Aktie: E-Commerce-Agentur meldet neues Rekordhoch

Aktien von kleinen Firmen gelten gemeinhin als risikoreicher aber auch als gewinnträchtiger, wenn die Geschäfts-Strategie aufgeht; so auch beim deutschen E-Commerce-Spezialisten Sinner & Schrader:

Mit den gerade vorgelegten Zahlen setzt die Hamburger Firma ihren positiven Trend der vergangenen Jahre weiter fort.

Das dürfte auch die Anleger freuen. Denn mit einem Kursanstieg von 1,50 € auf mittlerweile 7,25 € zählen die Aktien zu den absoluten Top-Performern auf dem Markt der deutschen Nebenwerte.

Was Sinner & Schrader eigentlich macht, wie es um die Zukunfts-Perspektiven des Konzerns steht und was dies für die Aktie bedeuten könnte, lesen Sie hier:

Eine der Top-10-E-Commerce Agenturen Europas

Da der 80 Mio. € schwere Konzern wahrscheinlich nur wenigen Spezialisten unter Ihnen bekannt ist, stelle ich Ihnen erst einmal das Geschäftsmodell im Detail vor:

Sinner & Schrader ist einer der 10 größten E-Commerce-Agenturen Europas.

Das bedeutet: Die Firma plant, entwickelt und implementiert Internetseiten sowie alle anderen internetbasierten Marketing-Aktivitäten.

Dabei bedienen die Hamburger eine durchaus renommierte Kundschaft wie beispielsweise Tschibo und die Deutsche Bank.

Stark fragmentierter Markt

Das Geschäftsfeld der Hamburger Firma ist stark fragmentiert. Das von Experten auf mehr als 750 Mio. € starke Marktvolumen wird von gut 200 verschiedenen Unternehmen bedient.

Dabei legt Sinner & Schrader den Fokus auf die Infrastruktur-Anforderungen seiner Kunden.

In der Szene hat sich die Firma mit der Entwicklung von bekannten Internet-Portalen wie Comdirect und Tui einen sehr guten Namen gemacht.

Auf Grund der langjährigen Kunden-Beziehung und einer soliden Arbeit hat sich Sinner & Schrader als verlässlicher Partner etabliert.

Mit dem Geschäftsbereich für E-Commerce-Full-Service und weiteren Akquisitionen (Mobile) und Entwicklungen ist Sinner & Schrader technologisch führend.

Umsatz leicht, Gewinn deutlich nach oben

Jetzt haben die Hamburger ihre Bücher geöffnet und die Zahlen für das 1. Quartal vorgelegt.

Bei den Umsätzen konnte lediglich eine marginale Steigerung von 0,5% auf 13,3 Mio. € (+3,6%) erreicht werden. Beim Ergebnis sah die Lage aber schon deutlich erfreulicher aus.

Denn beim operativen Ergebnis konnte Sinner & Schrader einen Anstieg von mehr als 50% auf 1,3 Mio. € verbuchen.

Langfrist-Planung erreichbar

Dennoch zeigt sich die Firmen-Führung zuversichtlich. Hierzu dürfte auch der im Juni gewonnene Auftrag von Audi positiv beitragen.

Für zunächst 3 Jahre werden die Hamburger die Marke in den Bereichen digitale Plattformen und innovative Services unterstützen.

Zugleich konnte mit der Hamburger Sparkasse ein großes Projekt im Bereich Mobile- und Content gewonnen werden.

Im vergangenen Jahr erreichte der Konzern bei einem Jahres-Umsatz von 51 Mio. € einen Gewinn von 3,4 Mio. € bzw. 0,29 € je Aktie – für Sinner & Schrader das beste Ergebnis der Firmengeschichte.

Das Unternehmen profitierte u. a. vom Rückzug aus dem verlustreichen Geschäft mit der Big-Data-Plattform Next Audience.

Für dieses Jahr peilt das Unternehmen einen Umsatz von 55 Mio. € und einen Gewinn je Anteilsschein von 0,35 € an.

Nach der sensationellen Entwicklung der Aktie beträgt der Börsenwert bereit das 20-Fache des erwarteten Gewinns.

Damit erscheint das Potenzial eher begrenzt. Für weitere Kurssteigerungen müssen die Hamburger erst einmal zeigen, dass sie ihre Gewinnkraft (wie geplant) weiter steigern können.

16. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Richard Mühlhoff. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt