Sixt hebt nach Top-Zahlen die eigene Prognose an

Die Nachrichtenlage beim deutschen Mobilitätsdienstleister Sixt bleibt gut bis sehr gut. Nun wurde auch noch die Gewinnprognose für 2018 angehoben. (Foto: Ekaterina Lin / Shutterstock.com)

Der familiengeführte Mobilitätsdienstleister Sixt hatte in diesem Jahr bereits einige gute Nachrichten für seine Aktionäre parat. So wurde beispielsweise der sehr gewinnbringende Verkauf der DriveNow-Anteile (DriveNow ist ein Carsharing-Anbieter) an den vormaligen Kooperationspartner BMW gemeldet.

In dem Zusammenhang hatte ich hier im „Schlussgong“ schon vor längerer Zeit auf eine mögliche Sonderdividende hingewiesen. Und tatsächlich: Einige Wochen nach dem Verkauf der DriveNow-Anteile teilte Sixt mit, dass man beabsichtige, die Aktionäre am Verkaufserlös teilhaben zu lassen und daher die Zahlung einer Sonderdividende plane.

Sixt teilte mit, dass die Unternehmensführung auf der diesjährigen Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 1,95 Euro je Stammaktie und 1,97 Euro je Vorzugsaktie sowie zusätzlich eine Sonderdividende in Höhe von jeweils 2,05 Euro je Aktie für beide Aktiengattungen vorschlagen will.

Nun folgte die nächste gute Nachricht. Das Unternehmen hat in dieser Woche vorläufige Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Jahres vorgelegt. Da diese deutlich besser als erwartet ausfielen, hob das Sixt-Management im Zuge der Vorlage der Vorabzahlen gleichzeitig auch die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr an.

Die aktuellen Quartalszahlen im Überblick

„Die Geschäftsentwicklung des Mobilitätsdienstleisters Sixt lag im 1. Quartal 2018 erheblich über der des entsprechenden Vorjahresquartals“, hieß es in der Meldung des Unternehmens.  Nach Auswertung der vorläufigen Zahlen für das 1. Quartal 2018 lag der Gewinn vor Steuern (EBT) bei 244 Mio. Euro nach 36,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Darin enthalten ist auch der Gewinn, den Sixt mit dem Verkauf der DriveNow-Anteile gemacht hat. Es handelt sich dabei um eine Summe von 196 Mio. Euro. Zieht man diesen Teil vom Vorsteuergewinn ab, so bleibt ein Wert von rund 48 Mio. Euro übrig. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahreszeitraum aber immer noch ein sattes Plus von mehr als 30%.

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Diese erhebliche Steigerung des um den Sondereffekt bereinigten Vorsteuergewinns beruht maßgeblich auf einem Ergebnisanstieg im Geschäftsbereich Autovermietung sowohl im Inland als auch im Ausland, teilte das Unternehmen mit.

Der operative Umsatz für das 1. Quartal 2018 lag bei knapp über 540 Mio. Euro. Das bedeutet ein Plus von rund 9,5% gegenüber dem Vorjahreswert von 493,2 Mio. Euro.

Deutliche Prognoseanhebung beim Ergebnis

Als Folge der guten Geschäftsentwicklung im 1. Quartal und des bisherigen Verlaufs des 2. Quartals 2018 geht der Sixt-Vorstand nunmehr davon aus, dass der Vorsteuergewinn im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahreswert von 287,3 Mio. Euro deutlich steigen wird.

Bisher hatte der Vorstand lediglich eine leichte Steigerung des Vorsteuergewinns in Aussicht gestellt. Beim operativen Umsatz rechnet das Sixt-Management weiterhin mit einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 2,31 Mrd. Euro.

Meine Einschätzung: Aufgrund des nach wie vor unverhältnismäßig großen Abschlags der Vorzugsaktie im Vergleich zur Stammaktie halte ich die Sixt-Vorzugsaktie für deutlich spannender als die deutlich bekannteren im SDax notierten Stammaktien.


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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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