Sixt Aktie: Langfristig große Pläne und gute Aussichten

Das erste Quartal 2012 war für die Sixt AG (WKN 723132) wie bereits erwartet nicht überragend.

Nach einem erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahres 2011 sind die Langfristaussichten für den Autovermieter dennoch sehr ordentlich. Bis 2015 will die Sixt AG zum Branchenprimus in Europa werden und die Konkurrenten Avis, Hertz und Europcar überholen.

Vor allem die Auslandsexpansion soll dabei helfen, wenngleich für eine bessere Positionierung in den USA und in anderen Staaten kurzfristig Investitionen notwendig sind.

Im Vergleich zur Analyse der Sixt Aktie von Dezember 2011 hat sich der Titel nur wenig bewegt. Aufgrund der guten Marktstellung und der fundamentalen Unterbewertung ist die mittel- und langfristige Perspektive für das Papier weiterhin gut.

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Sixt mit sehr guten Zahlen in 2011 und durchwachsenem Auftakt in 2012

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Sixt AG neben einem marginalen Umsatzwachstum vor allem durch das starke Gewinnwachstum überzeugt. Mit einem Plus von fast 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchte das Unternehmen einen Gewinn von 97,5 Millionen Euro.

Wie die Konzernspitze bereits zum Jahresabschluss vermutete, gestaltete sich der Start in das Jahr 2012 schwieriger. Im Auftaktquartal konnte Sixt den Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode zwar leicht steigern, das Nettoergebnis ging jedoch um rund 19 Prozent auf 17,9 Millionen Euro zurück.

Die Gründe für den mäßigen Jahresauftakt sind unter anderem die gestiegenen Kosten für den Fuhrpark sowie der Ausbau des US-Geschäftes und des Car Sharing-Programmes. An den ambitionierten Langfristzielen ändert sich dadurch allerdings nichts.

Aktie weiterhin unterbewertet

Die fundamentalen Kennzahlen der Sixt Aktie zeigen, dass der Titel nach wie vor unterbewertet ist. Neben dem 8er KGV überzeugen in erster Linie das Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,5 und die nochmals gesteigerte Dividendenrendite von etwa 5,1 Prozent.

Auch das PEG (0,9) und das Kurs-Buchwert-Verhältnis (1,2) belegen, dass das Papier alles andere als teuer ist. Die weiterhin durchschnittliche Eigenkapitalquote von rund 25 Prozent rundet die Fundamentaldaten der Sixt Aktie ab.

Bald die Nummer eins in Europa?

Die ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres 2012 könnten für die Sixt AG Übergangsmonate werden. Durch erhebliche Auslandsexpansionen entstehen für den Autovermieter höhere Kosten.

Diese Expansionen sind für die Sixt AG allerdings von großer Wichtigkeit, um die Abhängigkeit vom deutschen Markt weiter zu verringern. Sollte die Expansion wie geplant voranschreiten und die Kosten nicht explodieren, sind die Langristziele – bis 2015 die Nummer eins in Europa zu werden – durchaus realistisch.

In diesem Fall wäre das Potenzial für die Sixt Aktie, die weiterhin mit einer recht günstigen Bewertung und einer satten Dividendenzahlung lockt, ebenfalls sehr ordentlich.

Zahl des Tages: Bereits vor 100 Jahren wurde die Sixt AG von Martin Sixt mit einem Fuhrpark von sieben Autos gegründet.

Aktueller Kurs der Sixt Aktie

Fundamentalanalyse der Sixt Aktie

Sixt Aktie

* Bewertung nach Schulnotensystem

Die Kennzahlen und Auswertungen richten sich im Kern nach Benjamin Grahams Fundamentalanalyse.

Mehr zum Thema: Die Sixt Aktie

 

6. Juni 2012

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Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.

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