SMT Scharf legt aktuelle Zahlen vor

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Der deutsche Bergbau-Ausrüster SMT Scharf legt 9-Monats-Zahlen vor und bestätigt die zuvor gekürzte Jahresprognose. Wie geht es weiter? (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Im Oktober hat der deutsche Bergbau-Ausrüster SMT Scharf seine Prognose für das laufende Jahr zusammenstreichen müssen. Nun hat das Unternehmen Zahlen für die ersten 9 Monate des laufenden Jahres vorgelegt.

Mehr dazu gleich. Zunächst stelle ich Ihnen SMT kurz vor, da ich davon ausgehe, dass nur wenige von Ihnen das Unternehmen kennen.

SMT Scharf im Kurzportrait

SMT Scharf entwickelt, baut und wartet Transportausrüstungen für den Bergbau unter Tage sowie für Tunnelbaustellen. Hauptprodukt sind entgleisungssichere Bahnsysteme, die weltweit vor allem in Steinkohlebergwerken sowie beim Abbau von Gold, Platin und anderen Erzen unter Tage eingesetzt werden.

Die Bahnsysteme von SMT transportieren Material und Personal bis zu einer Nutzlast von 48 Tonnen auf Strecken mit Steigungen bis zu 30 Grad. Darüber hinaus beliefert SMT Scharf den Bergbau mit Sesselliften.

Über den Zukauf RDH Mining Equipment bietet das Unternehmen zudem gummibereifte Diesel- und Elektrofahrzeuge für den Berg- und Tunnelbau an. Als führender Anbieter batteriebetriebener Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Technik für den Untertagebau komplettiert RDH das Portfolio von SMT mit seiner vielfältigen Produktpalette, angefangen von Fahrladern, Scherenarbeitsbühnen bis zu Untertage-LKW.

9-Monats-Zahlen: Umsatz- und Ergebniswachstum

Die SMT Scharf AG hat in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2019 ihre positive Geschäftsentwicklung fortgesetzt. Der Umsatz erhöhte sich um 5,6% auf 49,7 Mio. Euro. Der Umsatz im Neuanlagengeschäft lag auf Vorjahresniveau, während SMT Scharf die Erlöse im margenstarken Servicegeschäft um 9,9% auf 28,8 Mio. Euro verbessern konnte.

Das operative Ergebnis (EBIT) wurde von 3,6 auf 4,2 Mio. Euro gesteigert. Damit steigerte SMT also auch die Profitabilität im Vergleich zum Vorjahr. Der Nettogewinn stieg von 3,8 auf 4,4 Mio. Euro.

Positiv ist, dass sich SMT in einem schwierigen Marktumfeld (abschwächende globale Konjunktur) recht gut behauptet hat und sowohl beim Umsatz als auch ergebnisseitig zulegen konnte. Negativ sind vor allem die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen in China hervorzuheben, die das dortige Geschäft derzeit deutlich spürbar hemmen.

Wir werden unsere Unternehmensstrategie weiter mit Nachdruck umsetzen und auf Basis unserer guten Marktposition die Wachstumschancen in unseren Zielmärkten weltweit konsequent nutzen, so SMT-Chef Hans Joachim Theiß.

Und weiter: Die Zulassungsthematik in China wird im Schlussquartal als auch im ersten Halbjahr 2020 den chinesischen Markt belasten. Zugleich gehen wir davon aus, dass sich ab der zweiten Jahreshälfte 2020 entsprechende Aufholeffekte einstellen werden.

Gekürzte Prognose bestätigt

Die zuvor gekürzte Umsatz- und Ergebnisprognose hat das Unternehmen bestätigt. Demzufolge wird ein Umsatz zwischen 65 und 67 Mio. Euro und ein operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 4,5 und 5 Mio. Euro erwartet.

Aktuell ist eine Investition in die SMT-Aktie aus meiner Sicht noch mit einer recht großen Unsicherheit verbunden, da nicht ganz klar ist, ob die Zulassungsthematik in China tatsächlich so abläuft wie geplant und wann die globale Konjunktur wieder stärker anspringt.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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