Sixt schüttet üppige Sonderdividende aus

Lesen Sie jetzt, warum die Sixt-Aktien heute gestiegen sind und warum die Vorzugaktie von Sixt spannender ist als die Stammaktie. (Foto: Ekaterina Lin / Shutterstock.com)

Vor gut einem Monat habe ich Ihnen hier im „Schlussgong“ über den Verkauf der DriveNow-Anteile durch Sixt an den Joint-Venture-Partner BMW berichtet. Zum Hintergrund: Der bekannte deutsche Mobilitätsdienstleister Sixt hatte bekannt gegeben, das Gemeinschaftsprojekt DriveNow an seinen Partner BMW zu verkaufen.

DriveNow ist ein von Sixt und BMW zusammen gegründeter sogenannter Carsharing-Anbieter. Bevor sich Sixt mit BMW über den Verkauf der DriveNow-Anteile geeinigt hat, waren beide Unternehmen je zur Hälfte an dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt.

Die der Transaktion zu Grunde gelegte Gesamtbewertung des vor 7 Jahren gegründeten Gemeinschaftsunternehmens DriveNow beträgt rund 420 Mio. Euro. Dementsprechend wurde ein Kaufpreis für die bislang von der Sixt SE gehaltene Beteiligung an DriveNow in Höhe von 209 Mio. Euro vereinbart. Diesen Mittelzufluss nutzt Sixt nun für eine Sonderdividende.

Sonderdividende in Höhe von 2,05 Euro je Aktie

Sixt teilte heute mit, dass das Unternehmen beabsichtigt, der kommenden Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 1,95 Euro je Stammaktie und 1,97 Euro je Vorzugsaktie sowie zusätzlich eine Sonderdividende in Höhe von jeweils 2,05 Euro je Aktie für beide Aktiengattungen vorzuschlagen.

Dies hat der Vorstand von Sixt in seiner heutigen Sitzung auf Basis der vorläufigen, nicht testierten Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2017 beschlossen.

Weiter teilt das Unternehmen mit: „Vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung, entspricht dies einer Gesamtdividende von 4,00 Euro je Stammaktie und 4,02 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr: 1,65 Euro je Stammaktie und 1,67 Euro je Vorzugsaktie. Eine Sonderdividende wurde im Vorjahr nicht ausgezahlt.).“

Der wesentliche Grund für die Sonderdividende ist nach Unternehmensangaben die aufgrund der guten Geschäfts- und Ergebnisentwicklung 2017 sowie durch den Verkauf der Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen DriveNow an die BMW Group deutlich gestiegene Eigenkapitalquote von Sixt.

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Vorzugsaktie nicht nur wegen höherer Dividendenrendite spannender

Für die Sixt-Vorzugsaktionäre bedeutet das auf Basis des aktuellen Kurses eine Dividendenrendite von satten 6,5%. Die Stammaktionäre von Sixt kommen aufgrund der niedrigeren Ausschüttung und des deutlich höheren Aktienkurses „nur“ auf eine Dividendenrendite von 4,5%.

Die Vorzugsaktie von Sixt ist aus meiner Sicht aber nicht nur wegen der höheren Dividendenrendite spannender als die Stammaktie. Denn die Vorzugsaktie wird im Vergleich zu der im SDax notierten Stammaktie mit einem deutlichen Abschlag gehandelt.

Während die Sixt-Stammaktie aktuell bei knapp 90 Euro notiert, kommt die Vorzugsaktie nur auf einen Kurs von gut 61 Euro. Das ist ein Abschlag von mehr als 30%.

Zwar ist ein Abschlag bei den Vorzugsaktien im Vergleich zu den Stammaktien durchaus üblich – der Abschlag im Fall Sixt ist aus meiner Sicht jedoch deutlich zu hoch. Hier könnte sich eine interessante Chance für Sie als Anleger bieten.

Zum Abschluss noch ein Hinweis: Wenn Sie weiterführende Informationen zum Thema Dividende haben möchten, empfehle ich Ihnen meinen Börsendienst „Depot-Optimierer“. Dort habe ich in diesem Monat eine Sonderstudie mit meinen internationalen Dividenden-Favoriten veröffentlicht und im April folgen die nationalen Dividenden-Champions.

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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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