Sixt: Spannende Hauptversammlung

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Lesen Sie in diesem Artikel, was auf der Sixt-Hauptversammlung passierte und wie es mit dem familiengeführten Unternehmen weitergeht. (Foto: Ekaterina Lin / Shutterstock.com)

Ihr Dividenden-Sparschwein dürfte sich in diesem Jahr schon gut gefüllt haben.

Die meisten Firmen haben die Hauptversammlung bereits abgehalten und danach die oft üppigen Dividenden ausgeschüttet.

Doch einige Höhepunkte finden erst in diesen Tagen statt.

Hauptversammlung des Autovermieters Sixt

Am vergangenen Freitag fand die Hauptversammlung des familiengeführten Autovermieters Sixt statt.

Dabei handelt es sich traditionell um eine der spannendsten und interessantesten Hauptversammlungen im deutschsprachigen Raum.

Denn Unternehmenslenker Erich Sixt ist bekannt dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt; auch bei der diesjährigen Hauptversammlung hat er wieder Klartext gesprochen.

So hat er beispielsweise mit folgender Aussage auf die Spekulationen über eine Übernahme des Europa-Geschäfts des Sixt-Konkurrenten Hertz reagiert:

„Wir wollen unser Unternehmen nicht aufs Spiel setzen.“

Trotz voller Kassen und niedriger Zinsen bleibe er bei Übernahmen sehr vorsichtig und wolle lieber aus eigener Kraft im Ausland wachsen – v. a. in den USA, dem weltweit größten Markt für Autovermieter.

500 Aktionäre singen „Ode an die Freude über die Dividende“

Ein weiterer Höhepunkt der Hauptversammlung war, dass auf Anregung von Erich Sixt die rund 500 anwesenden Aktionäre eine „Ode an die Freude über die Dividende“ angestimmt haben.

Und in der Tat kann sich die Dividende von Sixt sowohl für die Vorzugsaktionäre als auch für die Stammaktionäre sehen lassen.

Die Sixt-Stammaktionäre kassieren eine Dividende von 1,65 € je Aktie, was einer Dividendenrendite von rund 3,2% entspricht.

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Und die Sixt-Vorzugsaktionäre erhalten 1,67 € je Aktie, was sogar eine Dividendenrendite von rund 4% bedeutet.

Noch viel attraktiver ist die Dividendenrendite für Sixt-Aktionäre, die schon länger bei dem familiengeführten Autovermieter investiert sind.

So kommen beispielsweise die Leser meines Börsendienstes „Depot-Optimierer“, die meiner Kauf-Empfehlung für die Sixt-Vorzugsaktie im März 2011 gefolgt sind, in diesem Jahr – und damit nur 6 Jahre nach dem Einstieg – auf eine Dividendenrendite von knapp 13%.

Wie das geht? – Ganz einfach: Ihr Einstandskurs bleibt immer gleich.

Wenn gleichzeitig – wie bei Sixt – die Dividende Jahr für Jahr kontinuierlich steigt, können Sie schon in wenigen Jahren auf 2-stellige Dividendenrenditen kommen.

Was sonst noch auf der Hauptversammlung passierte

Neben der klaren Aussage zu den Spekulationen über einen möglichen Kauf des Europa-Geschäfts von Hertz gab es noch einige weitere bemerkenswerte Aussagen des Firmenpatriarchen Erich Sixt.

So bezeichnete er den inzwischen 100 Jahre alten Konzern Sixt etwa als sein „Lebenselixier“ und erklärte: „Ich bin die 3. Generation, die normalerweise alles vernichtet.“

Erich Sixt hat jedoch alles andere als den Familienbetrieb Sixt vernichtet; er hat es stattdessen zum profitabelsten Autovermieter in Europa geformt.

Auch für die Nachfolge von Erich Sixt ist schon gesorgt; seine Söhne Konstantin und Alexander sind aktuell im Vorstand für Vertrieb und Strategie zuständig.

Sie könnten nach dem Ausscheiden ihres Vaters aus dem operativen Geschäft als Doppelspitze fungieren. Damit ist die Zukunft des Unternehmens gesichert.

Und die Sixt-Aktie – egal ob Stamm- oder Vorzugsaktie – bleibt aus meiner Sicht ein Investment, mit dem Sie nichts falsch machen können.

Weitere Informationen zu Sixt finden Sie im „Depot-Optimierer“.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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