SMT Scharf streicht Jahresprognose zusammen

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Der deutsche Bergbauzulieferer SMT Scharf musste heute seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr kürzen. Lesen Sie jetzt die Details. (Foto: crystal51 / Shutterstock.com)

Nachdem im laufenden Jahr bereits zahlreiche deutsche Unternehmen (vor allem aus zyklischen Branchen) ihre Gewinnprognosen nach unten anpassen mussten (teilweise auch mehrfach), erwischte es nun auch SMT Scharf.

Da das Unternehmen den meisten von Ihnen eher unbekannt sein dürfte, möchte ich es Ihnen kurz vorstellen, bevor ich auf die jüngste Meldung und die Perspektiven eingehe.

SMT Scharf im Kurzportrait

SMT Scharf entwickelt, baut und wartet Transportausrüstungen für den Bergbau unter Tage sowie für Tunnelbaustellen. Hauptprodukt sind entgleisungssichere Bahnsysteme, die weltweit vor allem in Steinkohlebergbau sowie beim Abbau von Gold, Platin und anderen Erzen unter Tage eingesetzt werden.

Die Bahnsysteme von SMT transportieren Material und Personal bis zu einer Nutzlast von 48 Tonnen auf Strecken mit Steigungen bis zu 30 Grad. Darüber hinaus beliefert SMT Scharf den Bergbau mit Sesselliften.

Über den Zukauf RDH Mining Equipment bietet das Unternehmen zudem gummibereifte Diesel- und Elektrofahrzeuge für den Berg- und Tunnelbau an. Als führender Anbieter batteriebetriebener Fahrzeuge mit Lithium-Ionen-Technik für den Untertagebau komplettiert RDH das Portfolio von SMT mit seiner großen Produktpalette, angefangen von Fahrladern, Scherenarbeitsbühnen bis zu Untertage-LKW.

Einen Großteil der Umsätze erzielt SMT Scharf in den wachsenden Auslandsmärkten wie China, Russland, Polen und Südafrika. Börsennotiert ist das Unternehmen seit dem Jahr 2007.

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Gekürzte Jahresprognose

Die SMT Scharf AG hat heute ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2019 mit Blick auf die aktuelle Marktentwicklung gesenkt. Angesichts der globalen Unsicherheiten und des andauernden Handelskonflikts zwischen den USA und China trübt sich das Marktumfeld zunehmend ein und führt in wichtigen Auslandsmärkten von SMT Scharf zu einer geringeren Investitionsbereitschaft für Bergbauausrüstung, so das Unternehmen.

Darüber hinaus, so teilt SMT mit, ergeben sich aus einer neuen Regulierung für Motoren in China Lieferverzögerungen. Daher hat sich die dynamische Umsatzentwicklung in China aus dem 1. Halbjahr zuletzt abgeschwächt.

SMT rechnet aus den genannten Gründen nunmehr für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 65 bis 67 Mio. Euro. Beim operativen Gewinn (EBIT) peilt das SMT-Management eine Spanne von 4,5 bis 5 Mio. Euro an. Zuvor war ein Umsatz zwischen 72 und 75 Mio. Euro bei einem EBIT von 5,5 bis 6 Mio. Euro prognostiziert worden.

SMT-Aktie im Blickpunkt

Die Handelskonflikte führten zuletzt zu einer größeren Investitionszurückhaltung bei den Kunden von SMT. SMT ist aus meiner Sicht aber gut positioniert, um nach Beendigung der Handelskonflikte weiter zu wachsen.

Denn dann sollte sich der Investitionsstau in der Bergbaubranche (wie in vielen anderen Branchen auch) lösen, wovon SMT dann profitieren würde. Es ist jedoch aktuell noch nicht absehbar, wann genau das sein wird. Daher ist eine Investition in die SMT-Aktie aktuell noch mit größeren Unsicherheiten verbunden. SMT ist aber ein guter Wert für Ihre Beobachtungsliste.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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