Sixt: Positive Impfstoff-Nachrichten treiben den Kurs

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Der deutsche Autovermieter und Mobilitätsspezialist Sixt steht vor einer positiven Neubewertung – dank Corona-Impfstoff. (Foto: Ekaterina Lin / Shutterstock.com)

Die Reisebranche hat in diesem Jahr Corona-bedingt sehr gelitten. Gestern und heute erlebten wir dann jedoch ein erstes Comeback der Aktien aus diesem Sektor. Ursächlich dafür sind die positiven Impfstoff-Nachrichten von Biontech, über die ich gestern bereits an dieser Stelle berichtet hatte.

Heute möchte ich über ein Unternehmen berichten, das spätestens dann, wenn ein Impfstoff zugelassen ist, vor einer positiven Neubewertung steht. Die Rede ist vom deutschen Autovermieter und Mobilitätsspezialisten Sixt.

Sixt ist für mich der beste Autovermieter Europas und vielleicht sogar der beste der Welt. Das Unternehmen profitiert zukünftig auch davon, dass einige Konkurrenten ganz oder teilweise vom Markt verschwunden sind oder noch verschwinden werden.

Die jüngsten Zahlen in der Übersicht

Schauen wir auf die jüngsten Zahlen: Nach abgeschlossener Auswertung vorläufiger Geschäftszahlen beläuft sich das Vorsteuerergebnis (EBT) von Sixt für die ersten 9 Monate des Geschäftsjahrs 2020 voraussichtlich auf rund -57 Mio. Euro (Vorjahr bereinigt: +260,0 Mio. Euro) und der operative Umsatz voraussichtlich auf rund 1,2 Mrd. Euro (Vorjahr bereinigt: 1.9 Mrd. Euro).

Der Vorsteuergewinn für das 3. Quartal beträgt voraussichtlich rund 66 Mio. Euro (Vorjahr bereinigt: 146,6 Mio. Euro) und der operative Umsatz voraussichtlich rund 460 Mio. Euro (Vorjahr bereinigt: 778,2 Mio. Euro).

Das positive Vorsteuerergebnis (EBT) im 3. Quartal ist dabei insbesondere zurückzuführen auf die in diesem Zeitraum teilweise aufgehobenen bzw. erheblich reduzierten Reisebeschränkungen in den nachfragestarken Sommermonaten sowie umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen sowohl im Fuhrpark als auch bei den sonstigen Kosten.

Durch konsequentes Handeln konnten in den ersten 9 Monaten sonstige Kosten in Höhe von erheblich über 200 Mio. Euro und damit bereits mehr als das Gesamtjahresziel von 150 Mio. Euro eingespart werden. Das ist eine starke Leistung und zeigt, wie gut das Familienunternehmen Sixt geleitet wird.

Komfortable finanzielle Ausstattung

Die finanzielle Ausstattung des Unternehmens ist nach wie vor komfortabel: Die Liquiditätsreserve zum Ende des 3. Quartals umfasst rund 500 Mio. Euro Bankguthaben sowie weitere Finanzierungsmittel, unter anderem eine Kreditlinie von bis zu 1,4 Mrd. Euro, die noch nicht in Anspruch genommen wurde.

Aufgrund der zuletzt wieder drastisch ausgeweiteten Reisebeschränkungen und sonstigen Maßnahmen ist weiterhin nicht absehbar, in welchem Ausmaß die Geschäftsentwicklung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beeinträchtigt werden wird.

Daher gibt das Unternehmen weiterhin keine Prognose für das laufende Jahr ab. Viel entscheidender sind aus meiner Sicht aber das kommende Jahr und die darauffolgenden Jahre. Wenn die Corona-Krise nachhaltig überwunden wird, ist die Sixt-Aktie ein attraktives Investment.

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Sixt lässt Konkurrenz meilenweit hinter sichDer familiengeführte Mobilitätsdienstleister ist und bleibt ein Vorzeige-Unternehmen des deutschen Mittelstands. Auch nach den jüngsten Zahlen.  › mehr lesen


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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