Sixt startet neue Mobilitätsplattform

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Sixt startet neue Mobilitätsplattform und adressiert damit einen Markt, der allein in Europa zukünftig auf 400 Mrd. Euro geschätzt wird. (Foto: Ekaterina Lin / Shutterstock.com)

Jetzt wird es spannend: Der seit Jahren überaus erfolgreiche mittelständische Mobilitätsdienstleister Sixt startet in diesen Tagen in Berlin seine eigene Carsharing-Plattform Sixt Share. Dabei können Nutzer Autos per App anmieten und dann einige Minuten oder ganze Tage damit fahren.

Ein Preissystem, das mitdenkt. Minutenbasierte Abrechnung bei kurzen Fahrten und eine automatische Berechnung des Tagespreises, wenn Sie mal länger unterwegs sind, lautet der Slogan, mit dem Sixt für das neue Carsharing-Angebot wirbt.

Sixt hatte im vergangenen Jahr das Carsharing-Gemeinschaftsunternehmen Drive Now, das mit BMW zusammen gegründet und zuvor gemeinsam geführt wurde, zu einem sehr guten Preis an BMW verkauft und angekündigt, ein eigenes Carsharing-Angebot starten zu wollen.

Nun ist es also soweit. Bislang zwar testweise nur in Berlin, aber es sollte nur eine Frage der Zeit sein, bis das Angebot auch in anderen Städten verfügbar ist. Klar ist in jedem Fall, dass das digitale Zeitalter viele Bereiche unseres Lebens ändert, auch die Mobilität.

Vor allem in größeren Städten wird Carsharing eine zunehmende Rolle spielen und hier sehe ich Sixt als Mobilitätsdienstleister klar im Vorteil gegenüber den Autobauern BMW und Daimler, die zusammen ein Carsharing-Angebot gestartet haben.

Sixt gegenüber der Konkurrenz im Vorteil

Anders als die Konkurrenz bietet Sixt ein digitales Komplettangebot für Carsharing, klassische Autovermietung und Chauffeurdienste. Bei Sixt brummt der Wachstumsmotor aber nicht nur in Sachen Carsharing, sondern auch in allen alten Geschäftsfeldern.

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Mit der neuen App, die das Carsharing-Angebot von Sixt mit allen anderen Dienstleistungen des Unternehmens verbindet, adressiert Sixt einen Markt, den die Unternehmensberater von PwC allein in Europa auf knapp 400 Mrd. Euro im Jahr 2030 schätzen.

Sixt-Chef Erich Sixt äußerte sich bei der Vorstellung der neuen Sixt-App wie folgt: Wir haben mit Sixt eine herausragende Marke geschaffen, die bei unseren 20 Mio. Kunden für Innovation und Premium-Dienstleistungen steht.

Und weiter: Mit dem heutigen Tag kommen wir als Marktführer in Deutschland unserer Vision eines globalen Anbieters individueller Mobilität ein großes Stück näher. Wir haben heute den Grundstein gelegt, unsere jahrzehntelange Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortzusetzen. Ich rechne damit, dass Sixt dem Rekordjahr 2018 auf vielen Ebenen ein weiteres Rekordjahr folgen lassen wird.

Sixt Vorzugsaktie im Blickpunkt

Daher bin ich auch recht zuversichtlich, dass wir bei der Vorzugsaktie von Sixt demnächst wieder die alten Höchststände von 75 Euro und danach sicher auch noch höhere Notierungen sehen werden.

Diejenigen, die etwas Mut bewiesen haben und zu den Ausverkaufskursen im Dezember bei der Aktie eingestiegen sind, liegen heute, und damit nicht einmal 3 Monate später, schon 35% im Plus.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.