SMT Scharf: Aktie hebt nach Großauftrag ab

Der im nordrhein-westfälischen Hamm ansässige mittelständische Bergbau-Ausrüster SMT Scharf meldete heute einen Großauftrag, der der SMT-Aktie zu einem Kurssprung im 2-stelligen Prozentbereich verhalf.

Überhaupt entwickelte sich die Aktie von SMT Scharf in den vergangenen Monaten durchaus erfreulich. Zuvor hatten die SMT-Aktionäre jedoch eine längere Zeit wenig Grund zur Freude.

Bevor ich gleich auf den neuen Großauftrag, die jüngsten Zahlen und den Kursverlauf von SMT eingehe, stelle ich Ihnen das Unternehmen kurz vor.

SMT Scharf im Kurzportrait

Das im Jahr 1951 gegründete Unternehmen SMT Scharf entwickelt, baut und wartet Transport- und Infrastruktur-Ausrüstungen für den Bergbau unter Tage sowie für Tunnel-Baustellen.

Hauptprodukt des Konzerns sind entgleisungssichere Bahnsysteme, die weltweit v. a. in Steinkohle-Bergwerken sowie beim Abbau von Gold, Platin und anderen Erzen unter Tage eingesetzt werden.

Zudem beliefert das Unternehmen den Bergbau mit Sesselliften.

Die SMT Scharf Gruppe verfügt derzeit über eigene Gesellschaften in 7 Ländern sowie weltweite Handelsvertretungen.

Einen Großteil der Umsätze erzielt SMT Scharf in wachsenden Auslandsmärkten wie China, Russland, Polen und Südafrika.

Die jüngsten Zahlen im Überblick

Im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres verringerte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um ganze 40,1% auf 7,6 Mio. €.

Dennoch ist SMT optimistisch: Die Ertragskraft habe sich gebessert und es spreche „viel dafür, dass die zyklische Talsohle durchschritten ist“, teilte der Vorstand mit.

Zwar ist die Investitions-Zurückhaltung der SMT-Kunden nach wie vor zu spüren, doch der Auftrags-Eingang verbesserte sich im zurückliegenden Quartal immerhin um 20,9% gegenüber dem Vorjahr.

Nach den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres steht jedoch nach wie vor ein Minus bei den Auftrags-Eingängen zu Buche. Um genau zu sein, gingen diese von Januar bis September um 9% auf rund 27,7 Mio. € zurück.

Positiv entwickelte sich jedoch die Ertragskraft des Unternehmens:

In den ersten 9 Monaten des Jahres 2016 verbesserte sich das operative Ergebnis (EBIT) von -0,1 auf +1,6 Mio. €. Die Verbesserung der Ertragskraft resultierte vor allem aus Kostensenkungen.

Neuer Großauftrag lässt Aktionäre jubeln

SMT hat heute gemeldet, dass das Unternehmen vom schwedischen Konzern Sandvik einen strategisch wichtigen Großauftrag erhalten hat.

„Der Auftrag in signifikanter Höhe sieht die Lieferung von Schienen- und Kabelführungs-Systemen vor, die zur Energieversorgung und zum Frischluft-Management rund um die Abbau-Maschinen von Sandvik installiert werden“, hieß es seitens des Unternehmens.

Besonders positiv ist, dass sich aus der Zusammenarbeit ein vertraglich zugesichertes Auftrags-Potenzial bei weiteren Kundenprojekten von Sandvik ergibt.

„Das Umsatz-Potenzial aus den Folgeaufträgen ist als Vielfaches des ersten Auftrags zu veranschlagen, wobei sich das genaue Timing der Aufträge zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorhersagen lässt“, heißt es in der Meldung von SMT Scharf.

Die SMT-Aktie notierte zu Beginn des Jahres 2014 noch bei rund 22 € und stürzte dann auf nur noch gut 8 € im Februar dieses Jahres ab.

Seither ist die Aktie wieder auf über 14 € geklettert und der neue Großauftrag könnte der SMT-Aktie jetzt noch weiteren Schwung verleihen.

Allerdings ist SMT in einer sehr zyklischen Branche tätig, was eine Investition in die SMT-Aktie grundsätzlich zu einer recht risikoreichen Investition macht.

14. Dezember 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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