Sixt: Rekorddividende für Rekordjahr

Sixt bleibt sich treu, sich und seiner Werbestrategie:

Bereits seit etlichen Jahren greift der Autovermieter aktuelle gesellschaftliche Aufregerthemen auf und instrumentalisiert prominente Gesichter aus Politik und Wirtschaft für eigene Werbezwecke.

Aktuell, ironisch, bissig und niemals zimperlich – die Strategie kommt gut an, gerade bei der jüngeren Zielgruppe.

Und dank sozialer Netzwerke wie Facebook und Twitter verbreiten sich die Anzeigen ohne größeren Aufwand mittlerweile in Windeseile.

So auch die dieswöchige Anzeige, die Alexander Gauland, Vizechef der AfD, in den Vordergrund stellt neben dem Schriftzug „Für alle, die einen Gauland in der Nachbarschaft haben. (Jetzt einen günstigen Umzugs-LKW mieten unter sixt.de)“.

Die Anspielung bezieht sich auf ein Interview Gaulands in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, in dem der Politiker mit einer abfälligen Äußerung über den Fußball-Nationalspieler Jerome Boateng zitiert wird:

Dieser werde als Sportler geschätzt, aber „die Leute“ wollten „einen Boateng nicht als Nachbarn haben“ – eine Steilvorlage für Sixt, gerade kurz vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft an diesem Freitag in Frankreich.

Rekorddividende nach Rekordjahr

Doch nicht nur der erneut gelungene Werbecoup sorgt bei Sixt für zufriedene Gesichter.

Bereits vor einigen Wochen hatte das Unternehmen glänzende Geschäftszahlen präsentiert, nun wurden auch die Anleger mit einer Rekorddividende in Höhe von 1,50 € je Stammaktie bedacht.

Das entspricht einer Rendite von 2,8%. Die im SDax gelistete Sixt Aktie holte den Abschlag schnell wieder auf und befindet sich bereits wieder auf der Überholspur.

Zuletzt kostete das Papier rund 52 € und damit fast 40% mehr als noch vor einem Jahr. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort, der den Kurs bereits seit 2013 immer weiter in die Höhe treibt.

Doch nicht nur der Aktienkurs kann sich sehen lassen, auch die Geschäftszahlen überzeugen.

2015 fuhr der Autovermieter ein Rekordergebnis ein, das 1. Quartal 2016 knüpfte nahtlos an diese Erfolge an und verlief ebenfalls sehr gut.

Gut aufgestellt für die Zukunft

Kein Wunder also, dass im Zuge der Hauptversammlung der positive, wenn auch gewohnt konservative Ausblick für das laufende Jahr durch den Firmengründer und Vorstandsvorsitzenden Erich Sixt bestätigt wurde.

Auch mittel- und langfristig sieht er sein Unternehmen gut aufgestellt. Längst versteht sich Sixt nicht mehr nur als Autovermietung, sondern bietet darüber hinaus auch Carsharing, Fahrdienste sowie Leasingverträge an.

Mit dieser breiten Palette an Mobilitätsangeboten sieht man sich für die Zukunft gewappnet, zumal die Konkurrenz erst langsam nachzieht, während Sixt bereits einen Großteil des deutschen und europäischen Marktes erobert hat.

Auch Analysten teilen die optimistische Einschätzung: Trotz der Kursrally der vergangenen Monate und Jahre sehen auch sie weiteres Aufwärtspotenzial für die Sixt Aktie.

2016-06-08 Sixt

11. Juni 2016

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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